Kurz vor den Spielen wurden die unglaublich schönen Podiums oder auch “The Victory Ceremony podiums and medal trays” vorgestellt.
Von James Lee-, Industrie-Designer und Coroflot Mitglied, und Leo Obstbaum, dem späten Design-Direktor der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver entwickelt spiegeln die Podestplätze “die hügeligen Gipfel und Ketten der Coast Mountain Range” (the undulating peaks and ridges of the Coast Mountain Range) wieder. Jedes Podium, es gibt insgesamt 23, ist aus mehr als 200 Stück präzise geschnittenem Holz zusammengesetzt . Das Holz wurde aus den Wäldern von British Columbia, bekannt für seine roten Zedern und Douglas-Tannen, entnommen und von Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen in der Region gespendet. Schließlich ist jedes Podium mit einer dicken Acryl-Oberfläche. die an Schnee erinnert gekrönt.
Lee und Obstbaum entwarfen auch die Tabletts, auf denen die Preise verliehen werden sollen. Diese sind aus dem gleichen Holz und mit einer speziellen, nicht beschichtet-Rutsch-Oberfläche, um den einzigartigen Grip der welligen Oberfläche der Medaillen besser wieder zu geben.
Lee und Obstbaum entwarfen auch die Tabletts, auf denen die Preise verliehen werden sollen. Diese sind aus dem gleichen Holz und mit einer speziellen, nicht beschichtet-Rutsch-Oberfläche, um den einzigartigen Grip der welligen Oberfläche der Medaillen besser wieder zu geben.
In einem Video auf www.vancouver2010.com kann man den Design Ansatz und die Herstellung der Medaillen der Winterspiele von 2010 sehen. Ein sehr schönes Video und das macht sicher alle Stolz die sie Gewinnen werden.
Auf desgphoto.com hat Lars Hagen noch vor der Olympiade in Vancouver Robert Lehmann, Nico Ihle und Samuel Schwarz ins Fotostudio locken können. Dort zeigten sie sich gut gelaunt und durch aus freizügig. Schaut selber…
Nach meinem persönlichen Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blogs einzustimmen.
Nun die letzte Olympiateilnehmerin die ich um Vorfeld der Spiel befragen durfte. Isabell Ost ist das Kücken im Deutschen Team und hat sich durch starke Mannschaftsläufe sich für das Team empfohlen.
Viel Spaß und ich warte ja immer noch auf Kommentare
cya
Hugo
Hallo Isi, du hattest letztes Jahr dein Welt Cup und Mehrkampf WM Debüt gegeben, bist du da mit dem Ziel nach Vancouver zu fahren in die Saison gestartet?
Im Sommer habe ich mich mit meinem Trainer Herrn Schubert unterhalten, das Mattschi sich für Olympia vorbereiten wird und ich eigentlich keine Chance (auf Grund der Anzahl der Plätze) haben werde mich zu qualifizieren. Mein Ziel sollte es sein, sich ins Welt Cup Team zu laufen und neue Bestzeiten auf meinen Strecken zu setzte. Die Olympischen Spiele waren von uns aus schon sehr unrealistisch.
Wie liefen dann die ersten Welt Cups?
Die Testwettkämpfe und die Deutsche Einzelstreckenmeisterschaft gingen Einigermasen. Der erste Welt Cup in Berlin ging total in die Hose und ich war unzufrieden und Herr Schubert deutet schon an, dass ich wohl nicht nach Übersee genommen werde. Bei der zweiten Welt Cup Station in Heerenveen lief es dann aber auf einmal Super und ich wurde im Teamlauf eingesetzt. Da sind wir dann überraschend vierter geworden und das war meine Eintrittskarte für Calgary. In Canada wahren die Umstände auch wieder so, dass ich im Teamlauf gestartet bin und dort haben wir dann noch Überraschender den dritten Platz belegt. Dies war dann meine Ticket nach Vancouver da ich mich als Mannschaftsläufer angeboten hatte.
Warst du dir da schon sicher?
Nein, gar nicht. Frauen Cheftrainer Markus Eicher hat mit mir in Salt Lake City darüber gesprochen, dass er mich beim DOSB für die Spiele vorschlagen wird. Er schätzte sie Situation aber so ein das ich nicht gleich bei der ersten Normierungsrunde aufgestellt werden würde und ich bis zum Schluss warten müsste. Ich war ja so was wie ein Wackelkandidat, hatte keine Einzelnorm und sollte nur für das Team mitgenommen werden. Mir war klar, dass es nichts wird. Ich hatte alles was ich mir für das Jahr vorgenommen hatte schon längst erfüllt. Bestzeiten laufen und in Calgary und Salt-Lake am Start stehen und dazu noch die erste Welt Cup Medaille, was schon richtig toll war.
