Am kommenden Samstag werde ich an einem Skate off für die Sprint WM in Obihiro teilnehmen. Deutschland hat in Japan drei Startplätze und einer ist noch frei. Bereits durch die Vorleistungen der World Cup´s haben sich Samuel Schwarz und Nico Ihle die ersten beiden Plätze gesichert. Mit um den Kampf des letzten Ticket werden alle Sprinter und ich treten. Gelaufen werden 500m und 1000m, der Punktbeste aus diesen zwei Strecken wird auf die Reise geschickt.
Meine Chancen
Wie ich bei diesem Wettbewerb abschneiden werde kann ich schlecht einschätzen. Gegen die reinen Sprinter, Denny Ihle, Matthias Schwierz und Patrick Wirth habe ich über 500m kaum eine Chance und muss mein Heil in einer Aufholjagd auf dem Kilometer suchen. Der schärfste Konkurrenz wird Frank Steiner sein, der beide Strecken gut beherrscht und Kandidat Nr.1 für einen Platz im WM Team ist. Mein Ziel ist es einen guten Wettkampf abzuliefern und meine Form, die immer noch gut ist, zu zeigen.
Gut vorbereitet, mit einem guten Gefühl und vor allem mit der Zuversicht schnell laufen zu können, bin ich in mein entscheidendes 1500m Rennen gegangen. Die Woche über konnte ich mich gut auf das schnelle Eis einstellen und habe beim Test-WK am Samstag, und auch beim Teamtraining am Dienstag, überzeugen können und reichlich Selbstvertrauen getankt.
Unter der Woche habe ich mich mit unser Psychologin, Monika Liesenfeld, getroffen um die letzen Wettkampfwochen zu analysieren und mich auf die bevorstehenden Rennen einzustellen. Was wir vermeiden wollten war, dass ich zum einen die Startphase (Berlin und Heerenveen) eines Rennens verpasse und zum anderen aber auch zu aggressiv (Hamar) in ein 1500m Rennen gehe. Fix angehen und “easy” schnell laufen war das Ziel, und so wurde ich auch eingestellt,
Was soll ich sagen? Bestzeit mit 1.46.28s , wieder schnellster Deutscher – aber überzeugt? Kann ich zufrieden sein? War es das? Alles Fragen die ich mir nach dem Rennen gestellt habe und nur eine Antwort zu lassen. NEIN!
Wie war der Run auf dem schnellen Eis in Calgary? Aus geplanten 95-98% wurden 90%, aus guten Kurevneingängen und technischen Vorgaben wurden die schlechtesten seit langem und eine Leistungsgrenze wurde nicht erreicht. Die Runden von 24.1-26.1-27.1-28.8 waren so nicht schlecht und passen eigentlich, waren aber alle mit Handbremse gelaufen und zu langsam. Nach dem Rennen war ich nicht kaputt und erschöpft. Ich hätte nach 20 min noch mal laufen können und wäre wohl nicht viel langsamer gewesen. Mist! Warum habe ich zu viel weggelassen? Hatte ich nach Hamar Angst noch mal so sehr einzubrechen? Hatte ich nicht den Mut das Rennen von vorne zu gestallten? Ich wollte es aber! Ich war bereit ne schnelle Rund hinzulegen und zu hoffen, das ich hinten ankomme. Ich bin selber von mir sehr enttäuscht, dass ich nicht an ein halbwegs optimales Rennen ran komme und keine gute Leistung abliefern kann.
1000m 06.12.09
Nach dem Rennen über die Mittelstrecke am Freitag, hatte ich am Samstag einen Ruhetag und genug Zeit das Rennen zu verarbeiten und nach vorne zu schauen und mich auf die vor mir liegenden Aufgaben zu konzentrieren. Die Aufgaben liegen zu 100% beim Team und die damit verbundende Qualifikation für die Spiele. Von den Trainern wurde entschieden, dass nach Heerenveen nun die “Langstreckenfraktion” unseres Team an den Start gehen sollte. Das Bedeutet für mich, dass ich die Möglichkeit erhalten habe über 1000m zu starten.
