Salt Lake City – die ersten Tage
// Dezember 11th, 2009 // Team, Training
Abreise aus Calgary -Anreise Salt Lake City 07.12.09
Nach dem letzten Wettkampftag in Calgary, dem hektischen Verpacken des meistens Gepäcks in einen LKW, der nach Salt Lake City fuhr und einem gemütlichen Abend mit einigen Teammitgliedern wurde der Kanadaaufenthalt beendet. Der lange Reisetag nach Utah, mit Zwischenstop in Seattle, wurde ohne Probleme hinter sich gebracht und alle sind gesund und munter im Red Lion Hotel in SLC eingetroffen. Ein wenig Wehmut ist aber mitgefahren. Alle und auch ich weilen sehr gerne in der 88iger Olympiastadt und fühlen sich in der Umgebung der Uni von Calgary sehr wohl. Das neue in Hotel, in dem wir das erste Mal untergebracht waren, hat auch bleibende Eindrücke hinterlassen. Der Unterschied zu unser neuen Bleibe in SLC ist schon groß. Das Hotel ALMA war schon die Wucht. Ich vermisse das gute Früstück, das super eingerichtete Einzelzimmer und den schnellen W-Lan Anschluss. Jetzt fällt das alles einige Klassen tiefer aus…
Dienstag 08.12.09
Der erste Tag in der Höhe von SLC diente ganz der Anpassung an die neue Höhenlage und dem Anschnuppern der Eisqualität. Am Morgen setzte ich mich für eine Stunde auf die Radrolle und spulte ein Program von 6×5/5 ab, um den Körper nach der Reise wieder hoch zu fahren und noch ein wenig Ausdauer zu trainieren. Am Nachmittag sind wir alle aufs noch mal schnellere Eis gegangen und haben ein ruhiges Dauertraining abgespult. Ich bin hier oben wohl einer der Wenigen, der keine Probleme mit der Höhe hat und eigentlich nichts davon spürt. Hoffe, das kommt mir noch zu gute.
Die Verpflegung im Hotel ist eigentlich eine Frechheit, entspricht aber amerikanischen Verhältnissen. Zum Einen gibt es fast immer das Gleiche und zum Anderen ist die Auswahl nicht gerade berauschend. Dazu kommt der saftige Preis von 15$ für das Mittagessen und 25$ für das Abendmahl. Fast jeder geht über kurz oder lang in den umliegenden Restaurants einmal Essen, um eine ausgewogene Mahlzeit zu sich zu nehmen. In der Nacht hat es auch hier kräftig geschneit und dies leider auch im Zimmer. Von Wärmedämmung verstehen sie leider nicht viel. Am Morgen sind mein Zimmerkollege Nico und ich bei knackigen 13°C aufgewacht. Rund um unser Fenster lag ein 10cm Schneestreifen, was über die Qualität dieser einiges aussagt. Naja, wir haben nun notdürftig alles mit Handtüchern abgedichtet und die Klimaanlage läuft auf Vollgas…mal sehen, wie die nächsten Nächte werden.
Mittwoch 09.12.09
Weil es in SLC für das Männerteam nur um eine Sache geht – der Qualifikation mit der Team Pursiut Mannschaft für die Olympiade – ist das Training auch auf den Wettbewerb am Sonntag ausgerichtet. Dies bedeutete, dass heute ein Teamtraining absolviert wurde. Bart und die anderen verantwortlichen Trainer haben lange zusammen gesessen und eine vorläufige Mannschaft benannt, die am Wochenende die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Dies wurde so früh gemacht, um alle auf die Aufgabe einzustimmen und noch mehr gemeinsames Training zu bestimmen. Im Team stehen (bis jetzt) Robert, Stefan und Patrick. Langstreckler Tobi und ich sind Ersatz und halten uns bereit. Am Mittwoch fand dann ein Teamtraining statt, in dem nur die 3 Gesetzten aufs Eis mussten und 4x800m absolvierten. Ich war mit in der Halle und habe mit Bart die Wechsel der 3 analysiert und besprochen. Ich denke, wir sind gut eingestellt.
Ich selbst hatte einen Ruhetag, habe mich in der Halle ein wenig bewegt und war am Nachmittag ein wenig shoppen, um die Beine zu bewegen. Am Abend noch eine super Massage von Physio Andreas und dann war der Tag auch schon zu Ende.
Donnerstag 10.12.09
Laut Plan, der auf den Mannschaftslauf ausgelegt ist, laufe ich hier nur eine 1500m, um mich am Sonntag für alle Fälle bereit zu halten. Durch das Teamtraining, an dem ich nicht mit machen musste ( zu 4 oder 5 macht es keinen Sinn Wechsel zu üben), konnte ich hier in meinem “normalen” Wochenrhythmus bleiben. Also heute, einen Tag vor meinem Rennen , Wettkampfvorbelastung. Am Vormittag ging es zum Olympic Oval nach Kears, was immer mit einer 30-40 Minütigen Busfahrt verbunden ist. Dort angekommen, musste das ganze Team (und natürlich auch alle anderen) zur Blutkontrolle. Alles reine Routine und auch notwendig, wie ich finde.
Auf dem Eis habe ich dann mein Programm durchgezogen und bin auch eine schnelle Runde geflitzt. Mit 25.0, die auch noch entspannt und auf Sicherheit gelaufen war, bin ich zufrieden. Ich denke im Wettkampf kann ich ähnlich schnell laufen. Der Speed ist da!
Der Nachmittag war dann recht easy – lange mit einigen anderen beim Essen gesessen und den späten Nachmittag im Starbucks um die Ecke verbracht. Da gibt es wenigstens schnelles Internet…womit unser Hotel nicht gerade glänzt.
Am Abend, Ortszeit gegen 19 Uhr, ist dann Auslosung und die Chancen stehen mal wieder groß, gegen einen Teamkamaraden zu laufen. Punktgleich mit Robert ,treffen wir bestimmt aufeinander…mal sehen. Ich melde mich dann noch mal, um vom Wettkampftag und dem Zeitplan zu berichten.
Bis dahin,
cya
Hugo

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