Und dann?
Ja mir war klar das für mich eigentlich nur noch die EM im Mehrkampf in Frage kommt.
Wie waren die Mannschaftläufe für dich, ist ja immer ein großer Druck oder?
Oh ja. In Heerenveen war ich super aufgeregt und nervös. Das erste Mal bei so einer wichtigen Strecke in der Halle. Ich war froh und zugleich überrascht das es so gut lief und bin Dankbar das mich Stefanie auf den letzten Metern ins Ziel geschoben hat. Umso mehr war ich, und alle anderen auch, dass wir 4ter geworden sind. In dieser Besetzung!
Calgary war super schnell. Auf der Zielgeraden hat mir Mattschi einen letzten Schubser gegeben und ich bin gestürzt und ins Ziel gerutscht. Ich dachte jetzt ist alles vorbei. Es hängt ja so viel Verantwortung dran. Das wir dann doch dritter geworden sind und ich zur Siegerehrung durfte war der absolute Wahnsinn! Da hatte sich alles Erfüllt was ich mir je ausgemalt hatte.
In Salt Lake bin ich dann nicht eingesetzt worden was aber von der Aufregung her schlimmer war als selber zu starten. Es war furchtbar. Ich bin jede Runde total mitgegangen und habe geschaut.
Wie war die Situation mit Claudia für dich. Du konntest bis zuletzt nicht sicher sein ob du nicht doch noch Platz für sie machen musst.
Die Tatsache ist einfach das sie Stärker ist als ich. Sie würde im Teamlauf eine bessere Leistung zeigen können, das ist Fakt. Wenn es so weit gekommen wäre, hätte ich meinen Platz geräumt. Klar wollte und will ich zu Olympia aber es war nie schon jetzt mein Ziel. Mir ist klar, dass ich noch super Jung bin und Sochi 2014 realistisch ist. Ich bin eigentlich jetzt noch nicht so weit und kann noch viel schneller, das ich jetzt schon fahre ist einfach unglaublich, einfach schön.
Jetzt war klar das du Nominiert bist. Wann hast du Realisiert das du dabei bist?
An dem Tag als ich es erfahren hatte war ich gerade bei der Weihnachtsfeier bei meinem Arbeitgeber der Bundeswehr. Ich hatte mein Handy vergessen und Markus hat schon lange versucht mich zu erreichen. Die Jungs die mit wahren kamen dann auf mich zu und gratulierten mir, sie hatten schon was durch den Buschfunk gehört. Ich winkte noch ab und sage jaja. Als ich dann nach Hause gefahren bin hat mich Markus endlich erreicht und mir um 10 Uhr Nachts gesagt, dass ich mit nach Vancouver fahre und mit im Team bin. Er war selber total überrascht und ich total fertig. Ganz realisieret hatte ich das dann aber noch nicht. Mit Claudia lag so viel in der Luft und ich bin eher davon ausgegangen das ich nicht fahre. Viele haben mich drauf angesprochen, Freunde, im OSP und andere Sportler aber ich sagte immer ruhig bleiben. Erst zur Einkleidung, das auch noch am Pressetag des DOSB konnte ich es endlich glauben und da ging es richtig los. So richtig glauben was da gerade passiert, werde ich sicher erst wenn wir rüber fliegen und ins Dorf ziehen. Wenn ich dann mit Mattschi im Zimmer stehen dann bin ich mir wohl ganz bewusst, dass ich bei Olympia starte.
Ja, es ist nun mal eine ganz besondere Veranstaltung und nicht alltäglich! Was erwartest du von deinen ersten Spielen?
Ich hoffe, dass ich viele Menschen und andere Sportler kennen lerne. Ich will die Atmosphäre spüren und merken das Olympia seine eigenen Gesetze hat, das es eben etwas besonderes ist und es was bewirkt und ich euphorisch am Start stehe und Stolz bin. Mein eigentliches Ziel ist aber Sochi und das bleibt auch so und hier will ich Erfahrungen sammeln. Klar werde ich im Team alles geben und die Welt Cups hatten gezeigt was möglich ist auch wenn die anderen Teams sicher auch noch ne Schippe auflegen werden. Das können wir aber auch!
