Archive for Wettkampf

Teamtraining in Calgary

// Dezember 3rd, 2009 // 2 Comments » // Olympia, Team, Training, Wettkampf

Dienstag 2.12.09

Nach dem Verpatzen Auftakt in Heerenveen, steht der Fokus der deutschen Männermannschaft nun ganz auf dem Team Pursiut. Hierfür absolvierten wir am Dienstag Mittag ein gemeinsames Training in dem wir auf den Entscheidenden Lauf am Sonntag in Calgary, und nächste Woche in Salt-Lake-City eingestellt worden sind. Neu in der Teamfraktion ist der Jungster der DESG, der Erfurt Patrick Beckert. Er hat sich mit seinen Leistungen auf der Langstrecke in die engere Teamauswahl gelaufen und verstärkte uns im Training. Wir bildeten zwei Team zu je drei Mann und Testeten Wechsel und Abläufe. Nach einem Testlauf über 6 Runden, in Wettkampfgeschwindigkeit, haben wir uns alle gut Präsentiert und am Samstag werden die Trainer mit Sicherheit eine Starke Mannschaft Nominieren können, die als TEAM die Olympianorm erlaufen wird!

Team 1: Tobias Schneider + Stefan Heythausen + Jörg “Hugo”Dallmann
Team 2: Marco Weber + Robert Lehmann + Patrick Beckert

cya
Hugo

Bilder von Paul Vodermair,…einer unser Physios. Danke an Paule :-)
Teamtraining 4
Teamtraining 11
Teamtraining 3
Teamtraining 2
Teamtraining 12
Teamtraining 1
Teamtraining 6
Teamtraining 10
Teamtraining 7
Teamtraining 9
Teamtraining 5
Teamtraining 8

Calgary – die ersten Tage

// Dezember 1st, 2009 // 1 Comment » // Material, Reise, Team, Training, Wettkampf

Anreiße nach Calgary

Ja, wir sind alle gut angekommen. Genau wie vor 4 Jahren, damals hatte unser Flieger technische Probleme, hatten wir Verspätung bei der Überseereise. Wegen einem medizinischen Zwischenfall musste unsere AirCanada Maschine in Toronto zwischenlanden und ist somit ca. 10 Stunden später in Frankfurt gelandet. Danke an den netten Lufthansa Mitarbeiter der uns in Berlin, obwohl er von der neuen Abflugzeit von 23.30 wusste, nach Frankfurt hat fliegen lassen. Die fast 11 Stunden hat dann jeder auf seine Art und Weise verbracht. Ich habe ein wenig am Rechner gearbeitet und bin dann in die Stadt, um ein wenig zu shoppen und mir die Altstadt anzuschauen. Der Flug war dann sehr angenehm. Es hatten viele, die meisten hatten noch Anschlussflüge in Calgary, kurzfristig umgebucht und der Flug war somit nicht sehr voll. Ich konnte es mir auf 3 Bänken gut gehen lassen und bin entspannt in Calgary gelandet und um 3:30 dann auch im Hotelbett friedlich eingeschlafen. Calgary ist für mich einer der schönsten Wettkampforte der Welt. Die Eishalle, das Olympic Oval, ist super schön, die Unianlagen machen Spaß und es ist ein lockeres Leben, das mir sehr gefällt.

Freitag 27.11.09

Am Freitag stand dann “Anpassungs-Training” auf dem Plan. Am Morgen war ich 45min Joggen und, um meine Knochen wieder beweglich zu machen, ein wenig allgemeine Kraft. Den Nachmittag haben wir genutzt, um uns an das schnelle Eis zu gewöhnen. Wenn man hier nach längerer Zeit wieder auf dem Eis steht, ist es schon ein tolles, aber auch komisches Gefühl. Nach längerem Einlaufen und ein paar Steigerungen war es genug. Man merkt die vom Flug etwas müden Knochen.

