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Salt Lake City – die ersten Tage

// Dezember 11th, 2009 // 1 Comment » // Team, Training

Abreise aus Calgary -Anreise Salt Lake City 07.12.09

Nach dem letzten Wettkampftag in Calgary, dem hektischen Verpacken des meistens Gepäcks in einen LKW, der nach Salt Lake City fuhr und einem gemütlichen Abend mit einigen Teammitgliedern wurde der Kanadaaufenthalt beendet. Der lange Reisetag nach Utah, mit Zwischenstop in Seattle, wurde ohne Probleme hinter sich gebracht und alle sind gesund und munter im Red Lion Hotel in SLC eingetroffen. Ein wenig Wehmut ist aber mitgefahren. Alle und auch ich weilen sehr gerne in der 88iger Olympiastadt und fühlen sich in der Umgebung der Uni von Calgary sehr wohl. Das neue in Hotel, in dem wir das erste Mal untergebracht waren, hat auch bleibende Eindrücke hinterlassen. Der Unterschied zu unser neuen Bleibe in SLC ist schon groß. Das Hotel ALMA war schon die Wucht. Ich vermisse das gute Früstück, das super eingerichtete Einzelzimmer und den schnellen W-Lan Anschluss. Jetzt fällt das alles einige Klassen tiefer aus…

Dienstag 08.12.09

Der erste Tag in der Höhe von SLC diente ganz der Anpassung an die neue Höhenlage und dem Anschnuppern der Eisqualität. Am Morgen setzte ich mich für eine Stunde auf die Radrolle und spulte ein Program von 6×5/5 ab, um den Körper nach der Reise wieder hoch zu fahren und noch ein wenig Ausdauer zu trainieren. Am Nachmittag sind wir alle aufs noch mal schnellere Eis gegangen und haben ein ruhiges Dauertraining abgespult. Ich bin hier oben wohl einer der Wenigen, der keine Probleme mit der Höhe hat und eigentlich nichts davon spürt. Hoffe, das kommt mir noch zu gute.

Die Verpflegung im Hotel ist eigentlich eine Frechheit, entspricht aber amerikanischen Verhältnissen. Zum Einen gibt es fast immer das Gleiche und zum Anderen ist die Auswahl nicht gerade berauschend. Dazu kommt der saftige Preis von 15$ für das Mittagessen und 25$ für das Abendmahl. Fast jeder geht über kurz oder lang in den umliegenden Restaurants einmal Essen, um eine ausgewogene Mahlzeit zu sich zu nehmen. In der Nacht hat es auch hier kräftig geschneit und dies leider auch im Zimmer. Von Wärmedämmung verstehen sie leider nicht viel. Am Morgen sind mein Zimmerkollege Nico und ich bei knackigen 13°C aufgewacht. Rund um unser Fenster lag ein 10cm Schneestreifen, was über die Qualität dieser einiges aussagt. Naja, wir haben nun notdürftig alles mit Handtüchern abgedichtet und die Klimaanlage läuft auf Vollgas…mal sehen, wie die nächsten Nächte werden.

Mittwoch 09.12.09

Weil es in SLC für das Männerteam nur um eine Sache geht – der Qualifikation mit der Team Pursiut Mannschaft für die Olympiade – ist das Training auch auf den Wettbewerb am Sonntag ausgerichtet. Dies bedeutete, dass heute ein Teamtraining absolviert wurde. Bart und die anderen verantwortlichen Trainer haben lange zusammen gesessen und eine vorläufige Mannschaft benannt, die am Wochenende die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Dies wurde so früh gemacht, um alle auf die Aufgabe einzustimmen und noch mehr gemeinsames Training zu bestimmen. Im Team stehen (bis jetzt) Robert, Stefan und Patrick. Langstreckler Tobi und ich sind Ersatz und halten uns bereit. Am Mittwoch fand dann ein Teamtraining statt, in dem nur die 3 Gesetzten aufs Eis mussten und 4x800m absolvierten. Ich war mit in der Halle und habe mit Bart die Wechsel der 3 analysiert und besprochen. Ich denke, wir sind gut eingestellt.

Ich selbst hatte einen Ruhetag, habe mich in der Halle ein wenig bewegt und war am Nachmittag ein wenig shoppen, um die Beine zu bewegen. Am Abend noch eine super Massage von Physio Andreas und dann war der Tag auch schon zu Ende.

