Archive for Team

Spielbericht DESG Männer vs. OSC Eisladies

// März 20th, 2010 // No Comments » // Allgemein, Team, Wettkampf

Die dritte Auflage war spielerisch die wertvollste. In einem Spiel, in dem zwei fast gleichstarke Mannschaften aufeinander trafen :-) , spiegelt das Endergebnis von 4:1 nicht das wahre Kräfteverhältnis wider… Nach 2 Trainingseinheiten der Männer an denVortagen, dem Dazustoßen der starken Bayernreihe und der Unterstützung von Erfolgstrainer Werner Unterdörfel wurde auf einem hohem Niveau Hockey gespielt.

In einem gut besuchten Spiel , 140 Fans saßen auf Rängen, wurde um jeden Puck gekämpft und die Hockeyneulinge der Eisschnelllaufmänner konnten das Spiel lange offen halten. Die OSC Eisladies versenkten nach 10 Minuten ihren Führungstreffer, durch Nachsetzten der Männer gelang Nico Dorsch im Gegenzug der Ausgleich für die DESG Mannschaft. In einem offenen Schlagabtausch konnten die Mädels die Unerfahrenheit und einige Stellungsfehler der Eisflitzer ausnutzen. Nach einem abgefangenen Schuss versenkten sie einen Abstauber im Tor: 2:1.

Nach einer Taktikschulung von Trainer Unterdörfel in der Drittelpause standen die Männer deutlich besser, konnten aber einen weiteren Treffer der Frauen nicht verhindern. Trotz einer Strafzeit gegen die Männer und der daraus folgenden Unterzahl konnten die kämpfenden Jungs einige Chancen der Frauen vereiteln und hatten aufgrund eines Fouls der Frauen mit einem Penaltie durch Mathias Schwirz die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Der ehemalige U16-Auswahlspieler Baden-Württembergs scheiterte aber an der groß auftrumpfenden Torfrau der OSC´ler und vergab die Chance. Trotz der körperlichen Überlegenheit und einem größeren Spielanteil konnten die Männer einen weiteren Gegentreffer nicht verhindern: Endstand 4:1.

Fazit des Spiels, wieder unendlich viel Spaß für beide Mannschaften, viel zu lachen für die Zuschauer auf der gut gefüllten Tribüne und das Versprechen eines weiteren Re-Matches im nächsten Jahr.
Eishockey
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Eishockey
Eishockey

Eishockey

Die tollen Bilder sind von Ramona Schröter -> monapics.de

Ramona Schröter

monapics.de/j/home.html

sportFREI Party + OSC Frauen vs. Eisschnelllauf Männer Eishockeyspiel 19.03.2010

// März 11th, 2010 // No Comments » // Allgemein, Team

sportFREI Party

In der 3. Auflage des damit schon als Klassiker zu bezeichnenden Kampfes der Eishockey-Frauen gegen die Eisschnelllauf-Männer kommt es am Freitag, den 19.03.2010, im Wellblechpalast zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden Erfolgsmannschaften. Rein geht´s ab 19:30 Uhr, der Puck fliegt ab 20:00 Uhr
Zu diesem Eishockey-Spiel voller spielerischer Höhepunkte ist jeder zum Zuschauen und Spaß-haben eingeladen.

*****EINTRITT FREI******

Im Anschluss an den Geschlechterkampf kommt es zur Geschlechtervereinigung!

Um 22:00 Uhr öffnet die SPREEBAR ihre Pforten: Dort können, ach was sag ich, müssen alle Mann die vergangene Winter- und die kommende Sommersaison feiern. Kommen kann jeder, allein oder mit Freunden im Gepäck.

Bis 24:00 Uhr gibt es für schmales Geld eine kleine BBQ-Theke, um den langen Abend nicht mit knurrendem Magen beenden zu müssen – schließlich wird‘s ne noch längere Nacht!

3 DJs werden Euch einheizen und zum Zappeln bringen. Rein kommt ihr kostenlos: Voraussetzung dafür: Ihr wart beim Eishockey-Spiel des Jahres. Für alle anderen: 5,- € sind ja wohl immer noch ein Schnäppchen! Bringt gute Laune und Kondition mit… Der Abend wird kein Ende haben!

Mehr Info´s gibt es bei Facebook und StudiVZ

cya
Hugo

Robert, Nico und Samuel zeigen fast alles…

// Februar 5th, 2010 // No Comments » // Olympia, Team

Auf desgphoto.com hat Lars Hagen noch vor der Olympiade in Vancouver Robert Lehmann, Nico Ihle und Samuel Schwarz ins Fotostudio locken können. Dort zeigten sie sich gut gelaunt und durch aus freizügig. Schaut selber…

cya
Hugo

Lars Hagen

Lars Hagen

Lars Hagen

Lars Hagen

Lars Hagen

Olympiastarter gefragt – Isabell Ost

// Februar 5th, 2010 // No Comments » // Olympia, Team

Nach meinem persönlichen Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blogs einzustimmen.

Nun die letzte Olympiateilnehmerin die ich um Vorfeld der Spiel befragen durfte. Isabell Ost ist das Kücken im Deutschen Team und hat sich durch starke Mannschaftsläufe sich für das Team empfohlen.