Wann hast du das erste Mal Olympia mitbekommen?
Erstes Mal Eiskunstlaufen Stefan Lindemann, vor 4 Jahren in Turin. Andere Spiele habe ich zwar wahrgenommen aber das erste Mal in Turin so richtig.
Warum gerade Stefan?
Durch meinen Bruder, er und auch ich waren selber früher Eiskunstläufer und Stefan für uns beide immer ein Vorbild und der beste Läufer und vor allem bester Springer. Das fand ich toll und unsere Familie hat halt immer Eiskunstlaufen geschaut. Eisschnelllaufen war noch nicht so im Mittelpunkt und die “Großen” mit denen ich jetzt nach Vancouver fahre kannte ich bis letztens Winter noch gar nicht. Ich bin mit Patrick Beckert auch die Jüngste.
Bekommst du Besuch bei den Games?
Leider nein. Natürlich haben meine Eltern und Freunde nix geplant gehabt, damit hatte keine gerechnet. Sie drücken aber zuhause die Daumen.
Auch an dich die Frage, wirst du zur Eröffnungsfeier gehen?
Auf jeden Fall! In diesem Jahr will ich so viel wie möglich von dem Olympic Spirit mit nehmen und dazu gehört nun mal ganz besonders die Eröffnungsfeier! Ich freu mich riesig drauf mit der Mannschaft ein zu laufen! Yippie, ich fahre nach Vancouver!
Isi, ich wünsche dir Spaß und natürlich aber auch Erfolg. Genieße deine ersten Olympischen Spiele und sauge alles auf!
Nach meinem persönlichen Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blogs einzustimmen.
Der Langstreckler im Deutsche Team schlecht hin. Die langen Kanten über 5 und 10 km sind seine Stärke und auch da hat er in den letzten Jahren immer wieder mit Top Leistungen überzeugt. Auch Marco Weber habe ich nach Robert und Katrin zu Olympia befragt. Viel Spaß
Hugo
Hallo Marco, bist Du dieses Jahr in die Saison zu gestartet um dich für die Spiele zu Qualifizieren, oder um bei den Spielen gut abzuschneiden, nach 2 verpassten Chancen 2002 und 2006?
Mein Weg fing 2004 mit dem Wechsel zu Jan Coopmans an um mich auf die Spiele 2010 vorzubereiten. Ein langfristiger Aufbau war notwendig, die Ergebnisse kamen schneller als gedacht, aber das Ziel war 2010. Dieses Jahr war der Fokus nicht die Normerfüllung sondern der Wettkampf bei den Spielen. Die 10 000m zur Qualifikation in Hammer waren wichtig da sie nur einmal gelaufen wurden, aber 95% haben da auch gereicht. Die Form um es zu schaffen war da.
Unser Ziel war es, bei den World Cups in Europa alles fest zu machen und zweimal unter die ersten 16 zu laufen. In Übersee ist immer vieles unvorhersehbar, das wollten wir vermeiden. Der Formaufbau war aber nicht speziell darauf ausgelegt.
Wie war es dann die Ergebnisse zu erreichen, nach zwei verpatzen Olympiaden, warst du erleichtert?
Ich war erst nach der ersten Nominierungsrunde sicher, am 17.12. Das habe ich aus den letzen Jahren gelernt.
Ist da dann Olympia näher gekommen?
Nein, das war erst am 14.01 der Fall, bei der Einkleidung in Erdingen. Ab da ist bei mir Olympisches Feeling aufgekommen, ab da war es greifbar. Es hat das erste Mal gekribbelt.
Was denkst du wird bei Olympia anders sein, im Vergleich zu anderen Wettkämpfen?
Es wird viel mehr Aufmerksamkeit auf diesen einen Tag liegen. Alle haben sich auf diesen einen Tag vorbereitet, alle wollen es und müssen ihre Nerven im Zaun halten, wer es kann wird seine Leistung abrufen können.
Wirst du es?
Werden wir sehen.
Was hast du dafür getan?
Ich habe mir lange die Wettkämpfe von 2006 angeschaut, man kann nur versuchen die Gewissheit zu haben gut vorbereitet zu sein und sein Bestes geben.
Wann hast du das erste mal Olympische Spiele wahrgenommen?
Das erste Mal habe ich die Spiele 1994 mit Johann Olav Koss in Hamar wahrgenommen, das war einprägsam.
Warum gerade das?
