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Tobias Schneider über die Kältekammer

// September 3rd, 2009 // No Comments » // Team

Auf unser Teamseite “The men on ice” verfasste Sportfreund Schneider folgende Worte über die Kältekammer:

Ich war am kältesten Ort der Welt…

Posted on: September 3, 2009

oder die Geschichte der Temperaturaufzeichnung muss neu geschrieben werden!
Die kälteste je gemessene Temperatur in Deutschland wurde mit -45,8°C am 24.12.2001 in Funtsee (Bayern) gemessen.
Die kälteste je gemessene Temperatur auf der Erde wurde mit -89,2°C 1983 an der Wostok Station in der Antarktis gemessen.
BIS JETZT!
Denn die Wissenschaftler haben bis heute noch nichts von der kleinen, in drei Teile aufgeteilten Kammer, im Bundesleistungszentrum in Kienbaum gehört! Hier herrschen nicht -45,8°C und auch nicht -89,2°C, sondern unfassbare -110°C!!!
Und nun kommt die Krönung, den Eisschnelllauf-Männern fällt nichts besseres ein, als bei sommerlichen +30°C sich bis auf die Unterwäsche zu entblößen, sich gütigerweise Mütze, Handschuhe und Mundschutz überstreifen dürfen, um sich dann durch die Kammer zu schleusen, die in der ersten Kammer bei fast warmen -14°C startet, in der zweiten mit -60°C schon ein wenig Eindruck hinterlässt, um dann in der dritten, mit -110°C, all ihre Macht demonstriert!
WARUM!?
Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass ein kurzfristiger Aufenthalt bis zu höchstens drei Minuten eine Verengung der Gefäße unter der Haut bewirkt und das Blut in das Körperinnere drängt, wo regulierende, heilende und leistungssteigernde Vorgänge ausgelöst werden, ohne dass die Muskeln darunter leiden.
So haben wir bei unserem Kurztrainingslager von Sonntag bis Mittwoch in Kienbaum, diese neue Errungenschaft des Leistungszentrums in Kienbaum genutzt, um nach den harten Kraft- und Ausdauereinheiten, die stark beanspruchten Muskeln, Sehnen und Gelenke in der Regeneration zu unterstützen.

cya
Hugo

Kurzes Trainingslager – Kurzer Bericht

// September 3rd, 2009 // No Comments » // Reise, Team, Training

Jeder Leistungssportler kennt diesen Ort. KIENBAUM. In einem Leistungszentrum, wie es kein zweites in Deutschland gibt, bereiten sich regelmäßig, in allen nur erdenklichen Sportarten, Athleten auf ihre Höhepunkte vor. In meiner Zeit als Junior und U23 Starter habe ich jedes Jahr im Sommer hier einige Wochen verbracht und immer gut trainiert. Die Nähe zu Berlin und der Eishalle, ruhige und gute Straßen für das Radtraining, perfekt ausgestattete Krafträume, zwei Leichtathletik Plätze, mehrere Rasenanlagen, eine 3,5 km lange Rollbahn, Hallen aller Art und eine Schwimmhalle lassen alle Trainingsmöglichkeiten zu. Zudem noch eine medizinische Rundumbetreuung von Sauna, Physiotherapie, Ärzten, einer neuen Kältekammer, nicht zu vergessen das unglaublich gute und immer sportgerechte Essen, machen Kienbaum zum gern angelaufenen Punkt um an der Form zu feilen. Wenn ich durchzähle komme ich fast auf ein halbes Jahr Lebenszeit was ich an diesem Ort schon verbracht habe.

kienbaum4

Das Männerteam und ich nutzen für drei Tage diese Medalienfabrik um ein wenig vom Eis weg zu kommen und Motivation für die bevorstehenden Aufgaben zu Tanken. Nachdem ich am Montagvormittag mit dem Rad aus Berlin angereist bin hat mich leider ein Krafttraining am Nachmittag ein wenig entschärft. Ein altes Leiden mit meiner Bandscheibe ist aufgebrochen und hat mich in der Bewegung sehr eingeschränkt. Zum Glück war auch unser Physio Andreas Dannenberg vor Ort, der mich umgehend versorgte. Mit Massagen, Dehnung, Strom und der neuen Kältekammer haben wir das übel doch recht schnell in den Griff bekommen und heute (Donnerstag) ist fast nix mehr zu spüren. Danke Andi!

Am Dienstag stand also die Heilung für mich im Vordergrund, den Vormittag verbrachte ich komplett in der Reha und am Nachmittag versuchte ich mich eine Stunde lang auf den Skirollern zu bewegen…war eine schmerzhafte Sache! Die Jungs gingen derweilen glücklicherweise nach Plan vor und bewältigten ein Radtraining und eine Rudereinheit auf dem See. Ein Grillabend in lockerer Männerrunde, nur Mentaltrainerin Monica Liesenfeld schaute kurz vorbei, rundete den Tag ab. Höhepunkt war sicherlich der Genuss von Stefan´s Hecht den er, als großer Angler, am Nachmittag aus dem See zog! Räuber!

teambild

Mittwoch setzte bereits der Heilungsprozess ein und ich bin, nach 20 min Schmerzüberwindung, auf zwei Stunden Skiroller gekommen. Die gesunden Männer schwitzten derweil beim Sprungprogramm. Auf der Rollbahn konnte ich genau ablesen wie viele Kilometer ich abspulte. Auf der 3,5km Runde sind es 31,5 geworden was mich ein wenig Stolz machte :) . Dann ging es wieder nach Berlin.