Donnerstag 10.12.09

Laut Plan, der auf den Mannschaftslauf ausgelegt ist, laufe ich hier nur eine 1500m, um mich am Sonntag für alle Fälle bereit zu halten. Durch das Teamtraining, an dem ich nicht mit machen musste ( zu 4 oder 5 macht es keinen Sinn Wechsel zu üben), konnte ich hier in meinem “normalen” Wochenrhythmus bleiben. Also heute, einen Tag vor meinem Rennen , Wettkampfvorbelastung. Am Vormittag ging es zum Olympic Oval nach Kears, was immer mit einer 30-40 Minütigen Busfahrt verbunden ist. Dort angekommen, musste das ganze Team (und natürlich auch alle anderen) zur Blutkontrolle. Alles reine Routine und auch notwendig, wie ich finde.

Auf dem Eis habe ich dann mein Programm durchgezogen und bin auch eine schnelle Runde geflitzt. Mit 25.0, die auch noch entspannt und auf Sicherheit gelaufen war, bin ich zufrieden. Ich denke im Wettkampf kann ich ähnlich schnell laufen. Der Speed ist da! :-)

Der Nachmittag war dann recht easy – lange mit einigen anderen beim Essen gesessen und den späten Nachmittag im Starbucks um die Ecke verbracht. Da gibt es wenigstens schnelles Internet…womit unser Hotel nicht gerade glänzt.

Am Abend, Ortszeit gegen 19 Uhr, ist dann Auslosung und die Chancen stehen mal wieder groß, gegen einen Teamkamaraden zu laufen. Punktgleich mit Robert ,treffen wir bestimmt aufeinander…mal sehen. Ich melde mich dann noch mal, um vom Wettkampftag und dem Zeitplan zu berichten.

Bis dahin,
cya
Hugo

Wettkampfbericht 4. World Cup Calgary 1500m+1000m

// Dezember 10th, 2009 // 1 Comment » // Olympia, Team

1500m 04.12.09

Gut vorbereitet, mit einem guten Gefühl und vor allem mit der Zuversicht schnell laufen zu können, bin ich in mein entscheidendes 1500m Rennen gegangen. Die Woche über konnte ich mich gut auf das schnelle Eis einstellen und habe beim Test-WK am Samstag, und auch beim Teamtraining am Dienstag, überzeugen können und reichlich Selbstvertrauen getankt.

Unter der Woche habe ich mich mit unser Psychologin, Monika Liesenfeld, getroffen um die letzen Wettkampfwochen zu analysieren und mich auf die bevorstehenden Rennen einzustellen. Was wir vermeiden wollten war, dass ich zum einen die Startphase (Berlin und Heerenveen) eines Rennens verpasse und zum anderen aber auch zu aggressiv (Hamar) in ein 1500m Rennen gehe. Fix angehen und “easy” schnell laufen war das Ziel, und so wurde ich auch eingestellt,

Was soll ich sagen? Bestzeit mit 1.46.28s , wieder schnellster Deutscher – aber überzeugt? Kann ich zufrieden sein? War es das? Alles Fragen die ich mir nach dem Rennen gestellt habe und nur eine Antwort zu lassen. NEIN!

Wie war der Run auf dem schnellen Eis in Calgary? Aus geplanten 95-98% wurden 90%, aus guten Kurevneingängen und technischen Vorgaben wurden die schlechtesten seit langem und eine Leistungsgrenze wurde nicht erreicht. Die Runden von 24.1-26.1-27.1-28.8 waren so nicht schlecht und passen eigentlich, waren aber alle mit Handbremse gelaufen und zu langsam. Nach dem Rennen war ich nicht kaputt und erschöpft. Ich hätte nach 20 min noch mal laufen können und wäre wohl nicht viel langsamer gewesen. Mist! Warum habe ich zu viel weggelassen? Hatte ich nach Hamar Angst noch mal so sehr einzubrechen? Hatte ich nicht den Mut das Rennen von vorne zu gestallten? Ich wollte es aber! Ich war bereit ne schnelle Rund hinzulegen und zu hoffen, das ich hinten ankomme. Ich bin selber von mir sehr enttäuscht, dass ich nicht an ein halbwegs optimales Rennen ran komme und keine gute Leistung abliefern kann.