Weil er so dominiert hat, in seinem roten Laufanzug, in Zeiten die heute noch für vordere Platzierungen reichen würden und das alles in der eigenen Halle und bei der besonderen Atmosphäre.
Wann ist dein Olympia gekommen, ab wann wolltest du auch dabei sein?
Das war erst 1998 in Nagano mit Frank Dittrich, den kannte ich persönlich und das war das erste Mal das ich es so richtig wahrgenommen habe und mir das auch als Ziel vorstellten konnte.
Was werden die Spiele für dich? Nur Focus auf den Wettbewerb?
Konzentration auf den Wettkampf schon, aber mein Trainer sagte ich sollte die Spiele auch genießen und es als Belohnung für die jahrelange Arbeit sehen.
10 Tage Pause zwischen Deinen Rennen, was möchtest Du dazwischen sehen?
Ich will unbedingt einmal nach Whistler, und einmal eine Biathlon Entscheidung sehen.
Die 5000m gleich am ersten Tag, Eröffnungsfeier mit dir?
Definitiv, nein.
Schade?
Der Wettkampf ist wichtiger, ich freue mich mehr auf die Abschlussveranstaltung.
Bekommst du Unterstützung vor Ort?
Leider nur zu den 10 000m da es für die 5km keine Karten mehr gab. Meine Familie wird da sein.
Marco, ich danke dir und viel Erfolg, dass sich die Jahre harter Arbeit gelohnt haben!
Nach meinem persönlichem Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar Deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blog´s einzustimmen.
Nach Robert Lehmann nun die Langstreckenspezialistin Katrin Mattscherodt. Für die Berlinerin werden es die ersten Spiele sein und nach dem Dopingurteil gegen Claudia Pechstein hat sie ihre große Chance genutzt und sich mit guten Leistungen ins Team Vancouver gelaufen.
Hallo Katrin,
Wann hast du Olympia das erste Mal wahrgenommen?
Das erste Mal 1988 aus Calgary und dort Bobfahren mit noch 2 deutschen Mannschaften. Für die Spiele in Nagano 98 bin ich das das erste Mal extra aufgestanden und ich habe Eislaufen auf Video aufgenommen. Die Zweikämpfe Gunda gegen Claudia habe ich mit Spannung verfolgt. Die Videos sind noch im Keller, hat noch jemand ein Abspielgerät?
Und ab wann hast du an Vancouver gedacht? Schon vor 4 Jahren?
Eigentlich nicht. Die letzten Jahre war es mein Ziel Nummer 4 im Langstreckenbereich zu werden. Da nur 3 bei Olympia an den Start gehen, war es kein realistisches Ziel für mich. Für dieses Jahr wollte ich nach Verletzungen im Vorjahr wieder an mein altes Leistungsvermögen anknüpfen. Die ersten beiden World Cups liefen nicht so zufriedenstellend und da habe ich die Teilnahme an den Spielen für mich abgehakt und aus meinem Kopf geschmissen.
Und dann kam der Langstrecken World Cup in Hamar, 5000m.
Genau, der erste World Cup ohne selbstauferlegten Druck und es lief gleich super. Das Problem war das der Platz, den ich erlaufen habe ein Nationen-Platz ist und nicht personengebunden. Ich hatte das Gefühl, dass sich mehr für Claudia gefreut wurde als für mich.
Wie war es für dich, als Claudia mit dem Eilantrag in Salt Lake City am Start war?
Ich wusste, dass ich dort unbedingt schneller sein musste als sie, was ich bis dahin noch nie war. Gestartet ist sie im 3000m- Lauf vor mir und als ich ihre Endzeit gesehen habe, wusste ich, dass ich sie an diesem Tag schlagen kann. Danach war ich mir sicher, dass ich in Vancouver starte.
Nach der Quali, merkst du, dass es zu den Olympischen Spielen geht?
Man merkt, dass sich (Presse-) Termine häufen. Sonst habe ich es noch nicht realisiert, dass so etwas Großes ansteht.
Nicht aufgeregt?
Es ist schon alles sehr spannend, aber die Nervosität wird erst vor Ort kommen.
Du wirst 3000m, 5000m und wahrscheinlich Team laufen. Ich gehe davon aus, dass du dich gut dafür vorbereitet hast. Worauf freust du dich noch während der Spiele?
Auf das große Drumherum, die anderen Sportler, die zahlreichen freiwilligen Helfer und die Fans. Leider bin ich die ganzen 3 Wochen im Einsatz, sodass ich nur ein oder zwei andere Sportarten anschauen kann.