Samstag 28.11.09

Um uns auf den World Cup gut vorzubereiten, haben wir schon lange vor der Überseereise besprochen, dass wir am Samstag einen Wettkampf laufen werden. Für mich stand eine 1000m auf dem Plan und diese bin ich dann auch angegangen. Für meinen Jetlag war es recht angenehm, dass meine Startzeit 13:30 war und ich somit ausgeschlafen an den Start gehen konnte. Über die lange Sprintstrecke bin ich dann eine neue persönliche Bestzeit gelaufen. In 1.10.15 war ich etwas schneller als letztes Jahr in Salt-Lake-City. Unzufrieden bin ich wieder mal mit meinem Start. 17.4 auf den ersten 200m sind einfach viel zu langsam und verhinderten auch eine Zeit unter der magischen 1.10.00…na vielleicht beim World Cup, wenn ich über den Kilometer eingesetzt werde. Die Runden waren dann gut und 25.8+26.8 geben Mut für die 1500m. Am Nachmittag bin ich dann in der Stadt etwas Bummeln gegangen. Die Beine wollten noch etwas bewegt werden und das haben sie auch bekommen :-)

Ergebnisse aus Calgary

Sonntag 29.11.09

Ruhetag, da will man mal ausschlafen und so. Denkste! Der Jetleg jagt einen halb 6 hoch und man dreht Däumchen im Bett. Die Zeit überbrückte ich mit Arbeiten für die Uni und am Blog, bis es dann um 8 zum Frühstück und um 10 zur Massage ging. Danach noch etwas Technikanalyse und dann auf in die Mall zum großen shoppen….hell yeah! Den späten Nachmittag habe ich zusammen mit Tobi vor dem Fernseher verbracht, denn hier lief, 300m von unserem Hotel entfernt, das Kanadische Football Finale, der Grey Cup.

Montag 30.11.09

Mit der Zeitumstellung komme ich nun immer besser zurecht und schlafe jetzt auch etwas länger, 7:00 Uhr war die Nacht zu Ende. Am Vormittag haben wir ein leichtes Ausdauertraining auf dem Eis gemacht. Zusammen mit Tobi habe ich 3x8min in ruhigem Tempo absolviert mit 2 Steigerungen im Anschluss. Habe mich sehr gut gefühlt und mir liegt das schnelle Eis sehr. Den Nachmittag habe ich mit Uniarbeiten und 60min Radrolle verbracht. Also, alles recht locker heute :-)

bis später
cya
Hugo

Wettkampfbericht 3. World Cup Hamar 1500m

// November 23rd, 2009 // No Comments » // Wettkampf

In Hamar angekommen, war ich nur damit beschäftigt Motivation zu sammeln. Die bisherigen zwei World Cup Auftritte waren alles andere als berauschend und die Aussichten auf Erfolg nicht gerade groß. Im Training lief es die Woche, wie eigentlich immer, recht gut und ich fühlte mich, auch wie immer, bereit schnell zu laufen. In Berlin habe ich von unserem Techniker Sjoerd Geraets noch mal meine Kufen bearbeiten lassen um meine Form nicht auf das Material schieben zu können. Kann man auch nicht denn die neuen Marchese RECORD Blades laufen super gut und ich fühle mich sehr wohl auf ihnen.

Unter der Woche ist mein Trainer Bart schon auf mich zu gekommen und hat mir ins Gewissen geredet das ich unbedingt am Start, dem Angang und einer aggressiven ersten Runde arbeiten muss. Im Training bin ich dieses Jahr schon viele schnelle Runden gelaufen und habe mich da deutlich verbessern können. Ich habe im Allgemeinen mein Grundtempo ein weiteres Mal steigern können. Eigentlich, denn im Wettkampf konnte ich es noch nicht ein einziges Mal umsetzten. Der Plan also: Super harte und schnelle erste 300m, aggressive Runde und dann das Tempo gut mitnehmen.

In Hamar bin ich dann erst mal durch eine moralische Achterbahn geschlingert. Da sehr viele Skater, vor allem aus Korea  und Kanada nicht nach Hamar gereist sind, sind viele 1500m Spezialisten aus der B-Gruppe in die A-Gruppe gerutscht. Zu meinem Bedauern war ich der erste der nicht den Sprung in die “bessere” Startgruppe geschafft hat und wurde im letzten Paar gegen den Japaner Sugimori ausgelost.