Viel Spaß und ich warte ja immer noch auf Kommentare ;-)
cya
Hugo

Hallo Isi, du hattest letztes Jahr dein Welt Cup und Mehrkampf WM Debüt gegeben, bist du da mit dem Ziel nach Vancouver zu fahren in die Saison gestartet?

Im Sommer habe ich mich mit meinem Trainer Herrn Schubert unterhalten, das Mattschi sich für Olympia vorbereiten wird und ich eigentlich keine Chance (auf Grund der Anzahl der Plätze) haben werde mich zu qualifizieren. Mein Ziel sollte es sein, sich ins Welt Cup Team zu laufen und neue Bestzeiten auf meinen Strecken zu setzte. Die Olympischen Spiele waren von uns aus schon sehr unrealistisch.

Wie liefen dann die ersten Welt Cups?

Die Testwettkämpfe und die Deutsche Einzelstreckenmeisterschaft gingen Einigermasen. Der erste Welt Cup in Berlin ging total in die Hose und ich war unzufrieden und Herr Schubert deutet schon an, dass ich wohl nicht nach Übersee genommen werde. Bei der zweiten Welt Cup Station in Heerenveen lief es dann aber auf einmal Super und ich wurde im Teamlauf eingesetzt. Da sind wir dann überraschend vierter geworden und das war meine Eintrittskarte für Calgary. In Canada wahren die Umstände auch wieder so, dass ich im Teamlauf gestartet bin und dort haben wir dann noch Überraschender den dritten Platz belegt. Dies war dann meine Ticket nach Vancouver da ich mich als Mannschaftsläufer angeboten hatte.

Warst du dir da schon sicher?

Nein, gar nicht. Frauen Cheftrainer Markus Eicher hat mit mir in Salt Lake City darüber gesprochen, dass er mich beim DOSB für die Spiele vorschlagen wird. Er schätzte sie Situation aber so ein das ich nicht gleich bei der ersten Normierungsrunde aufgestellt werden würde und ich bis zum Schluss warten müsste. Ich war ja so was wie ein Wackelkandidat, hatte keine Einzelnorm und sollte nur für das Team mitgenommen werden. Mir war klar, dass es nichts wird. Ich hatte alles was ich mir für das Jahr vorgenommen hatte schon längst erfüllt. Bestzeiten laufen und in Calgary und Salt-Lake am Start stehen und dazu noch die erste Welt Cup Medaille, was schon richtig toll war.
Isabel Ost

Und dann?

Ja mir war klar das für mich eigentlich nur noch die EM im Mehrkampf in Frage kommt.

Wie waren die Mannschaftläufe für dich, ist ja immer ein großer Druck oder?

Oh ja. In Heerenveen war ich super aufgeregt und nervös. Das erste Mal bei so einer wichtigen Strecke in der Halle. Ich war froh und zugleich überrascht das es so gut lief und bin Dankbar das mich Stefanie auf den letzten Metern ins Ziel geschoben hat. Umso mehr war ich, und alle anderen auch, dass wir 4ter geworden sind. In dieser Besetzung!
Calgary war super schnell. Auf der Zielgeraden hat mir Mattschi einen letzten Schubser gegeben und ich bin gestürzt und ins Ziel gerutscht. Ich dachte jetzt ist alles vorbei. Es hängt ja so viel Verantwortung dran. Das wir dann doch dritter geworden sind und ich zur Siegerehrung durfte war der absolute Wahnsinn! Da hatte sich alles Erfüllt was ich mir je ausgemalt hatte.
In Salt Lake bin ich dann nicht eingesetzt worden was aber von der Aufregung her schlimmer war als selber zu starten. Es war furchtbar. Ich bin jede Runde total mitgegangen und habe geschaut.

Wie war die Situation mit Claudia für dich. Du konntest bis zuletzt nicht sicher sein ob du nicht doch noch Platz für sie machen musst.

Die Tatsache ist einfach das sie Stärker ist als ich. Sie würde im Teamlauf eine bessere Leistung zeigen können, das ist Fakt. Wenn es so weit gekommen wäre, hätte ich meinen Platz geräumt. Klar wollte und will ich zu Olympia aber es war nie schon jetzt mein Ziel. Mir ist klar, dass ich noch super Jung bin und Sochi 2014 realistisch ist. Ich bin eigentlich jetzt noch nicht so weit und kann noch viel schneller, das ich jetzt schon fahre ist einfach unglaublich, einfach schön.

Jetzt war klar das du Nominiert bist. Wann hast du Realisiert das du dabei bist?