Für mich waren die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung ein Höhepunkt der Winterspiele in Turin 2006. Wirst du in Vancouver ins Stadion einlaufen?
Abschluss mit Sicherheit, Eröffnungsfeier bin ich mir noch nicht sicher, 2 Tage später sind die 3000m.
Dann wünsche ich dir viel Erfolg und dass du es geniessen kannst. Danke Katrin
Gut vorbereitet, mit einem guten Gefühl und vor allem mit der Zuversicht schnell laufen zu können, bin ich in mein entscheidendes 1500m Rennen gegangen. Die Woche über konnte ich mich gut auf das schnelle Eis einstellen und habe beim Test-WK am Samstag, und auch beim Teamtraining am Dienstag, überzeugen können und reichlich Selbstvertrauen getankt.
Unter der Woche habe ich mich mit unser Psychologin, Monika Liesenfeld, getroffen um die letzen Wettkampfwochen zu analysieren und mich auf die bevorstehenden Rennen einzustellen. Was wir vermeiden wollten war, dass ich zum einen die Startphase (Berlin und Heerenveen) eines Rennens verpasse und zum anderen aber auch zu aggressiv (Hamar) in ein 1500m Rennen gehe. Fix angehen und “easy” schnell laufen war das Ziel, und so wurde ich auch eingestellt,
Was soll ich sagen? Bestzeit mit 1.46.28s , wieder schnellster Deutscher – aber überzeugt? Kann ich zufrieden sein? War es das? Alles Fragen die ich mir nach dem Rennen gestellt habe und nur eine Antwort zu lassen. NEIN!
Wie war der Run auf dem schnellen Eis in Calgary? Aus geplanten 95-98% wurden 90%, aus guten Kurevneingängen und technischen Vorgaben wurden die schlechtesten seit langem und eine Leistungsgrenze wurde nicht erreicht. Die Runden von 24.1-26.1-27.1-28.8 waren so nicht schlecht und passen eigentlich, waren aber alle mit Handbremse gelaufen und zu langsam. Nach dem Rennen war ich nicht kaputt und erschöpft. Ich hätte nach 20 min noch mal laufen können und wäre wohl nicht viel langsamer gewesen. Mist! Warum habe ich zu viel weggelassen? Hatte ich nach Hamar Angst noch mal so sehr einzubrechen? Hatte ich nicht den Mut das Rennen von vorne zu gestallten? Ich wollte es aber! Ich war bereit ne schnelle Rund hinzulegen und zu hoffen, das ich hinten ankomme. Ich bin selber von mir sehr enttäuscht, dass ich nicht an ein halbwegs optimales Rennen ran komme und keine gute Leistung abliefern kann.
1000m 06.12.09
Nach dem Rennen über die Mittelstrecke am Freitag, hatte ich am Samstag einen Ruhetag und genug Zeit das Rennen zu verarbeiten und nach vorne zu schauen und mich auf die vor mir liegenden Aufgaben zu konzentrieren. Die Aufgaben liegen zu 100% beim Team und die damit verbundende Qualifikation für die Spiele. Von den Trainern wurde entschieden, dass nach Heerenveen nun die “Langstreckenfraktion” unseres Team an den Start gehen sollte. Das Bedeutet für mich, dass ich die Möglichkeit erhalten habe über 1000m zu starten.
Ich bin schon entspannter und relaxter in dieses Rennen gegangen als in eine 1500m. Da habe ich und mache mir auch viel mehr Druck als in dem langen Sprintrennen. Die 1000m sind mir eigentlich zu kurz und ich laufe sie auch sehr selten. Dieses Jahr erst das 3 mal und somit rechne ich mir auch nichts aus und bin deutlich lockerer.
Da ich keine “internationale” Zeit stehen hatte, bin ich schon im 3.Paar dran gewesen, zum Glück über die Innenbahn. Für mich, als schlechten Starter, ist die Innenbahn ein Großer Vorteil, da ich auf dieser besser beschleunigen kann als auf der langen Außenbahn.
Das Race beendete ich in neuer Bestzeit von 1.09.49 und bin somit das erste Mal unter der magischen 1.10 geblieben. Vorgenommen hatte ich mir, die Schmach von den 1500m weg zu machen und Vollgas zu geben. Das habe ich dann, für meine Verhältnisse auch gemacht. Mit meiner bis dato schnellsten Runde in einem Wettkampf von 25.5 habe ich meine persönlichen Vorgaben geschafft und war nach dem Rennen eigentlich zufrieden – und wieder auch nicht. Warum solch ein Race nicht am Freitag? wieder MIST!