1000m 06.12.09

Nach dem Rennen über die Mittelstrecke am Freitag, hatte ich am Samstag einen Ruhetag und genug Zeit das Rennen zu verarbeiten und nach vorne zu schauen und mich auf die vor mir liegenden Aufgaben zu konzentrieren. Die Aufgaben liegen zu 100% beim Team und die damit verbundende Qualifikation für die Spiele. Von den Trainern wurde entschieden, dass nach Heerenveen nun die “Langstreckenfraktion” unseres Team an den Start gehen sollte. Das Bedeutet für mich, dass ich die Möglichkeit erhalten habe über 1000m zu starten.

Ich bin schon entspannter und relaxter in dieses Rennen gegangen als in eine 1500m. Da habe ich und mache mir auch viel mehr Druck als in dem langen Sprintrennen. Die 1000m sind mir eigentlich zu kurz und ich laufe sie auch sehr selten. Dieses Jahr erst das 3 mal und somit rechne ich mir auch nichts aus und bin deutlich lockerer.

Da ich keine “internationale” Zeit stehen hatte, bin ich schon im 3.Paar dran gewesen, zum Glück über die Innenbahn. Für mich, als schlechten Starter, ist die Innenbahn ein Großer Vorteil, da ich auf dieser besser beschleunigen kann als auf der langen Außenbahn.

Das Race beendete ich in neuer Bestzeit von 1.09.49 und bin somit das erste Mal unter der magischen 1.10 geblieben. Vorgenommen hatte ich mir, die Schmach von den 1500m weg zu machen und Vollgas zu geben. Das habe ich dann, für meine Verhältnisse auch gemacht. Mit meiner bis dato schnellsten Runde in einem Wettkampf von 25.5 habe ich meine persönlichen Vorgaben geschafft und war nach dem Rennen eigentlich zufrieden – und wieder auch nicht. Warum solch ein Race nicht am Freitag? wieder MIST! ;-)

cya
Hugo

Teamtraining in Calgary

// Dezember 3rd, 2009 // 2 Comments » // Olympia, Team, Training, Wettkampf

Dienstag 2.12.09

Nach dem Verpatzen Auftakt in Heerenveen, steht der Fokus der deutschen Männermannschaft nun ganz auf dem Team Pursiut. Hierfür absolvierten wir am Dienstag Mittag ein gemeinsames Training in dem wir auf den Entscheidenden Lauf am Sonntag in Calgary, und nächste Woche in Salt-Lake-City eingestellt worden sind. Neu in der Teamfraktion ist der Jungster der DESG, der Erfurt Patrick Beckert. Er hat sich mit seinen Leistungen auf der Langstrecke in die engere Teamauswahl gelaufen und verstärkte uns im Training. Wir bildeten zwei Team zu je drei Mann und Testeten Wechsel und Abläufe. Nach einem Testlauf über 6 Runden, in Wettkampfgeschwindigkeit, haben wir uns alle gut Präsentiert und am Samstag werden die Trainer mit Sicherheit eine Starke Mannschaft Nominieren können, die als TEAM die Olympianorm erlaufen wird!

Team 1: Tobias Schneider + Stefan Heythausen + Jörg “Hugo”Dallmann
Team 2: Marco Weber + Robert Lehmann + Patrick Beckert

cya
Hugo

Bilder von Paul Vodermair,…einer unser Physios. Danke an Paule :-)
Teamtraining 4
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Calgary – die ersten Tage

// Dezember 1st, 2009 // 1 Comment » // Material, Reise, Team, Training, Wettkampf