Nach einer unruhigen Nacht mit vielen wirren Gedanken im Kopf habe ich nächsten Morgen, dem Wettkampftag, meinen normalen Tag gestartet. An der Eisbahn angekommen und bereit zu laufen, wurde mir dann die freudige bzw. überraschende Nachricht mitgeteilt. “Rucke Krank, du rutschst hoch und startest im ersten Paar! ” Okay, geh ich wieder ins Hotel und relaxe noch ein wenig und bereite mich mental auf die letzte Chance vor mich auf einer Einzelstrecke für die Olympischen Spiele zu qualifizieren vor. Neuer Start: 13 Uhr, Außenbahn mit Vollgas in den Kampf stürzen.

Das habe ich dann auch getan. Ich war hoch motiviert, fühlte mich Körperlich bereit und war auch im Kopf darauf eingestellt. Was ist raus gekommen? Zwar Saisonbestleistung und die schnellsten 1100m meines Lebens aber auch der große Einbruch auf der letzten Runde und das Verpassen der Möglichkeit, eine halbe Norm (Platz 16) für die Spiele zu schaffen. Ich habe geschafft das umzusetzen was besprochen wurde – schneller Angang (24.15), schnelle und aggressive erste Runde(26.3) und Geschwindigkeit für die zweite Runde (27.8). Leider war aber schon nach 1000m die Luft raus, die Beine schwer wie noch nie und die Milchsäure im Kopf. Die letzte Runde war nur noch Kampf und habe ich auch nicht mehr richtig wahrgenommen. Am totalen Limit bin ich mit der langsamsten Runde seit Jahren (30.4) ins Ziel gestolpert. Also an der Moral lag es nicht, gegeben habe ich das letzte Korn…auch wenn es wohl zu viel war :) . Am Ende ist ein Platz 19. raus gekommen und ich bin, trotz das ich alles versucht habe, sehr enttäuscht. Mal sehen was nun noch passiert…

Mit Platz 19 und weit hinter den eigenen Erwartungen ist die letzte Chance auf die Spiele nun der Mannschaftslauf. Natürlich war dieser schon im Vorfeld die ganze Aufmerksamkeit gewidmet, aber nur wer sich auch auf einer Einzelstrecke gut präsentiert kann im Team laufen und für Deutschland dort an den Start gehen. Ich hoffe das meine erreichten Zeiten und Platzierungen reichen um mit zum nächsten World Cup nach Calgary genommen zu werden um dort für das Team mein Bestes geben zu können.

Wovon hängt dies nun ab? Ein Leistungsausschuss, bestehend aus Präsident, Vize-Präsidentin, Athletensprecher und Sportdirektor, entscheiden am Montagabend wer von der Deutschen Mannschaft nach Übersee fliegt.

Nun heißt es abwarten und hoffen, dass sich die letzten 4 Jahre auszahlen und nicht alles umsonst war.

Letzte (einzel) Chance – vorbei, ob´s nun wirklich zur Olympiade geht muss man sehen wenn´s nach Übersee geht

cya
Hugo

alle Ergebnisse sd
Wettkampfbericht World Cup Berlin – 1500m
Wettkampfbericht World Cup Heerenveen – 1500m
Wettkampfbericht World Cup Heerenveen – Team Pursiut

Wettkampfbericht 2.World Cup Heerenveen Teampursiut

// November 17th, 2009 // 2 Comments » // Wettkampf

Schrecken der Realität oder wie Druck hemmen kann

Nun ist sie vergeben, die erste von nur drei Chancen auf ein Olympia Ticket. Mit einem 10. Platz, 28 Punkten im Gesamtworldcup und der Gewissheit, weit hinter unseren Möglichkeiten geblieben zu sein, haben wir das Wochenende mit einer moralischen Talfahrt abgeschlossen.