Ich bin schon entspannter und relaxter in dieses Rennen gegangen als in eine 1500m. Da habe ich und mache mir auch viel mehr Druck als in dem langen Sprintrennen. Die 1000m sind mir eigentlich zu kurz und ich laufe sie auch sehr selten. Dieses Jahr erst das 3 mal und somit rechne ich mir auch nichts aus und bin deutlich lockerer.
Da ich keine “internationale” Zeit stehen hatte, bin ich schon im 3.Paar dran gewesen, zum Glück über die Innenbahn. Für mich, als schlechten Starter, ist die Innenbahn ein Großer Vorteil, da ich auf dieser besser beschleunigen kann als auf der langen Außenbahn.
Das Race beendete ich in neuer Bestzeit von 1.09.49 und bin somit das erste Mal unter der magischen 1.10 geblieben. Vorgenommen hatte ich mir, die Schmach von den 1500m weg zu machen und Vollgas zu geben. Das habe ich dann, für meine Verhältnisse auch gemacht. Mit meiner bis dato schnellsten Runde in einem Wettkampf von 25.5 habe ich meine persönlichen Vorgaben geschafft und war nach dem Rennen eigentlich zufrieden – und wieder auch nicht. Warum solch ein Race nicht am Freitag? wieder MIST!
Mit dem Sichern eines Welt Cup Tickets und der Gewissheit, dass die Form da ist, habe ich meine “Wettkampfvorbelastung” für meinen eigentlichen Höhepunkt, die 1500m erfolgreich über die Runden gebracht.
Mit der Zeit von 1.12.33 bin ich zufrieden, wenn man bedenkt was ich wieder mal für einen arsch langsamen Angang von 17.68s hatte. Daraus bin ich dann eine 26.7 und 27.95 gelaufen. Die beiden Runden waren okay und sollten bei den 1500m ganz ähnlich kommen.
Der Titel ging an einen sehr starken Jan Friesinger in 1.10.88 vor einem super schnell startenden Nico Ihle, 1.11.69 (200m in 16.78) und einem neben der Spur laufenden Samuel Schwarz in 1.12.14. Der Abstand, zumindest zu Nico ist nicht all zu groß und liegt deutlich bei meiner Schwäche, dem Angang. Das macht sehr viel Mut für die Mittelstrecke!
Bis dahin,
cya
Hugo
Mit dem Sichern eines Welt Cup Tickets und der Gewissheit, dass die Form da ist, habe ich meine “Wettkampfvorbelastung” für meinen eigentlichen Höhepunkt, die 1500m erfolgreich über die Runden gebracht.
Mit der Zeit von 1.12.33 bin ich zufrieden, wenn man bedenkt was ich wieder mal für einen arsch langsamen Angang von 17.68s hatte. Daraus bin ich dann eine 26.7 und 27.95 gelaufen. Die beiden Runden waren okay und sollten bei den 1500m ganz ähnlich kommen.
Der Titel ging an einen sehr starken Jan Friesinger in 1.10.88 vor einem super schnell startenden Nico Ihle, 1.11.69 (200m in 16.78) und einem neben der Spur laufenden Samuel Schwarz in 1.12.14. Der Abstand, zumindest zu Nico ist nicht all zu groß und liegt deutlich bei meiner Schwäche, dem Angang. Das macht sehr viel Mut für die Mittelstrecke!
Die Wochen vergehen wie im Flug. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie wir im Juni im Trainingslager auf Mallorca gewesen sind und ich mit Bart den Jahresplan durchgegangen bin. Nun ist ein wichtiger Punkt auf diesem erreicht. Die Deutsche Einzelstrecken Meisterschaft in Berlin. Diese ist insofern sehr wichtig, da sie, wie jedes Jahr, die Qualifikation für die Welt Cups beinhaltet. Hier wird sich das erste Mal mit allen anderen gemessen und eine erste Standortbestimmung findet statt.
Ich fühle mich sehr gut und bin bis jetzt unglaublich gut durch das Olympia Jahr gekommen. Ohne Verletztungen, keine größeren Ausfälle durch Krankheiten oder Motivationsproblme. Es kann also nur gut laufen
Bei dieser Meisterschaft werde ich über die 1000m am Freitag und den 1500m am Samstag um die begehrten Tickets kämpfen. Mein Hauptaugenmerk wird sicherlich auf dem Samstag liegen. Die 1000m am Freitag Abend, Start der Wettkämpfe 17:30 Uhr, sind nur ein “Warmlaufen” und nutze sie zur Vorbelastung. Das ganze Team der Männer hat einen großen Schritt nach vorne gemacht und alle sind sehr gut drauf. Es werden sicherlich sehr enge Entscheidungen und ich kann gar nicht sagen was am Ende rauskommen wird.