An dem Tag als ich es erfahren hatte war ich gerade bei der Weihnachtsfeier bei meinem Arbeitgeber der Bundeswehr. Ich hatte mein Handy vergessen und Markus hat schon lange versucht mich zu erreichen. Die Jungs die mit wahren kamen dann auf mich zu und gratulierten mir, sie hatten schon was durch den Buschfunk gehört. Ich winkte noch ab und sage jaja. Als ich dann nach Hause gefahren bin hat mich Markus endlich erreicht und mir um 10 Uhr Nachts gesagt, dass ich mit nach Vancouver fahre und mit im Team bin. Er war selber total überrascht und ich total fertig. Ganz realisieret hatte ich das dann aber noch nicht. Mit Claudia lag so viel in der Luft und ich bin eher davon ausgegangen das ich nicht fahre. Viele haben mich drauf angesprochen, Freunde, im OSP und andere Sportler aber ich sagte immer ruhig bleiben. Erst zur Einkleidung, das auch noch am Pressetag des DOSB konnte ich es endlich glauben und da ging es richtig los. So richtig glauben was da gerade passiert, werde ich sicher erst wenn wir rüber fliegen und ins Dorf ziehen. Wenn ich dann mit Mattschi im Zimmer stehen dann bin ich mir wohl ganz bewusst, dass ich bei Olympia starte.

Ja, es ist nun mal eine ganz besondere Veranstaltung und nicht alltäglich! Was erwartest du von deinen ersten Spielen?

isabel Ost
Ich hoffe, dass ich viele Menschen und andere Sportler kennen lerne. Ich will die Atmosphäre spüren und merken das Olympia seine eigenen Gesetze hat, das es eben etwas besonderes ist und es was bewirkt und ich euphorisch am Start stehe und Stolz bin. Mein eigentliches Ziel ist aber Sochi und das bleibt auch so und hier will ich Erfahrungen sammeln. Klar werde ich im Team alles geben und die Welt Cups hatten gezeigt was möglich ist auch wenn die anderen Teams sicher auch noch ne Schippe auflegen werden. Das können wir aber auch!

Wann hast du das erste Mal Olympia mitbekommen?

Erstes Mal Eiskunstlaufen Stefan Lindemann, vor 4 Jahren in Turin. Andere Spiele habe ich zwar wahrgenommen aber das erste Mal in Turin so richtig.

Warum gerade Stefan?

Durch meinen Bruder, er und auch ich waren selber früher Eiskunstläufer und Stefan für uns beide immer ein Vorbild und der beste Läufer und vor allem bester Springer. Das fand ich toll und unsere Familie hat halt immer Eiskunstlaufen geschaut. Eisschnelllaufen war noch nicht so im Mittelpunkt und die “Großen” mit denen ich jetzt nach Vancouver fahre kannte ich bis letztens Winter noch gar nicht. Ich bin mit Patrick Beckert auch die Jüngste.

Bekommst du Besuch bei den Games?

Leider nein. Natürlich haben meine Eltern und Freunde nix geplant gehabt, damit hatte keine gerechnet. Sie drücken aber zuhause die Daumen.

Auch an dich die Frage, wirst du zur Eröffnungsfeier gehen?

Auf jeden Fall! In diesem Jahr will ich so viel wie möglich von dem Olympic Spirit mit nehmen und dazu gehört nun mal ganz besonders die Eröffnungsfeier! Ich freu mich riesig drauf mit der Mannschaft ein zu laufen! Yippie, ich fahre nach Vancouver!

Isi, ich wünsche dir Spaß und natürlich aber auch Erfolg. Genieße deine ersten Olympischen Spiele und sauge alles auf!

Olympiastarter gefragt – Marco Weber

// Februar 1st, 2010 // No Comments » // Olympia, Team

Nach meinem persönlichen Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blogs einzustimmen.

Der Langstreckler im Deutsche Team schlecht hin. Die langen Kanten über 5 und 10 km sind seine Stärke und auch da hat er in den letzten Jahren immer wieder mit Top Leistungen überzeugt. Auch Marco Weber habe ich nach Robert und Katrin zu Olympia befragt. Viel Spaß

Hugo

Hallo Marco, bist Du dieses Jahr in die Saison zu gestartet um dich für die Spiele zu Qualifizieren, oder um bei den Spielen gut abzuschneiden, nach 2 verpassten Chancen 2002 und 2006?

Mein Weg fing 2004 mit dem Wechsel zu Jan Coopmans an um mich auf die Spiele 2010 vorzubereiten. Ein langfristiger Aufbau war notwendig, die Ergebnisse kamen schneller als gedacht, aber das Ziel war 2010. Dieses Jahr war der Fokus nicht die Normerfüllung sondern der Wettkampf bei den Spielen. Die 10 000m zur Qualifikation in Hammer waren wichtig da sie nur einmal gelaufen wurden, aber 95% haben da auch gereicht. Die Form um es zu schaffen war da.
Unser Ziel war es, bei den World Cups in Europa alles fest zu machen und zweimal unter die ersten 16 zu laufen. In Übersee ist immer vieles unvorhersehbar, das wollten wir vermeiden. Der Formaufbau war aber nicht speziell darauf ausgelegt.

Wie war es dann die Ergebnisse zu erreichen, nach zwei verpatzen Olympiaden, warst du erleichtert?

Ich war erst nach der ersten Nominierungsrunde sicher, am 17.12. Das habe ich aus den letzen Jahren gelernt.

Marco Weber

Ist da dann Olympia näher gekommen?

Nein, das war erst am 14.01 der Fall, bei der Einkleidung in Erdingen. Ab da ist bei mir Olympisches Feeling aufgekommen, ab da war es greifbar. Es hat das erste Mal gekribbelt.