Woran es lag, was die Fehler waren, wird nun in den nächsten Tagen genau analysiert, um es beim nächsten Mannschaftswettbewerb in Calgary und beim Show Down in Salt Lake City besser zu machen. Wir geben noch lange nicht auf und werden weiter um die Minimal Chance kämpfen, denn das Ziel von vor 4 Jahren und auch noch heute ist noch dasselbe! Olympia und dort unter die Top 3 kommen!

bis dahin,
cya
Hugo

Ergbebnisse

Wettkampfbericht 2. World Cup Heerenveen – 1500m

// November 14th, 2009 // No Comments » // Olympia, Wettkampf

Nach dem verpatzten Auftakt in Berlin wollte ich es im Thialf Stadion von Heerenveen besser machen. Unter der Woche habe ich schon sehr mit mir gehadert und habe lange gebraucht, die schwache Leistung von Berlin zu verdauen. Im abermals Deutsch-deutschen Duell gegen Team und Vereinskamerad Robert Lehmann konnte ich mich nun etwas besser, wenn auch noch nicht optimal präsentieren.
Mit einer Zeit von 1.49.01s bin ich in der wohl stärksten B-Gruppe, in der ich je gestartet bin, 7. geworden. Dieses Wochenende hieß es – aggressiv laufen! Alles in einen guten Angang legen, um dort nicht wieder zu viel Zeit liegen zu lassen. Dies ist mir besser gelungen, wenn auch noch nicht perfekt. Nach 300m habe ich nach 24,4 Sekunden die Zwischenzeit ausgelöst und konnte halbwegs zufrieden sein. Die Runden waren dann mit 26,8 – 28,0 – 29.7 ganz okay. Die letzte Runde muss noch besser kommen, was noch viel Arbeit bedeutet!
Nach zwei World Cups muss ich sagen, dass dieses Jahr ganz schön die Post ab geht. Man merkt, dass es eine Olympische Saison ist und alle noch eine Schippe drauf geschlagen haben. Letztes Jahr hätte meine Zeit noch für den B-Guppen-Sieg gereicht, dieses Jahr werde ich 7. und habe solche “Granaten” wie Erben Wennemars (1.47,49), Trevor Marsicano (1.47,60) und Christofer Rukke (1.48,30) vor mir. Durchsetzen konnte ich mich aber gegen Elm, Frieberg, Sugimori und Haugli…alles schon gute A-Gruppen Starter und WM erfahren.
Am Sonntag wird es nun aber richtg ernst. Der erste Mannschaftslauf  des Jahres steht an und es ist mit Sicherheit mit das wichtigste Rennen diesen Jahres. Um mit dem Team in Vancouver bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen, müssen wir nach (nur) 3 World Cup Rennen auf Platz 8. einlaufen. Nur die ersten 8 Teams sind für die Spiele qualifiziert. Wenn man die letzten Jahre verfolgt hat, wie eng es im Männer-Eisschnelllaufen zugeht, weiß man wie nah Sieg und Niederlage beisammen liegen.
Für unser Team heißt es einen guten und schnellen Lauf abzuliefern und die Grundlage für eine sichere Qualifikation zu legen. Alle Nationen haben sich mittlerweile den Teampursuit als Schwerpunkt auserkoren und konzentrieren sich darauf. Es wird super schwer – alles ist möglich.

Nach dem verpatzten Auftakt in Berlin wollte ich es im Thialf Stadion von Heerenveen besser machen. Unter der Woche habe ich schon sehr mit mir gehadert und habe lange gebraucht, die schwache Leistung von Berlin zu verdauen. Im abermals Deutsch-deutschen Duell gegen Team und Vereinskamerad Robert Lehmann konnte ich mich nun etwas besser, wenn auch noch nicht optimal präsentieren.

Mit einer Zeit von 1.49.01s bin ich in der wohl stärksten B-Gruppe, in der ich je gestartet bin, 7. geworden. Dieses Wochenende hieß es – aggressiv laufen! Alles in einen guten Angang legen, um dort nicht wieder zu viel Zeit liegen zu lassen. Dies ist mir besser gelungen, wenn auch noch nicht perfekt. Nach 300m habe ich nach 24,4 Sekunden die Zwischenzeit ausgelöst und konnte halbwegs zufrieden sein. Die Runden waren dann mit 26,8 – 28,0 – 29.7 ganz okay. Die letzte Runde muss noch besser kommen, was noch viel Arbeit bedeutet!