Auf allen Strecken, außer auf 500m, hier nur 3, haben wir 5 Startplätze zu vergeben. Um diese wird es gehen und das Minimalziel lautet erst mal sich ins Welt Cup Team zu laufen. Mit den Vorleistungen sollte dies aber möglich sein.
Die Wochen vergehen wie im Flug. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie wir im Juni im Trainingslager auf Mallorca gewesen sind und ich mit Bart den Jahresplan durchgegangen bin. Nun ist ein wichtiger Punkt auf diesem erreicht. Die Deutsche Einzelstrecken Meisterschaft in Berlin. Diese ist insofern sehr wichtig, da sie, wie jedes Jahr, die Qualifikation für die Welt Cups beinhaltet. Hier wird sich das erste Mal mit allen anderen gemessen und eine erste Standortbestimmung findet statt.
Ich fühle mich sehr gut und bin bis jetzt unglaublich gut durch das Olympia Jahr gekommen. Ohne Verletztungen, keine größeren Ausfälle durch Krankheiten oder Motivationsproblme. Es kann also nur gut laufen
Bei dieser Meisterschaft werde ich über die 1000m am Freitag und den 1500m am Samstag um die begehrten Tickets kämpfen. Mein Hauptaugenmerk wird sicherlich auf dem Samstag liegen. Die 1000m am Freitag Abend, Start der Wettkämpfe 17:30 Uhr, sind nur ein “Warmlaufen” und nutze sie zur Vorbelastung. Das ganze Team der Männer hat einen großen Schritt nach vorne gemacht und alle sind sehr gut drauf. Es werden sicherlich sehr enge Entscheidungen und ich kann gar nicht sagen was am Ende rauskommen wird.
Auf allen Strecken haben wir 5 Startplätze zu vergeben außer auf 500m, hier sind es nur 3. Um diese wird es gehen und das Minimalziel lautet erst mal sich ins Welt Cup Team zu laufen. Mit den Vorleistungen sollte dies aber möglich sein.cya
Hugo
Vorläufiger Zeitplan der DME
500m
17.30 Uhr 10 Paare Damen (17′)
17.47 Uhr 10 Paare Herren (17′)
18.05 Uhr kleine Eisbereitung (15′)
3000m
18.20 Uhr 5 Paare 3 Damen (25′)
1000m
18.47 Uhr 7 Paare Damen (18′)
19.05 Uhr große Eisbereitung (20′)
19.25 Uhr 8 Paare Herren (20′)
5000m
19.45 1 Quartett 5000m Herren (10′)
19.55 Uhr kleine Eisbereitung + 5′ extra zum trocknen
Nach einem ersten Eistesten gestern früh sind wir am Samstag gleich Wettkampf in Salt-Lake-City gelaufen. Da der dritte oder vierte Tag immer der Anpassungstag ist, war ich heute ganz schön müde und habe mich körperlich nicht all zu fit gefühlt. Es wollte auch bis kurz vor dem Start kein Wettkampfgefühl aufkommen. Die Spannung hat kompl. gefehlt. Das ist aber total normal und so habe ich mir über den WK keine Gedanken gemacht. An den Start gestellt und los. Das Ergebnis war aber recht gut. Bin die 2 1/2 Runden in 1.10.32 gelaufen, was für mich eine neue Bestzeit bedeutet. Mit einem super langsamen Angang (17.59s) gingen die Runden umso besser (25.9+26.7). Es war meine erste 25´er Runde in einem Wettkampf….hell yeah.
Nach dem Wettkampf war Ruhe angesagt. Ein bissel Radrolle und DVD schauen. Am Sonntag hatte ich frei und habe mich ausgeruht und endlich die Zeitumstellung abgeschlossen. Am Abend hatten wir noch ein Teammeeting. Ein Bericht dazu später.