Was denkst du wird bei Olympia anders sein, im Vergleich zu anderen Wettkämpfen?

Es wird viel mehr Aufmerksamkeit auf diesen einen Tag liegen. Alle haben sich auf diesen einen Tag vorbereitet, alle wollen es und müssen ihre Nerven im Zaun halten, wer es kann wird seine Leistung abrufen können.

Wirst du es?

Werden wir sehen.

Was hast du dafür getan?

Ich habe mir lange die Wettkämpfe von 2006 angeschaut, man kann nur versuchen die Gewissheit zu haben gut vorbereitet zu sein und sein Bestes geben.

Wann hast du das erste mal Olympische Spiele wahrgenommen?

Das erste Mal habe ich die Spiele 1994 mit Johann Olav Koss in Hamar wahrgenommen, das war einprägsam.

Warum gerade das?

Weil er so dominiert hat, in seinem roten Laufanzug, in Zeiten die heute noch für vordere Platzierungen reichen würden und das alles in der eigenen Halle und bei der besonderen Atmosphäre.

Wann ist dein Olympia gekommen, ab wann wolltest du auch dabei sein?

Das war erst 1998 in Nagano mit Frank Dittrich, den kannte ich persönlich und das war das erste Mal das ich es so richtig wahrgenommen habe und mir das auch als Ziel vorstellten konnte.

Was werden die Spiele für dich? Nur Focus auf den Wettbewerb?

Konzentration auf den Wettkampf schon, aber mein Trainer sagte ich sollte die Spiele auch genießen und es als Belohnung für die jahrelange Arbeit sehen.

10 Tage Pause zwischen Deinen Rennen, was möchtest Du dazwischen sehen?

Ich will unbedingt einmal nach Whistler, und einmal eine Biathlon Entscheidung sehen.

Die 5000m gleich am ersten Tag, Eröffnungsfeier mit dir?

Definitiv, nein.

Schade?

Der Wettkampf ist wichtiger, ich freue mich mehr auf die Abschlussveranstaltung.

Bekommst du Unterstützung vor Ort?

Leider nur zu den 10 000m da es für die 5km keine Karten mehr gab. Meine Familie wird da sein.

Marco, ich danke dir und viel Erfolg, dass sich die Jahre harter Arbeit gelohnt haben!

Olympiastarter gefragt – Katrin Mattscherodt

// Januar 29th, 2010 // 1 Comment » // Olympia, Team

Nach meinem persönlichem Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar Deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blog´s einzustimmen.

Nach Robert Lehmann nun die Langstreckenspezialistin Katrin Mattscherodt. Für die Berlinerin werden es die ersten Spiele sein und nach dem Dopingurteil gegen Claudia Pechstein hat sie ihre große Chance genutzt und sich mit guten Leistungen ins Team Vancouver gelaufen.

Hallo Katrin,

Wann hast du Olympia das erste Mal wahrgenommen?

Das erste Mal 1988 aus Calgary und dort Bobfahren mit noch 2 deutschen Mannschaften. Für die Spiele in Nagano 98 bin ich das das erste Mal extra aufgestanden und ich habe Eislaufen auf Video aufgenommen. Die Zweikämpfe Gunda gegen Claudia habe ich mit Spannung verfolgt. Die Videos sind noch im Keller, hat noch jemand ein Abspielgerät?

Und ab wann hast du an Vancouver gedacht? Schon vor 4 Jahren?

Eigentlich nicht. Die letzten Jahre war es mein Ziel Nummer 4 im Langstreckenbereich zu werden. Da nur 3 bei Olympia an den Start gehen, war es kein realistisches Ziel für mich. Für dieses Jahr wollte ich nach Verletzungen im Vorjahr wieder an mein altes Leistungsvermögen anknüpfen. Die ersten beiden World Cups liefen nicht so zufriedenstellend und da habe ich die Teilnahme an den Spielen für mich abgehakt und aus meinem Kopf geschmissen.
mattschi

Und dann kam der Langstrecken World Cup in Hamar, 5000m.

Genau, der erste World Cup ohne selbstauferlegten Druck und es lief gleich super. Das Problem war das der Platz, den ich erlaufen habe ein Nationen-Platz ist und nicht personengebunden. Ich hatte das Gefühl, dass sich mehr für Claudia gefreut wurde als für mich.

Wie war es für dich, als Claudia mit dem Eilantrag in Salt Lake City am Start war?

Ich wusste, dass ich dort unbedingt schneller sein musste als sie, was ich bis dahin noch nie war. Gestartet ist sie im 3000m- Lauf vor mir und als ich ihre Endzeit gesehen habe, wusste ich, dass ich sie an diesem Tag schlagen kann. Danach war ich mir sicher, dass ich in Vancouver starte.

Nach der Quali, merkst du, dass es zu den Olympischen Spielen geht?

Man merkt, dass sich (Presse-) Termine häufen. Sonst habe ich es noch nicht realisiert, dass so etwas Großes ansteht.

Nicht aufgeregt?

Es ist schon alles sehr spannend, aber die Nervosität wird erst vor Ort kommen.

Du wirst 3000m, 5000m und wahrscheinlich Team laufen. Ich gehe davon aus, dass du dich gut dafür vorbereitet hast. Worauf freust du dich noch während der Spiele?