Nach zwei World Cups muss ich sagen, dass dieses Jahr ganz schön die Post ab geht. Man merkt, dass es eine Olympische Saison ist und alle noch eine Schippe drauf geschlagen haben. Letztes Jahr hätte meine Zeit noch für den B-Guppen-Sieg gereicht, dieses Jahr werde ich 7. und habe solche “Granaten” wie Erben Wennemars (1.47,49), Trevor Marsicano (1.47,60) und Christofer Rukke (1.48,30) vor mir. Durchsetzen konnte ich mich aber gegen Elm, Frieberg, Sugimori und Haugli…alles schon gute A-Gruppen Starter und WM erfahren.

Am Sonntag wird es nun aber richtg ernst. Der erste Mannschaftslauf des Jahres steht an und es ist mit Sicherheit mit das wichtigste Rennen diesen Jahres. Um mit dem Team in Vancouver bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen, müssen wir nach (nur) 3 World Cup Rennen auf Platz 8. einlaufen. Nur die ersten 8 Teams sind für die Spiele qualifiziert. Wenn man die letzten Jahre verfolgt hat, wie eng es im Männer-Eisschnelllaufen zugeht, weiß man wie nah Sieg und Niederlage beisammen liegen.

Für unser Team heißt es einen guten und schnellen Lauf abzuliefern und die Grundlage für eine sichere Qualifikation zu legen. Alle Nationen haben sich mittlerweile den Teampursuit als Schwerpunkt auserkoren und konzentrieren sich darauf. Es wird super schwer – alles ist möglich.

cya
Hugo

alle Ergebnisse
Wettkampfplan

Wettkampfbericht 1. World Cup Berlin – 1500m

// November 9th, 2009 // 5 Comments » // Wettkampf

Peinliches Ergebnis
Oh man, mit so viel Zuversicht bin ich in die Internationale Saison gestartet. Das Ziel war ganz klar gesetzt und die Form ist auch da. Was mach ich draus? Nichts! Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich mich mit solch einer schwachen Leistung dem Berliner Heimpublikum präsentiert habe.
Die Gründe? Nach Fehlern kann man immer suchen und diese als Ursache vorschieben. Fakt ist, dass ich am Ende selber Schuld bin und es mit einer Erfahrung einfach besser machen muss.
Das Rennen gegen Dauergegner Jan Friesinger, wir laufen seit Jahren immer wieder im World Cup gegeneinander und kennen uns viel zu gut, war eines der komischsten meiner ganzen Laufbahn. Zuerst springt mir auf dem Eis eine Feder meiner neuen Marchese Kufen aus dem Gestell. Da sitz ich dann 5 min vor meinem Start auf der Bank und fummle diese wieder gekonnt rein. Mein Handschuh hat dabei etwas gelitten, er hat jetzt ein großes Loch ;) . Der gewohnte und 1000 mal geprobte Ablauf war dahin. Dann fällt genau bei unserem Start die Anzeigetafel aus. Dies ist nicht weiter schlimm, denn man sollte sich schon auf seinen Lauf konzentrieren. Da ich leider nach 300m meine Anfangszeit nicht mitbekommen habe, bin ich also bis 700m total ahnungslos und ohne Tempobestätigung gelaufen. Da ich Jan als guten Starter und mit