Nach dem Verpatzen Auftakt in Heerenveen, steht der Fokus der deutschen Männermannschaft nun ganz auf dem Team Pursiut. Hierfür absolvierten wir am Dienstag Mittag ein gemeinsames Training in dem wir auf den Entscheidenden Lauf am Sonntag in Calgary, und nächste Woche in Salt-Lake-City eingestellt worden sind. Neu in der Teamfraktion ist der Jungster der DESG, der Erfurt Patrick Beckert. Er hat sich mit seinen Leistungen auf der Langstrecke in die engere Teamauswahl gelaufen und verstärkte uns im Training. Wir bildeten zwei Team zu je drei Mann und Testeten Wechsel und Abläufe. Nach einem Testlauf über 6 Runden, in Wettkampfgeschwindigkeit, haben wir uns alle gut Präsentiert und am Samstag werden die Trainer mit Sicherheit eine Starke Mannschaft Nominieren können, die als TEAM die Olympianorm erlaufen wird!
Nach dem verpatzten Auftakt in Berlin wollte ich es im Thialf Stadion von Heerenveen besser machen. Unter der Woche habe ich schon sehr mit mir gehadert und habe lange gebraucht, die schwache Leistung von Berlin zu verdauen. Im abermals Deutsch-deutschen Duell gegen Team und Vereinskamerad Robert Lehmann konnte ich mich nun etwas besser, wenn auch noch nicht optimal präsentieren.
Mit einer Zeit von 1.49.01s bin ich in der wohl stärksten B-Gruppe, in der ich je gestartet bin, 7. geworden. Dieses Wochenende hieß es – aggressiv laufen! Alles in einen guten Angang legen, um dort nicht wieder zu viel Zeit liegen zu lassen. Dies ist mir besser gelungen, wenn auch noch nicht perfekt. Nach 300m habe ich nach 24,4 Sekunden die Zwischenzeit ausgelöst und konnte halbwegs zufrieden sein. Die Runden waren dann mit 26,8 – 28,0 – 29.7 ganz okay. Die letzte Runde muss noch besser kommen, was noch viel Arbeit bedeutet!
Nach zwei World Cups muss ich sagen, dass dieses Jahr ganz schön die Post ab geht. Man merkt, dass es eine Olympische Saison ist und alle noch eine Schippe drauf geschlagen haben. Letztes Jahr hätte meine Zeit noch für den B-Guppen-Sieg gereicht, dieses Jahr werde ich 7. und habe solche “Granaten” wie Erben Wennemars (1.47,49), Trevor Marsicano (1.47,60) und Christofer Rukke (1.48,30) vor mir. Durchsetzen konnte ich mich aber gegen Elm, Frieberg, Sugimori und Haugli…alles schon gute A-Gruppen Starter und WM erfahren.
Am Sonntag wird es nun aber richtg ernst. Der erste Mannschaftslauf des Jahres steht an und es ist mit Sicherheit mit das wichtigste Rennen diesen Jahres. Um mit dem Team in Vancouver bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen, müssen wir nach (nur) 3 World Cup Rennen auf Platz 8. einlaufen. Nur die ersten 8 Teams sind für die Spiele qualifiziert. Wenn man die letzten Jahre verfolgt hat, wie eng es im Männer-Eisschnelllaufen zugeht, weiß man wie nah Sieg und Niederlage beisammen liegen.
Für unser Team heißt es einen guten und schnellen Lauf abzuliefern und die Grundlage für eine sichere Qualifikation zu legen. Alle Nationen haben sich mittlerweile den Teampursuit als Schwerpunkt auserkoren und konzentrieren sich darauf. Es wird super schwer – alles ist möglich.
Nach dem verpatzten Auftakt in Berlin wollte ich es im Thialf Stadion von Heerenveen besser machen. Unter der Woche habe ich schon sehr mit mir gehadert und habe lange gebraucht, die schwache Leistung von Berlin zu verdauen. Im abermals Deutsch-deutschen Duell gegen Team und VereinskameradRobert Lehmann konnte ich mich nun etwas besser, wenn auch noch nicht optimal präsentieren.