Anreiße nach Calgary

Ja, wir sind alle gut angekommen. Genau wie vor 4 Jahren, damals hatte unser Flieger technische Probleme, hatten wir Verspätung bei der Überseereise. Wegen einem medizinischen Zwischenfall musste unsere AirCanada Maschine in Toronto zwischenlanden und ist somit ca. 10 Stunden später in Frankfurt gelandet. Danke an den netten Lufthansa Mitarbeiter der uns in Berlin, obwohl er von der neuen Abflugzeit von 23.30 wusste, nach Frankfurt hat fliegen lassen. Die fast 11 Stunden hat dann jeder auf seine Art und Weise verbracht. Ich habe ein wenig am Rechner gearbeitet und bin dann in die Stadt, um ein wenig zu shoppen und mir die Altstadt anzuschauen. Der Flug war dann sehr angenehm. Es hatten viele, die meisten hatten noch Anschlussflüge in Calgary, kurzfristig umgebucht und der Flug war somit nicht sehr voll. Ich konnte es mir auf 3 Bänken gut gehen lassen und bin entspannt in Calgary gelandet und um 3:30 dann auch im Hotelbett friedlich eingeschlafen. Calgary ist für mich einer der schönsten Wettkampforte der Welt. Die Eishalle, das Olympic Oval, ist super schön, die Unianlagen machen Spaß und es ist ein lockeres Leben, das mir sehr gefällt.

Freitag 27.11.09

Am Freitag stand dann “Anpassungs-Training” auf dem Plan. Am Morgen war ich 45min Joggen und, um meine Knochen wieder beweglich zu machen, ein wenig allgemeine Kraft. Den Nachmittag haben wir genutzt, um uns an das schnelle Eis zu gewöhnen. Wenn man hier nach längerer Zeit wieder auf dem Eis steht, ist es schon ein tolles, aber auch komisches Gefühl. Nach längerem Einlaufen und ein paar Steigerungen war es genug. Man merkt die vom Flug etwas müden Knochen.

Samstag 28.11.09

Um uns auf den World Cup gut vorzubereiten, haben wir schon lange vor der Überseereise besprochen, dass wir am Samstag einen Wettkampf laufen werden. Für mich stand eine 1000m auf dem Plan und diese bin ich dann auch angegangen. Für meinen Jetlag war es recht angenehm, dass meine Startzeit 13:30 war und ich somit ausgeschlafen an den Start gehen konnte. Über die lange Sprintstrecke bin ich dann eine neue persönliche Bestzeit gelaufen. In 1.10.15 war ich etwas schneller als letztes Jahr in Salt-Lake-City. Unzufrieden bin ich wieder mal mit meinem Start. 17.4 auf den ersten 200m sind einfach viel zu langsam und verhinderten auch eine Zeit unter der magischen 1.10.00…na vielleicht beim World Cup, wenn ich über den Kilometer eingesetzt werde. Die Runden waren dann gut und 25.8+26.8 geben Mut für die 1500m. Am Nachmittag bin ich dann in der Stadt etwas Bummeln gegangen. Die Beine wollten noch etwas bewegt werden und das haben sie auch bekommen :-)

Ergebnisse aus Calgary

Sonntag 29.11.09

Ruhetag, da will man mal ausschlafen und so. Denkste! Der Jetleg jagt einen halb 6 hoch und man dreht Däumchen im Bett. Die Zeit überbrückte ich mit Arbeiten für die Uni und am Blog, bis es dann um 8 zum Frühstück und um 10 zur Massage ging. Danach noch etwas Technikanalyse und dann auf in die Mall zum großen shoppen….hell yeah! Den späten Nachmittag habe ich zusammen mit Tobi vor dem Fernseher verbracht, denn hier lief, 300m von unserem Hotel entfernt, das Kanadische Football Finale, der Grey Cup.

Montag 30.11.09

Mit der Zeitumstellung komme ich nun immer besser zurecht und schlafe jetzt auch etwas länger, 7:00 Uhr war die Nacht zu Ende. Am Vormittag haben wir ein leichtes Ausdauertraining auf dem Eis gemacht. Zusammen mit Tobi habe ich 3x8min in ruhigem Tempo absolviert mit 2 Steigerungen im Anschluss. Habe mich sehr gut gefühlt und mir liegt das schnelle Eis sehr. Den Nachmittag habe ich mit Uniarbeiten und 60min Radrolle verbracht. Also, alles recht locker heute :-)

bis später
cya
Hugo

Nico wieder unter 36s über 500m!

// Oktober 15th, 2009 // No Comments » // Team, Wettkampf

Teammitglied Nico Ihle konnte beim Trainingswettkampf am Mittwoch Abend bereits zum zweiten mal in dieser Saison unter der, für Sprinter Magischen, 36 Sekunden Marke bleiben. Hier sein Bericht auf men.icespeedskating.de.