einer schnellen Runde eingeschätzt habe, dachte ich, dass ich gut unterwegs bin, ich war immer in Schlagweite und dachte alles läuft nach Plan. Auf der ersten Runde spürte ich, dass ich nach dem Angang schon auf Jan auflaufen konnte und eine schnellere Runde als Jan gelaufen sein musste. Nachdem ich mich orientiert hatte (die zugeteilten Betreuer hatten die gleichen Klamotten an und waren für mich nicht zu unterscheiden, da ich mich auf die Tafel konzentrierte), erblickte ich meine Rundenzeit. Nach 800m eine 26,7 und Jan eine 26,4 gezeigt. Hä dachte ich, was ist denn nun meine Zeit? Ich war doch schneller, warum bekomm ich eine andere, haben die Trainer was vertauscht? Komisch. Na ja dacht ja, weiter gehts. Ich liege nicht schlecht und fühlte mich auch sehr sehr gut. Erst ausgangs der Kurve konnte ich die Zeit endlich wieder aus meinem Kopf verdängen und an den Lauf denken. Technisch sauber bleiben, Kurve gut anschneiden, alles war wieder da. Ich habe es auch gut umgesetzt…dacht ich mir. Dann komme ich wieder an den Trainern vorbei…und mache wieder ein “Suche dir deine Zeit raus” Spiel. Beide stehen nur 2 Meter auseinander und das auf den ersten Metern der Gerade. Also wieder in einer Sekunde entscheiden, welche Zeit mir gehört. Ich fühlte mich super und hatte noch richtig Druck, um in die letzte Kurve zu gehen. Leider war dies aber ein Lauf, der rein gar nicht mit meinem Laufgefühl überein stimmte. So was hatte ich noch nie! Nach einer kleinen Ewigkeit hat dann der Stadionsprecher die Endzeit durchgegeben. Ich dachte, ich muss kotzen! Mit einer 1.49.83 blieb ich bei weiten unter meinen mir selbstgestellten Ansprüchen!
Mein Lauf gegen Jan. Danke an Wouter Mesker, der mir dies über twitter geschickt hat.
Selbst heute, einen Tag nach dem Wettkampf, kann ich meine Leistung noch nicht ganz einschätzen. Habe ich mehr drauf? Habe ich mich so ablenken lassen? Kann ich schneller laufen? Was waren die Ursachen?
Die Kritiker, die es reichlich gibt und nicht nur aus der Presse kommen, fühlen sich mal wieder bestätigt. Die deutschen Männer laufen hinterher! Ja aber warum? Ich weiß es auch nicht. Kommen wir mit dem Druck nicht zurecht? Im Training bringen wir alle sehr gute Leistungen und können mit der Spitze mithalten. Im Wettkampf können wir dies viel zu selten abrufen und uns in einem guten Niveau zeigen. Das ist schon zermürbend.
Die nächste Chance, es besser machen zu können, wird sich schon am Freitag ergeben. In Heerenveen, der zweiten Station im World Cup, laufen ich eine weitere 1500m. Dieses Mal in einer Hammer Starken B-Gruppe die mit WM-Medailiengewinner Trevor Marsicano, Erben Wennemars, Christoffer Rucke und Steven Elm ein paar super starke Gegner bereit hält.
Bis dahin und hoffentlich ein wenig besser gelaunt,
cya
Hugo