Auf das große Drumherum, die anderen Sportler, die zahlreichen freiwilligen Helfer und die Fans. Leider bin ich die ganzen 3 Wochen im Einsatz, sodass ich nur ein oder zwei andere Sportarten anschauen kann.

Für mich waren die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung ein Höhepunkt der Winterspiele in Turin 2006. Wirst du in Vancouver ins Stadion einlaufen?

Abschluss mit Sicherheit, Eröffnungsfeier bin ich mir noch nicht sicher, 2 Tage später sind die 3000m.

Dann wünsche ich dir viel Erfolg und dass du es geniessen kannst. Danke Katrin

Sprint WM Obihiro/Japan – Die ersten Eindrücke

// Januar 14th, 2010 // No Comments » // Team, Training, Wettkampf

Sprint WM Obhiro/Japan – Die ersten Eindrücke
Nach der Sinnfrage der Ziele, dem Finden dieser, dem Vorbereiten auf jeniger, melde ich mich nun aus der Japanischen Kleinstadt Obihiro. In dem 280 000 Einwohner großen und auf der Insel Hokkaido gelegenen Eislaufmekka der Japaner werde ich mit gediegenen 30 Jahren an meiner ersten Sprint WM im Mehrkampf teilnehmen. Nach einem Skate-off in Berlin habe ich mich nach je einem Lauf über 500m und 1000m gegen die deutsche Sprintkonkurrenz durchgesetzt und das letzte noch freie Ticket erlaufen.
Samstag, am späten Abend, habe ich das Flugticket und den Reiseplan per Mail erhalten und war nun sicher im WM Team. Bereits am Montag sollte es los gehen – ein 25 Stunden Trip stand uns bevor und 26 sollten draus werden.
Wegen dem hohen Schneeaufkommen und einer Miss Daisy hatten wir großen Bammel überhaupt aus Berlin weg zu kommen. Nach einigen Diskussionen haben wir dann doch noch rechtzeitig Berlin verlassen und in Frankfurt  unseren Überseeflieger bestiegen. Wartezeiten erlebten wir beide Male, denn immer musste enteist werden. Bei einem 11 Stunden Flug noch 50 min mehr zu sitzen macht es nicht gerade einfacher. Unser Glück war, dass der Airbus nicht ausgebucht war und wir auf Nachfrage jeder genug Platz bekommen haben. Ich für meinen Teil konnte mich auf vier Sitzen ausbreiten und bin relativ entspannt in Osaka gelandet. Von dort aus ging es noch mal weiter – nächste Station Sapporo. In der Olympiastadt von 1972 starteten wir zum letzten Teil unserer Reise. Mit dem Reisebus ging es 3 1/2 Stunden durch die Berge von Hokkaidō, der südlichsten Insel von Japan. Erschöpft aber dennoch guter Laune erreichte unsere kleine Reisetruppe das Hotel und bezog die Zimmer. Ein gemeinsames Abendessen und ein kleiner Stadtspaziergang beendete den sehr langen Tag.
In der neuen Eishalle von Obihiro betraten alle Neuland. Als Junioren bestreiten Samuel und Moniere hier zwar schon einen Länderkampf, diesen aber noch auf der alten Freiluftbahn. An gleicher Stelle wurde letztes Jahr der neue Meiji Hokkaido Tokachi Oval erbaut. Die Sprint WM wird der erste große Internationale Vergleich sein und somit bemhühen sich hier alle. Wie immer in Japan.
Die ersten Eindrücke der Halle stimmen alle positiv. Die Halle, die als reine Trainingshalle zu sehen ist, hat nur eine kleine Tribüne an der Zielgeraden und ist sonst kein großer Prunkbau wie zuletzt in China und Russland. Angenehm ist, dass in der Innenfläche keine Eisbahn verbaut ist, man somit genug Platz für ein Erwärmungsprogramm hat. Sauber und neu schaut sowieso alles aus, auch wie immer und alles in Japan. Das Eis war bei unseren beiden Trainingseinheiten sehr hart. Die Sprinter scherzten schon, dass es für mich als Mittelstreckler ja optimale Bedingungen seien und im Vorteil bin. Hey, ich bin bei einer Sprint WM und da will ich mich auch mal wie einer fühlen! :)
Morgen startet dann der Count Down. Mit einer Wettkampfvorbereitung leiten wir die Wettkampfphase ein und am Samstag werden wir dann an den Start gebeten. Mit Sicherheit bin ich der Teilnehmer mit den wenigsten 500m Läufen. Die beiden am Samstag und Sonntag werden 500m Lauf Nr. 4 und 5 sein.
Bis dahin und Sajonara,
cya
Hugo

Nach der Sinnfrage der Ziele, dem Finden dieser, dem Vorbereiten auf jeniger, melde ich mich nun aus der Japanischen Kleinstadt Obihiro. In dem 170 000 Einwohner großen und auf der Insel Hokkaido gelegenen Eislaufmekka der Japaner werde ich mit gediegenen 30 Jahren an meiner ersten Sprint WM im Mehrkampf teilnehmen. Nach einem Skate-off in Berlin habe ich mich nach je einem Lauf über 500m und 1000m gegen die deutsche Sprintkonkurrenz durchgesetzt und das letzte noch freie Ticket erlaufen.