Die Bestätigung!!!

Gestern Abend haben wir einen Trainingswettkampf durchgeführt, wobei ich zweimal bei 500m am Start stand. Bei meinem ersten Lauf auf der Innenbahn bin ich gegen Samuel gestartet. Der Schuss fiel, Samu hatte eine etwas bessere Reaktion, doch nach wenigen Metern konnte ich ihn mir wieder holen. Es folgte der beste Angang meiner sportlichen Laufbahn, 9,91 Sekunden, dann kam eine super Innenkurve, danach ein Wackler auf der Wechselgeraden und in der letzten Kurve ging mir schon ganz schön die Puste aus, so das es für mich hieß, jetzt nur noch die Geschwindigkeit aus der Kurve bis ins Ziel halten. Ich schau an die Anzeigetafel und bin überrascht, 35,97 werden angezeigt.
Das hätte ich nie gedacht, da dieser Lauf voll aus dem Training heraus gelaufen wurde und ich auch schon bei Zeiten platt war. Aber gut zu wissen dass es auch aus dem Training heraus funktioniert, damit habe ich bestätigt dass die 35,98 aus meinem ersten Wettkampf dieser Saison keine Eintagsfliege war. Der zweite 500m Lauf ist nicht Redenswert :-) .

Bis zum nächsten Wettkampf, Nico.

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Wettkampfbericht 14.10.09 – Team Pursiut – Berlin

// Oktober 15th, 2009 // 2 Comments » // Team, Wettkampf

Mit etwas Bammel bin ich schon an dieses Rennen gegangen. Der Mannschaftslauf birgt sehr viele Gefahren und Risiken. Die Wechsel können schief gehen, man macht einen technischen Fehler und behindert die anderen oder man schafft es vom Tempo einfach nicht und fällt ab.

Der Lauf gestern war aber SUPER und ich habe ein sehr gutes Gefühl, was die kommenden Rennen angeht. Mit der Zeit von 3.50,84 waren wir sehr schnell und haben noch Reserven bei den Wechseln, die wir etwas lockerer gestaltet haben. Wir drei haben sehr gut harmoniert und hatten nie Probleme im Lauf. Zusammen mit Stefan und Marco wurde ein guter Rhythmus gefunden und sind von den Rundenzeiten sehr konstant gelaufen.

Zu der Rundenaufteilung sage ich jetzt mal nix…das ist Teamintern und wir wollen ja nicht all unsere Geheimnisse verraten…wir sind aber sicherlich eines der TEAM´s die erst mal geschlagen werden müssen!

cya
Hugo

DESG
alle Ergenisse
Bilder von Lars Hagen

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Wettkampf 14.10.09 – Team Pursiut – Berlin

// Oktober 14th, 2009 // No Comments » // Team, Wettkampf

Nun beginnt es langsam erst zu werden. Heute Abend werden das Team und ich zum ersten mal einen Mannschaftslauf unter Wettkampfbedingungen bestreiten. Unser erklärtes Ziel ist es in Vancouver erfolgreich an den Start zu gehen. Da gehört eine Konzentrierte Vorbereitung dazu und im Rahmen dieser laufen heute zwei Teams über 8 Runden.

Los geht es gegen 19:00 Uhr und ich hoffe es klappt alles. Die Wechsel sind immer Problematisch und Hart ist es sowieso.

Bis dahin,
cya
Hugo

onlinespiel

Rennberichte aus dem Männerteam

// Oktober 6th, 2009 // No Comments » // Team, Wettkampf

Auf unserer Teamseite “The men on ice” haben mit Tobias Schneider , Nico Ihle,  Samuel Schwarz und Robert Lehmann einige einen Wettkampfbericht und Einschätzungen zu ihrem Saisonstart abgegeben.

Berlin6

Robert

Schön war es…

Posted on: October 5, 2009

… und es hat Spaß gemacht!

Der erste ist zumeist auch der schwerste Wettkampf. Du hast gut und viel trainiert, bist schnell gelaufen und hast gemeinsam mit deinem Team super Zeiten geschafft – im Training! Und nun stehst du wieder alleine auf der Bahn! Zum einen ein gutes Gefühl, aber auch wieder ein ganz anderes als im Training!