Mit einer Zeit von 1.49.01s bin ich in der wohl stärksten B-Gruppe, in der ich je gestartet bin, 7. geworden. Dieses Wochenende hieß es – aggressiv laufen! Alles in einen guten Angang legen, um dort nicht wieder zu viel Zeit liegen zu lassen. Dies ist mir besser gelungen, wenn auch noch nicht perfekt. Nach 300m habe ich nach 24,4 Sekunden die Zwischenzeit ausgelöst und konnte halbwegs zufrieden sein. Die Runden waren dann mit 26,8 – 28,0 – 29.7 ganz okay. Die letzte Runde muss noch besser kommen, was noch viel Arbeit bedeutet!
Nach zwei World Cups muss ich sagen, dass dieses Jahr ganz schön die Post ab geht. Man merkt, dass es eine Olympische Saison ist und alle noch eine Schippe drauf geschlagen haben. Letztes Jahr hätte meine Zeit noch für den B-Guppen-Sieg gereicht, dieses Jahr werde ich 7. und habe solche “Granaten” wie Erben Wennemars (1.47,49), Trevor Marsicano (1.47,60) und Christofer Rukke (1.48,30) vor mir. Durchsetzen konnte ich mich aber gegen Elm, Frieberg, Sugimori und Haugli…alles schon gute A-Gruppen Starter und WM erfahren.
Am Sonntag wird es nun aber richtg ernst. Der erste Mannschaftslauf des Jahres steht an und es ist mit Sicherheit mit das wichtigste Rennen diesen Jahres. Um mit dem Team in Vancouver bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen, müssen wir nach (nur) 3 World Cup Rennen auf Platz 8. einlaufen. Nur die ersten 8 Teams sind für die Spiele qualifiziert. Wenn man die letzten Jahre verfolgt hat, wie eng es im Männer-Eisschnelllaufen zugeht, weiß man wie nah Sieg und Niederlage beisammen liegen.
Für unser Team heißt es einen guten und schnellen Lauf abzuliefern und die Grundlage für eine sichere Qualifikation zu legen. Alle Nationen haben sich mittlerweile den Teampursuit als Schwerpunkt auserkoren und konzentrieren sich darauf. Es wird super schwer – alles ist möglich.
In den nächsten Wochen werde ich auf meinem Eis-Blog in unregelmäßigen Abständen Sportfreunde interviewen. Mit allen habe ich gemeinsam, dass ich sie persönlich kenne und auf dem Sprung zu den Olympischen Spielen sind.
Der Nächste in meiner kleinen Interview Serie ist Thomas Pöge. Der Bobanschieber und Freund von Eisschnellläuferin Monique Angermüller ist ebenso ein Kamerad in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und nach mehreren Lehrgängen ein gern gesehener Gesprächspartner.
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Hallo Pögi, wie war das letzte Jahr für Dich? Hattest ja etwas Pech oder? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?
Das letzte Jahr war bei mir durchwachsen. Zuerst ist die Saison ganz gut angelaufen und wir haben richtig rein gehauen. Doch dann der Tag des Schreckens. Innsbruck Weltcup: Pilot Matthias Höpfner reißt im zweiten Lauf die Achillessehne. Den Rest der Saison habe ich dann im Team Angerer ausgeholfen.
Diesen Sommer habe ich natürlich, immer mit den Gedanken auf Vancouver, fleißig trainiert. Der Sommer lief bis jetzt ganz gut. Die letzte Woche waren wir zu ersten Tests in Winterberg. Dann am Ende der Woche die Horrornachricht! Höpfner beendet die Saison wegen einer Entzündung, die sofort operiert werden muss.
Nun bin ich wieder mal zu Hause und für Olympia sieht es erst mal sehr schlecht aus. Aber ich gebe weiter gas und hoffe die 5 Ringe noch erleben zu dürfen.
Ohh man, das hört sich nicht all zu gut an. Da du aber einer der Besten bist, du schaffst das!. Wann hast Du das erste mal Olympische Spiele bewusst wahrgenommen? Gibt es für Dich Helden oder Vorbilder?
Das war Barcelona 1992. Aber meinen Helden bzw. Vorbild habe ich 4 Jahre später, 1996 Atlanta, gefunden. Das war Frank Busemann. Damals war ich nämlich noch Zehnkämpfer.
Auch für einen Bobanschieber sollten die Spiele etwas Besonderes sein. Bist Du bereits im Bann der Olympioniken?
Auf jeden Fall. Ich denke für jeden von uns ist es das Größte dabei zu sein. Der Austragungsort ist auch was ganz besonderes.