Obhiro

Samstag, am späten Abend, habe ich das Flugticket und den Reiseplan per Mail erhalten und war nun sicher im WM Team. Bereits am Montag sollte es los gehen – ein 25 Stunden Trip stand uns bevor und 26 sollten draus werden.

Wegen dem hohen Schneeaufkommen und einer Miss Daisy hatten wir großen Bammel überhaupt aus Berlin weg zu kommen. Nach einigen Diskussionen haben wir dann doch noch rechtzeitig Berlin verlassen und in Frankfurt  unseren Überseeflieger bestiegen. Wartezeiten erlebten wir beide Male, denn immer musste enteist werden. Bei einem 11 Stunden Flug noch 50 min mehr zu sitzen macht es nicht gerade einfacher. Unser Glück war, dass der Airbus nicht ausgebucht war und wir auf Nachfrage jeder genug Platz bekommen haben. Ich für meinen Teil konnte mich auf vier Sitzen ausbreiten und bin relativ entspannt in Osaka gelandet. Von dort aus ging es noch mal weiter – nächste Station Sapporo. In der Olympiastadt von 1972 starteten wir zum letzten Teil unserer Reise. Mit dem Reisebus ging es 3 1/2 Stunden durch die Berge von Hokkaidō, der nördlichsten Insel von Japan. Erschöpft aber dennoch guter Laune erreichte unsere kleine Reisetruppe das Hotel und bezog die Zimmer. Ein gemeinsames Abendessen und ein kleiner Stadtspaziergang beendete den sehr langen Tag.

In der neuen Eishalle von Obihiro betraten alle Neuland. Als Junioren bestreiten Samuel und Monique hier zwar schon einen Länderkampf, diesen aber noch auf der alten Freiluftbahn. An gleicher Stelle wurde letztes Jahr der neue Meiji Hokkaido Tokachi Oval erbaut. Die Sprint WM wird der erste große Internationale Vergleich sein und somit bemhühen sich hier alle. Wie immer in Japan.

Die ersten Eindrücke der Halle stimmen alle positiv. Die Halle, die als reine Trainingshalle zu sehen ist, hat nur eine kleine Tribüne an der Zielgeraden und ist sonst kein großer Prunkbau wie zuletzt in China und Russland. Angenehm ist, dass in der Innenfläche keine Eisbahn verbaut ist, man somit genug Platz für ein Erwärmungsprogramm hat. Sauber und neu schaut sowieso alles aus, auch wie immer und alles in Japan. Das Eis war bei unseren beiden Trainingseinheiten sehr hart. Die Sprinter scherzten schon, dass es für mich als Mittelstreckler ja optimale Bedingungen seien und im Vorteil bin. Hey, ich bin bei einer Sprint WM und da will ich mich auch mal wie einer fühlen! :)

Obhiro

Obhiro

Obhiro

Obhiro

Morgen startet dann der Count Down. Mit einer Wettkampfvorbereitung leiten wir die Wettkampfphase ein und am Samstag werden wir dann an den Start gebeten. Mit Sicherheit bin ich der Teilnehmer mit den wenigsten 500m Läufen. Die beiden am Samstag und Sonntag werden 500m Lauf Nr. 4 und 5 sein.

Bis dahin und Sajonara,
cya
Hugo

Obhiro

Das WM Team in Obihiro:
Marcus Eicher, Klaus Ebert, Samuel Schwarz, Nico Ihle, Jenny Wolf, Monique Angermüller, Hugo Dallmann, Heike Hartmann, Thomas Schubert, Judith Hesse, Paul Vordermeier

Skate off Sprint WM

// Januar 6th, 2010 // No Comments » // Team, Wettkampf

Am kommenden Samstag werde ich an einem Skate off für die Sprint WM in Obihiro teilnehmen. Deutschland hat in Japan drei Startplätze und einer ist noch frei. Bereits durch die Vorleistungen der World Cup´s haben sich Samuel Schwarz und Nico Ihle die ersten beiden Plätze gesichert. Mit um den Kampf des letzten Ticket werden alle Sprinter und ich treten. Gelaufen werden 500m und 1000m, der Punktbeste aus diesen zwei Strecken wird auf die Reise geschickt.

Meine Chancen

Wie ich bei diesem Wettbewerb abschneiden werde kann ich schlecht einschätzen. Gegen die reinen Sprinter, Denny Ihle, Matthias Schwierz und Patrick Wirth habe ich über 500m kaum eine Chance und muss mein Heil in einer Aufholjagd auf dem Kilometer suchen. Der schärfste Konkurrenz wird Frank Steiner sein, der beide Strecken gut beherrscht und Kandidat Nr.1 für einen Platz im WM Team ist. Mein Ziel ist es einen guten Wettkampf abzuliefern und meine Form, die immer noch gut ist, zu zeigen.