Wie angekündigt habe ich heute einen Testwettkampf über 1000m bestritten. Meine Zielstellung in diesem Rennen war es, an meiner Schnelligkeit zu arbeiten und technisch sauber zu laufen!Die Endzeit war dabei zweitrangig!
Nach einer hohen Vorbelastung im gestrigen Training bin ich heute aus vollem Training gelaufen. Mein Laufpartner, mein Teamkamerad Stefan Heythausen, war für meine Zielstellung der ideale Partner. Nach einer durchschnittlich guten ersten Runde (26,7s) ist es leider zu Wechselschwierigkeiten gekommen: ich musste Stefan den Regeln entsprechend die Vorfahrt gewähren und büßte somit Zeit ein. Nach diesem für mich unglücklichen Wechselfehler bin ich nur noch ins Ziel getrudelt. Ich habe jedoch meine Zielstellung mit meinem Angang und meiner Technik erfüllt!
Die heutige Angangszeit wird in den kommenden Wochen meine Zielzeit für den Angang auf den Mittelstrecken sein! Eine aggressive erste Runde gepaart mit einer sauberen Technik sollen der Schlüssel für eine hohe Geschwindigkeit sein. Ich werde mich mental mit meiner Psychologin darauf einstellen und kann nach dem heutigen Lauf einmal mehr auf meine solide Technik vertrauen.
Parallel zu den 5000m der Männer bei der Mehrkampf-WM in Hamar/Norwegen habe ich heute Nachmittag noch eine leichte Einheit auf der Radrolle gemacht. Tobi und Robert haben einen guten Job gemacht und können mit dem Endkampf, der am morgigen Sonntag stattfindet, liebäugeln. Ich werde ihnen auf jeden Fall die Daumen drücken!
Tolle Bilder der WM gibt es wie immer auch auf www.fotos.desg.de zu finden! Schaut mal rein…
Nach dem Weltcupwochenende in meiner Heimatstadt Erfurt, mit meiner unbefriedigenden Leistung über die 1500m, galt meine Aufmerksamkeit in der vergangenen Trainingswoche zwei psychischen Aspekten: die Motivation und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wiederzufinden! Mit viel Entspannung und Alltagsroutine habe ich versucht dies umzusetzen. Am Samstag werde ich in einem Trainingswettkampf die 1000m laufen. Ziel dieses Testlaufes ist die Arbeit an meiner Schnelligkeit.
Nach dem schweren ersten Tag war klar das ich heute nur die 1500m laufen werde. Mein Gegner wurde mir nach dem Mehrkampfergebniss nach zwei Strecken zugeteilt. Dies war also der bis jetzt drittplatzierte Marco Weber. Mir war also schon vor dem Race klar das ich auf mich alleine gestellt bin da die 1500m nicht Marco´s stärke sind. Der Lauf war so ein typischer nicht gut-nicht schlecht lauf. Bin zu langsam angegangen (24,7s), und konnte in der der ersten Runde (27,3s) nicht richtig durch beschleunigen. Habe leider immer noch gemerkt das nach der Erkältung die Power noch nicht wieder da ist und der Speed noch nicht kommt. Die Runden vom Verlauf waren dann okay (27,3s-28,3s-29,7s). Ein stärkerer Gegner hätte mir sicher gut getan. Mit der Endzeit von 1.50,23s bin ich hinter dem Sieger und Späteren Mehrkampfmeister Tobias Schneider, der eine gute 1.48,65s gelaufen ist, und Robert Lehmann der in 1.49,08s überzeugte, noch dritter geworden.
Vor dem Start der 1500m
1500m
Die 10 000km habe ich dann wie geplant ausgelassen, ist nicht ganz so meine Strecke . Morgen geht es für mich nochmals auf die Sprintstrecken. Es wird ein skate-off um die Sprint WM und World Cup plätze über 500m und 1000m geben. Eine echte Chance habe ich nicht, vielleicht wenn alles gut läuft über die 1000m, aber nach zwei Harten Wettkampftagen wird das nicht einfach werden.
Ich habe mich jetzt schon auf der Rolle ausgefahren und habe einen großen Teller Reis gegessen. Heute steht also nur noch Entspannung auf dem Plan!