Was musst du machen um in Vancouver am Start der Röhre zu stehen? Gibt es Kriterien?
Eine Norm gibt es leider nicht. Es werden immer die Piloten bestimmt vom Verband. Jeder Pilot hat seine Anschieber und somit „darf“ er bestimmen, wer auf seinem Schlitten sitzen darf. Da kannst du dir ja vorstellen, dass nicht immer die Besten dabei sind. Da sich mein Pilot bereits verletzungsbedingt abgemeldet hat, kannst du dir ja vorstellen, wir schwer es wird noch irgendwo einen Platz zu finden. Aber ich gebe erst auf, wenn die Nominierung durch ist…
Die Hoffnung stirbt zuletzt! Moral hast du ja und Körperlich hast du es sicher drauf! Merkst du schon, dass es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?
Olympia ist bei uns überall. Alles bereitet sich mit einer Akribie vor, dass man es quasi täglich spürt das Olympia vor der Tür steht.
Es ist nunmal ein besonderes Jahr 2010. Würdest Du sagen, dass Du Dich aufgrund deines Sports unterordnest und folglich einiges in Kauf dabei nimmst?
Ich trainiere genauso doll/hart wie jedes Jahr. Nur versuche ich vielleicht doch noch etwas mehr Gas zu geben als sonst und doch noch etwas mehr aus mir raus zu holen. Versuche noch etwas bewusster zu leben…
Über Ziele zu sprechen ist immer schwer, aber was erhoffst Du Dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?
Dabei zu sein! Denn der olympische Gedanke zählt. Wenn man erst mal dabei ist, gibt man eh das Beste und schaut was rauskommt. Bei den Bobbies ist ja bekannt, dass wenn sie dabei sind, auch was gutes rauskommt.
Dann gehen wir mal vom besten aus! Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt anschauen?
Na Eisschnelllauf! Hoffe doch meine Freundin Monique ist auch dabei. Ansonsten natürlich so viel wie möglich von den anderen Events.
Pögi, ich weis wie hart du Trainierst – das wird was und die anderen Piloten werden nicht um dich drum rum kommen! Daumen Drücken! Nun zur Kurzfragerunde.
1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?
Immer
2. Sind das Deine ersten Spiele?
ja
3. Hast du Erwartungsdruck?
Ja, es dort hin zu schaffen
4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?
nein
5. Kannst Du von Deinem Sport leben?
Nein, auf keinen Fall! Doch Bundeswehr sei Dank
6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?
Weiß ich noch nicht. So wie es jetzt steht – Nein
7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.
Ich berichtete vor einiger Zeit von der Wahl des Logo´s zur Olympiabewerbung Münchens für die Olympiade 2018. Die Wahl ist nun entschieden und das Ergebnis wurde gestern in München Präsentiert.
Ich finde die Entscheidung ganz okay, meine Wahl war auch das Motiv mit dem geschwungenen M. Wollen wir hoffen das es bei der Bewerbung weiterhin so gut läuft und es am Ende gut aus geht.
cya
Hugo
Der Startschuss ist gefallen; München 2018 stellt Logo für Bewerbung um Olympische Winterspiele vor
50.000 Personen stimmten im Internet ab
Aktuelles | 16. Oktober 2009
Pünktlich zum offiziellen Start der Bewerbungsphase um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 präsentiert sich Münchens Bewerbung mit neuem Gesicht: Das Logo wurde in einer bundesweiten Online-Abstimmung ausgewählt, an der knapp 50.000 Personen teilnahmen. Bei der Auftaktveranstaltung am 16. Oktober präsentierte die Bewerbungsgesellschaft unter anderem einen Mini E (Elektro-Mini) sowie einen Bob im neuen Logo-Design.
„Die Bevölkerung hat entschieden: Das Logo zeigt ein stilisiertes M, das an bayerische Bergsilhouetten und die Zeltdächer im Münchner Olympiapark denken lässt. Wir freuen uns, dass so Viele an der Internet-Abstimmung über das Logo teilgenommen haben. Das ist ein gutes Signal für die Unterstützung durch die Bevölkerung. Diese positive Stimmung wollen wir in den nächsten Monaten weitertragen, in alle Bundesländer, in die Städte und Gemeinden. Allein der Bewerbungsprozess wird der interessierten Welt die Qualitäten Münchens und des bayerischen Alpenraums vor Augen führen und in Deutschland Impulse in Sport und Gesellschaft setzen”, so die Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft, Richard Adam und Bernhard Schwank.