Ich bin damit dieses Jahr gut zurecht gekommen und ziemlich zufrieden mit meinen ersten beiden Strecken.

Die 500m waren sogar überraschend gut. In der letzten Wochen ging eigentlich nicht viel bei schnellen Runden und ich war fast eine Sekunde von meinen Trainingsbestzeiten dieser Saison entfernt. Ähnlich beim Start, denn den habe ich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht trainiert. Aber sowohl der Angang mit 10,3, als auch die Endzeit von 37,23 waren voll in Ordnung. Vergangenes Jahr bin ich mit 37,7 gestartet! Die Trainingszeiten der vergangenen Wochen und die Beseitigung meines derzeit aktuellen Kopfproblems mit schnellen Kurven und hohen Geschwindigkeiten versprechen noch einige Verbesserungen :-)

So auch bei den 3000m. Meine Zeit von 3:57,03 ist natürlich weit entfernt von einer Topzeit, aber 8 Sekunden besser als vergangenes und knapp drei Sekunden schneller als vor zwei Jahren sprechen für sich. Auch die Art zu laufen stimmt mich zuversichtlich. Ich konnte die Rundenzeiten bis zur letzten Runden sehr gut zusammenhalten und gleichmäßig gestalten. Technisch war es in Ordnung, was fehlt ist die Frische in den Beinen und die Wettkampfhärte im Körper.

Das wichtigste ist, es hat wieder Spaß gemacht und ich war gut gelaunt am Start. Ich war natürlich nervös, aber es war eine positive Nervosität, keine, die mich gehindert hat gut zu laufen. Ich bin gespannt auf die kommenden Wochen.

der robert

Samuel

tic, tac, tic, tac…

Posted on: October 5, 2009

die Zeit läuft und auch draußen rückt der Winter spürbar näher. Es wird zeitiger dunkel und auch die Phase von kurzen Hosen und T-Shirts ist längst vorbei. Jetzt beginnt die Zeit der Eisschnellläufer. Monate der Vorbereitung sind vergangen und nun kommt die Zeit der Wettkämpfe.

So geschehen am Wochenende in Hohenschönhausen mit ungewöhnlich hoher, internationaler Beteiligung. Der erste Wettkampf wird typischerweise immer mit Spannung erwartet – und es hat sich gelohnt. So gut bin ich noch nie in eine Saison gestartet und auch unser Team im Allgemeinen darf ruhig optimistisch sein. Ein Wettkampf wie ich ihn mir vorgestellt habe. Auf den 500m eine überraschend starke Zeit – 36,16s zeitgleich mit Nico Ihle. Das gibt erstmal Selbstvertrauen und die nötige Ruhe und Zuversicht. Ebenfalls ein guter Start über die 1000m 1:11,62s. Ein guter Einstieg, auf dem sich aufbauen lässt. Es zeigt sich, dass sich die harten Sommermonate gelohnt haben.

Noch ist das alles natürlich kein Grund sich selbstgefällig zurück zu lehnen, denn die Konkurrenz hat den Sommer über auch nicht geschlafen und der Zeitpunkt der wirklichen Gradmesser wird erst noch kommen. Aber der erste Wettkampf kann mir und unserem ganzen Team zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind und uns vielleicht noch öfter über die eine oder andere positive Überraschung freuen können.
Also stürze ich mich mit Vorfreude in die nächsten Wochen.

bis demnächst
Samuel

Nico

Bester Saisonstart aller Zeiten

Posted on: October 5, 2009

An dem 20. Jahrestag der Deutschen Einheit, genauer gesagt am Samstag, den 03.10. war es wieder so weit, unser erster Trainingswettkampf stand an.

Zur Wettkampfvorbereitung am Morgen hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl auf dem Eis und einen bomben Schliff. Zweimal 500m stand für mich auf dem Plan, wie immer beim ersten Wettkampf der neuen Saison und dass Gute an den ersten Wettkämpfen ist: man hat keinen Druck schon super Zeiten laufen zu müssen :-) .
Letztes Jahr bin ich bei meinem ersten 500m Lauf 37,33 Sekunden gelaufen und beim zweiten 36,9 Sekunden.
Natürlich hatte ich das Ziel besser in die Saison zu starten als vor einem Jahr.