cya
Hugo

Salt Lake City – die ersten Tage

// Dezember 11th, 2009 // 1 Comment » // Team, Training

Abreise aus Calgary -Anreise Salt Lake City 07.12.09

Nach dem letzten Wettkampftag in Calgary, dem hektischen Verpacken des meistens Gepäcks in einen LKW, der nach Salt Lake City fuhr und einem gemütlichen Abend mit einigen Teammitgliedern wurde der Kanadaaufenthalt beendet. Der lange Reisetag nach Utah, mit Zwischenstop in Seattle, wurde ohne Probleme hinter sich gebracht und alle sind gesund und munter im Red Lion Hotel in SLC eingetroffen. Ein wenig Wehmut ist aber mitgefahren. Alle und auch ich weilen sehr gerne in der 88iger Olympiastadt und fühlen sich in der Umgebung der Uni von Calgary sehr wohl. Das neue in Hotel, in dem wir das erste Mal untergebracht waren, hat auch bleibende Eindrücke hinterlassen. Der Unterschied zu unser neuen Bleibe in SLC ist schon groß. Das Hotel ALMA war schon die Wucht. Ich vermisse das gute Früstück, das super eingerichtete Einzelzimmer und den schnellen W-Lan Anschluss. Jetzt fällt das alles einige Klassen tiefer aus…

Dienstag 08.12.09

Der erste Tag in der Höhe von SLC diente ganz der Anpassung an die neue Höhenlage und dem Anschnuppern der Eisqualität. Am Morgen setzte ich mich für eine Stunde auf die Radrolle und spulte ein Program von 6×5/5 ab, um den Körper nach der Reise wieder hoch zu fahren und noch ein wenig Ausdauer zu trainieren. Am Nachmittag sind wir alle aufs noch mal schnellere Eis gegangen und haben ein ruhiges Dauertraining abgespult. Ich bin hier oben wohl einer der Wenigen, der keine Probleme mit der Höhe hat und eigentlich nichts davon spürt. Hoffe, das kommt mir noch zu gute.

Die Verpflegung im Hotel ist eigentlich eine Frechheit, entspricht aber amerikanischen Verhältnissen. Zum Einen gibt es fast immer das Gleiche und zum Anderen ist die Auswahl nicht gerade berauschend. Dazu kommt der saftige Preis von 15$ für das Mittagessen und 25$ für das Abendmahl. Fast jeder geht über kurz oder lang in den umliegenden Restaurants einmal Essen, um eine ausgewogene Mahlzeit zu sich zu nehmen. In der Nacht hat es auch hier kräftig geschneit und dies leider auch im Zimmer. Von Wärmedämmung verstehen sie leider nicht viel. Am Morgen sind mein Zimmerkollege Nico und ich bei knackigen 13°C aufgewacht. Rund um unser Fenster lag ein 10cm Schneestreifen, was über die Qualität dieser einiges aussagt. Naja, wir haben nun notdürftig alles mit Handtüchern abgedichtet und die Klimaanlage läuft auf Vollgas…mal sehen, wie die nächsten Nächte werden.

Mittwoch 09.12.09

Weil es in SLC für das Männerteam nur um eine Sache geht – der Qualifikation mit der Team Pursiut Mannschaft für die Olympiade – ist das Training auch auf den Wettbewerb am Sonntag ausgerichtet. Dies bedeutete, dass heute ein Teamtraining absolviert wurde. Bart und die anderen verantwortlichen Trainer haben lange zusammen gesessen und eine vorläufige Mannschaft benannt, die am Wochenende die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Dies wurde so früh gemacht, um alle auf die Aufgabe einzustimmen und noch mehr gemeinsames Training zu bestimmen. Im Team stehen (bis jetzt) Robert, Stefan und Patrick. Langstreckler Tobi und ich sind Ersatz und halten uns bereit. Am Mittwoch fand dann ein Teamtraining statt, in dem nur die 3 Gesetzten aufs Eis mussten und 4x800m absolvierten. Ich war mit in der Halle und habe mit Bart die Wechsel der 3 analysiert und besprochen. Ich denke, wir sind gut eingestellt.

Ich selbst hatte einen Ruhetag, habe mich in der Halle ein wenig bewegt und war am Nachmittag ein wenig shoppen, um die Beine zu bewegen. Am Abend noch eine super Massage von Physio Andreas und dann war der Tag auch schon zu Ende.

Donnerstag 10.12.09

Laut Plan, der auf den Mannschaftslauf ausgelegt ist, laufe ich hier nur eine 1500m, um mich am Sonntag für alle Fälle bereit zu halten. Durch das Teamtraining, an dem ich nicht mit machen musste ( zu 4 oder 5 macht es keinen Sinn Wechsel zu üben), konnte ich hier in meinem “normalen” Wochenrhythmus bleiben. Also heute, einen Tag vor meinem Rennen , Wettkampfvorbelastung. Am Vormittag ging es zum Olympic Oval nach Kears, was immer mit einer 30-40 Minütigen Busfahrt verbunden ist. Dort angekommen, musste das ganze Team (und natürlich auch alle anderen) zur Blutkontrolle. Alles reine Routine und auch notwendig, wie ich finde.