Peinliches Ergebnis

Oh man, mit so viel Zuversicht bin ich in die Internationale Saison gestartet. Das Ziel war ganz klar gesetzt und die Form ist auch da. Was mach ich draus? Nichts! Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich mich mit solch einer schwachen Leistung dem Berliner Heimpublikum präsentiert habe.

Die Gründe? Nach Fehlern kann man immer suchen und diese als Ursache vorschieben. Fakt ist, dass ich am Ende selber Schuld bin und es mit einer Erfahrung einfach besser machen muss.

Das Rennen gegen Dauergegner Jan Friesinger, wir laufen seit Jahren immer wieder im World Cup gegeneinander und kennen uns viel zu gut, war eines der komischsten meiner ganzen Laufbahn. Zuerst springt mir auf dem Eis eine Feder meiner neuen Marchese Kufen aus dem Gestell. Da sitz ich dann 5 min vor meinem Start auf der Bank und fummle diese wieder gekonnt rein. Mein Handschuh hat dabei etwas gelitten, er hat jetzt ein großes Loch ;) . Der gewohnte und 1000 mal geprobte Ablauf war dahin. Dann fällt genau bei unserem Start die Anzeigetafel aus. Dies ist nicht weiter schlimm, denn man sollte sich schon auf seinen Lauf konzentrieren. Da ich leider nach 300m meine Anfangszeit nicht mitbekommen habe, bin ich also bis 700m total ahnungslos und ohne Tempobestätigung gelaufen. Da ich Jan als guten Starter und mit einer schnellen Runde eingeschätzt habe, dachte ich, dass ich gut unterwegs bin, ich war immer in Schlagweite und dachte alles läuft nach Plan. Auf der ersten Runde spürte ich, dass ich nach dem Angang schon auf Jan auflaufen konnte und eine schnellere Runde als Jan gelaufen sein musste. Nachdem ich mich orientiert hatte (die zugeteilten Betreuer hatten die gleichen Klamotten an und waren für mich nicht zu unterscheiden, da ich mich auf die Tafel konzentrierte), erblickte ich meine Rundenzeit. Nach 800m eine 26,7 und Jan eine 26,4 gezeigt. Hä dachte ich, was ist denn nun meine Zeit? Ich war doch schneller, warum bekomm ich eine andere, haben die Trainer was vertauscht? Komisch. Na ja dacht ja, weiter gehts. Ich liege nicht schlecht und fühlte mich auch sehr sehr gut. Erst ausgangs der Kurve konnte ich die Zeit endlich wieder aus meinem Kopf verdängen und an den Lauf denken. Technisch sauber bleiben, Kurve gut anschneiden, alles war wieder da. Ich habe es auch gut umgesetzt…dacht ich mir. Dann komme ich wieder an den Trainern vorbei…und mache wieder ein “Suche dir deine Zeit raus” Spiel. Beide stehen nur 2 Meter auseinander und das auf den ersten Metern der Gerade. Also wieder in einer Sekunde entscheiden, welche Zeit mir gehört. Ich fühlte mich super und hatte noch richtig Druck, um in die letzte Kurve zu gehen. Leider war dies aber ein Lauf, der rein gar nicht mit meinem Laufgefühl überein stimmte. So was hatte ich noch nie! Nach einer kleinen Ewigkeit hat dann der Stadionsprecher die Endzeit durchgegeben. Ich dachte, ich muss kotzen! Mit einer 1.49.83 blieb ich bei weiten unter meinen mir selbstgestellten Ansprüchen!

Mein Lauf gegen Jan. Danke an Wouter Mesker ,der mir dies über twitter geschickt hat.

Selbst heute, einen Tag nach dem Wettkampf, kann ich meine Leistung noch nicht ganz einschätzen. Habe ich mehr drauf? Habe ich mich so ablenken lassen? Kann ich schneller laufen? Was waren die Ursachen?

Die Kritiker, die es reichlich gibt und nicht nur aus der Presse kommen, fühlen sich mal wieder bestätigt. Die deutschen Männer laufen hinterher! Ja aber warum? Ich weiß es auch nicht. Kommen wir mit dem Druck nicht zurecht? Im Training bringen wir alle sehr gute Leistungen und können mit der Spitze mithalten. Im Wettkampf können wir dies viel zu selten abrufen und uns in einem guten Niveau zeigen. Das ist schon zermürbend.

Die nächste Chance, es besser machen zu können, wird sich schon am Freitag ergeben. In Heerenveen, der zweiten Station im World Cup, laufen ich eine weitere 1500m. Dieses Mal in einer Hammer Starken B-Gruppe die mit WM-Medailiengewinner Trevor Marsicano, Erben Wennemars, Christoffer Rucke und Steven Elm ein paar super starke Gegner bereit hält.

Bis dahin und hoffentlich ein wenig besser gelaunt,
cya
Hugo

Ergebnisse aus Berlin
Bilder von Lars Hagen

Wettkampfplan Teil 3 – World Cup´s

// November 2nd, 2009 // No Comments » // Wettkampf

Nach dem ersten Höhepunkt, der Deutschen Einzellstrecken Meisterschaft, nun mein weiteres Wettkampfprogramm der nächsten Wochen.

Die Termine

06.-08.11.2009
1. World Cup Berlin
1500 m (Sonntag)

13.-15.11.2009
2. World Cup Heerenveen (NED)
1500m, Teampursiut

21.-22.11.2009
3. World Cup Hamar (NOR)
1500m

28.11.2009
Trainingswettkampf Calgary (CAN)
1000m oder 1500m

04.-06.12.2009
4. World Cup Calgary (CAN)
1500m, Teampursiut

11.-13.12.2009
5. World Cup Salt-Lake-City (USA)
1500m, Teampursiut

Ergebnisse und einen kompl. Wettkampfkalender gibt es auf desg.de

Wettkampfplan Teil 1Wettkampfplan Teil 2