Mein erster Lauf stand an, auf der Außenbahn. Ich hatte eine super Reaktion, aber der Lauf an sich war noch nicht perfekt, hier und da mal ein kleinen Fehler, dennoch, ich komme durch das Ziel und kann meinen Augen kaum glauben, 36,16 Sekunden, über eine Sekunde besser als das Jahr zuvor, einfach nur geil.

Der zweite Lauf über die Innenbahn. Wieder eine sehr gute Reaktion, der Angang mit 9,99 war sogar nochmal Fünfhundertstel schneller als im ersten Lauf, dann eine gute Innenkurve, eine sehr sehr gute Wechselgerade, eine normale Außenkurve und eine zufriedenstellende Zielgerade, aber an der Anzeigetafel eine Wahnsinnszeit für den ersten Wettkampf – 35,98 Sekunden. So eine Zeit hatte ich die letzte Saison sehr selten gesehen in Berlin bei meinen Läufen und wenn ich diese Zeit gesehen habe, hatte ich schon eine super Form.

Daher kann ich nur sagen, dass es wirklich mein bester Saisonstart aller Zeiten ist und dass ich da wieder angefangen habe, wo ich in der letzten Saison bestenfalls in Berlin aufgehört habe. Ich hoffe, ich kann mich weiter steigern und bin schon auf den nächsten Wettkampf an diesem Samstag gespannt, allerdings wird man mich nur einmal auf 500m antreffen, denn bei meinem zweiten Lauf gehe ich auf doppelte Distanz.

Bis dahin euer Nico.

Tobi

2 Wettkämpfe an einem Tag…

Posted on: October 5, 2009

…oder wie werde ich ein guter Eisschnellläufer UND guter Hausmann!?

Wie schon zu lesen war, geht es wieder los. Die nächsten sechs Monate folgt Wochenende für Wochenende ein Rennen auf das nächste. Gewöhnlich handelt es sich um Wettkämpfe, die auf einer mit Eis bedeckten 400m-Bahn ausgetragen werden. Nicht so im Oktober.
Hier läuft noch ein paralleler Wettkampf ab und ich bin mir sicher, ich bin da nicht der Einzige in meiner Trainingsgruppe. Vielleicht verfügen Andere schon über ausgeklügeltere Taktiken, die ich noch nicht ganz so in Perfektion beherrsche, aber im Grundsatz wird sich dieser Wettkampf sehr ähneln. Der Kampf gegen die eigene Wohnung!
Im Oktober haben wir unter der Woche noch ein ganz schön vollgepacktes Trainingsprogramm, dementsprechend müde komme ich nach Hause und nutze die Zeit, um zu regenerieren, zu essen und abzuschalten. Hausarbeit? Mache ich morgen. Diese Frage wiederholt sich ca. fünf Tage hintereinander, bis das Wochenende vor der Tür steht. Es ist wieder Wettkampf. Je näher wir dem Wettkampf kommen, desto mehr Ruhe steht auf dem Trainingsplan. Körperliche und mentale Erholung tritt ein. Der innere Schweinehund lässt sich nicht mehr so einfach überzeugen. Hausarbeit? Ja, heute aber wirklich. Samstag um 8 Uhr klingelt der Wecker, ein ausführliches Frühstück, Sachen packen und los geht es zur Wettkampfvorbereitung. Der Körper wird geweckt, 20 ganz lockere Minuten auf dem Eis und damit hat sich der Auftritt am Morgen auch schon wieder erledigt. Nun heißt es Kohlenhydratspeicher auffüllen. Gleich beim Umziehen wird der erste Riegel gegessen und auf dem Nachhauseweg schon das Mittag geplant. Irgendwie komme ich immer auf das gleiche Egebnis: Nudeln. Ich komme der Wohnung näher. Da war doch noch etwas. Ich schließe die Tür auf. Jetzt spüre und sehe ich es ganz deutlich: ich habe das Schlachtfeld betreten. Der Wettkampf am Nachmittag rückt in weite Ferne, alle Aufmerksamkeit muss dem jetztigen Feind gewidmet werden. Meine Einsatzmittel: Reinigungsutensilien, aufräumende Hände und an diesem Tag ein starker Wille. Geschafft, ich konnte mich auf ein Remis einigen. Nun kann ich mich wieder voll und ganz dem eigentlichen Wettkampf widmen…