Auf dem Eis habe ich dann mein Programm durchgezogen und bin auch eine schnelle Runde geflitzt. Mit 25.0, die auch noch entspannt und auf Sicherheit gelaufen war, bin ich zufrieden. Ich denke im Wettkampf kann ich ähnlich schnell laufen. Der Speed ist da! :-)

Der Nachmittag war dann recht easy – lange mit einigen anderen beim Essen gesessen und den späten Nachmittag im Starbucks um die Ecke verbracht. Da gibt es wenigstens schnelles Internet…womit unser Hotel nicht gerade glänzt.

Am Abend, Ortszeit gegen 19 Uhr, ist dann Auslosung und die Chancen stehen mal wieder groß, gegen einen Teamkamaraden zu laufen. Punktgleich mit Robert ,treffen wir bestimmt aufeinander…mal sehen. Ich melde mich dann noch mal, um vom Wettkampftag und dem Zeitplan zu berichten.

Bis dahin,
cya
Hugo

Wettkampfbericht 4. World Cup Calgary 1500m+1000m

// Dezember 10th, 2009 // 1 Comment » // Olympia, Team

1500m 04.12.09

Gut vorbereitet, mit einem guten Gefühl und vor allem mit der Zuversicht schnell laufen zu können, bin ich in mein entscheidendes 1500m Rennen gegangen. Die Woche über konnte ich mich gut auf das schnelle Eis einstellen und habe beim Test-WK am Samstag, und auch beim Teamtraining am Dienstag, überzeugen können und reichlich Selbstvertrauen getankt.

Unter der Woche habe ich mich mit unser Psychologin, Monika Liesenfeld, getroffen um die letzen Wettkampfwochen zu analysieren und mich auf die bevorstehenden Rennen einzustellen. Was wir vermeiden wollten war, dass ich zum einen die Startphase (Berlin und Heerenveen) eines Rennens verpasse und zum anderen aber auch zu aggressiv (Hamar) in ein 1500m Rennen gehe. Fix angehen und “easy” schnell laufen war das Ziel, und so wurde ich auch eingestellt,

Was soll ich sagen? Bestzeit mit 1.46.28s , wieder schnellster Deutscher – aber überzeugt? Kann ich zufrieden sein? War es das? Alles Fragen die ich mir nach dem Rennen gestellt habe und nur eine Antwort zu lassen. NEIN!

Wie war der Run auf dem schnellen Eis in Calgary? Aus geplanten 95-98% wurden 90%, aus guten Kurevneingängen und technischen Vorgaben wurden die schlechtesten seit langem und eine Leistungsgrenze wurde nicht erreicht. Die Runden von 24.1-26.1-27.1-28.8 waren so nicht schlecht und passen eigentlich, waren aber alle mit Handbremse gelaufen und zu langsam. Nach dem Rennen war ich nicht kaputt und erschöpft. Ich hätte nach 20 min noch mal laufen können und wäre wohl nicht viel langsamer gewesen. Mist! Warum habe ich zu viel weggelassen? Hatte ich nach Hamar Angst noch mal so sehr einzubrechen? Hatte ich nicht den Mut das Rennen von vorne zu gestallten? Ich wollte es aber! Ich war bereit ne schnelle Rund hinzulegen und zu hoffen, das ich hinten ankomme. Ich bin selber von mir sehr enttäuscht, dass ich nicht an ein halbwegs optimales Rennen ran komme und keine gute Leistung abliefern kann.


1000m 06.12.09

Nach dem Rennen über die Mittelstrecke am Freitag, hatte ich am Samstag einen Ruhetag und genug Zeit das Rennen zu verarbeiten und nach vorne zu schauen und mich auf die vor mir liegenden Aufgaben zu konzentrieren. Die Aufgaben liegen zu 100% beim Team und die damit verbundende Qualifikation für die Spiele. Von den Trainern wurde entschieden, dass nach Heerenveen nun die “Langstreckenfraktion” unseres Team an den Start gehen sollte. Das Bedeutet für mich, dass ich die Möglichkeit erhalten habe über 1000m zu starten.

Ich bin schon entspannter und relaxter in dieses Rennen gegangen als in eine 1500m. Da habe ich und mache mir auch viel mehr Druck als in dem langen Sprintrennen. Die 1000m sind mir eigentlich zu kurz und ich laufe sie auch sehr selten. Dieses Jahr erst das 3 mal und somit rechne ich mir auch nichts aus und bin deutlich lockerer.

Da ich keine “internationale” Zeit stehen hatte, bin ich schon im 3.Paar dran gewesen, zum Glück über die Innenbahn. Für mich, als schlechten Starter, ist die Innenbahn ein Großer Vorteil, da ich auf dieser besser beschleunigen kann als auf der langen Außenbahn.

Das Race beendete ich in neuer Bestzeit von 1.09.49 und bin somit das erste Mal unter der magischen 1.10 geblieben. Vorgenommen hatte ich mir, die Schmach von den 1500m weg zu machen und Vollgas zu geben. Das habe ich dann, für meine Verhältnisse auch gemacht. Mit meiner bis dato schnellsten Runde in einem Wettkampf von 25.5 habe ich meine persönlichen Vorgaben geschafft und war nach dem Rennen eigentlich zufrieden – und wieder auch nicht. Warum solch ein Race nicht am Freitag? wieder MIST! ;-)

cya
Hugo