In den drei Tagen konnten wir, wie schon berichtet, die neue Kältekammer nutzen. Ich bin dafür sehr dankbar, da ich denke das sie für meinen Rücken und der Bandscheibe genau das richtige war. Cheftrainer Bart , Andreas und ich planen diese vielleicht öfter einzusetzen. Mal schauen.

In den nächsten Jahren werden wir sicherlich öfter hierher kommen, weil alle beeindruckt waren und das Trainingsgelände überzeugt hat.

cya
Hugo

Bilder aus der Kälte :-)

kienbaum3

-110°C

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etwas gruselig

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BIBBER BIBBER

Twitterprotokoll

  1. Heute ein Ruhetag. War mich schon pflegen : Sauna, Wechselbäder, Massage und Wärmepackung. Rücken geht es dank Andreas und der Kälte top!
  2. Guten Morgen. Meinem Rücken geht es etwas besser. Heute noch mal ein Ausweichtraining, Skiroller. Danach geht’s zurück nach Berlin.
  3. Nach dem Grillen nun wieder Sport. Angeln. Mal sehen was so anbeist.
  4. Mega Sturz bei der Vuelta, krass!
  5. Was ist eine Kältekammer? http://eis-blog.de/?p=1147
  6. Kurztrainingslager in Kienbaum http://eis-blog.de/?p=1143
  7. Update: jetzt noch kurz ein Teambild machen für die Kienbaumzeitung.
  8. Nach dem Essen nun kurze Pause, dann Skiroller(Versuch sich kurz zu bewegen), Kältekammer(-15C,-60C,-110C) Physio und dann Grillen :-)
  9. Leider meldet sich bei mir die Bandscheibe. Den ganzen Vormittag mit Andreas in der Physio verbracht. Kraft war gestern wohl zu viel. FUCK
  10. Bin mit dem bike nach Kienbaum gefahren und gut angekommen. Bis Mittwoch bin ich mit dem Männerteam hier. Ein wenig Abwechslung, ohne Eis
  11. @wimijpelaar I use my blackberry for twitter and mb for wordpress…I stay in the world man!
  12. Morgen geht´s für 3 Tage nach Kienbaum. OHNE COMPUTER! Wie soll ich das nur schaffe. Rennbericht gibt es also erst Donnerstag.

Was ist eine Kältekammer?

// September 1st, 2009 // 2 Comments » // Allgemein, Material, Training

Habe ich mich auch gefragt, als ich erfahren habe das wir eine solche hier besuchen und auch benutzen sollen.

Hierzu habe ich diesen Text auf der DOSB Seite gefunden:
http://www.dosb.de/de/leistungssport/spitzensport-news/detail/news/erste_kaeltekammer_fuer_deutsche_athleten/9746/cHash/58e55f4865/

Erste Kältekammer für deutsche Athleten

24.07.2009

Leichtathleten testeten in Kienbaum die neue Anlage und zeigten sich begeistert. In Deutschland gibt es knapp 70 Kältekammern, die bislang nur in der Rheumamedizin und Schmerztherapie ihre Anwendung fanden. Kienbaum hat jetzt die erste Anlage erhalten, die ausschließlich dem Sport zu gute kommt.

 

Die Drei, die aus der Kälte kamen. Das ist kein neuer Filmtitel. Diese Aussage bezieht sich auf eine Szene, die eine Hundertschaft von neugierigen Journalisten, Fotoreportern und Kameraleuten des Fernsehens hautnah bei der Eröffnung der Kältekammer im Bundes-leistungszentrum Kienbaum östlich von Berlin miterlebten. Das Hürdensprinter-Trio Matthias Bühler, Alexander John und Jens Werrmann testete bei der Premiere als erste die Anlage und zeigte sich nach dem einminütigen Aufenthalt bei minus 110 Grad erfreut über das, was es gerade am eigenen Körper erfahren hatte.

„Man fühlt sich unheimlich frisch“, schilderte der Deutsche Meister Bühler von der LG Offenburg seine Eindrücke, nachdem er, in Badekleidung und festem Schuhwerk, sich von den leichten Handschuhen, dem Mundschutz und weißen Stirnband getrennt hatte. Eine reine Vorsichts-maßnahme, die aber nicht unbedingt zwingend sei, wie die Verantwortlichen glaubhaft ver-sicherten. „Für mich bedeutete das ein ganz neues Erlebnis und eine interessante Erfahrung. Durch die sehr trockene Luft empfindet man die Kälte als gar nicht so extrem. Als Regeneration nach einer Trainingsbelastung kann ich mir jedenfalls eine positive Wirkung gut vorstellen.“

Was der angehende Sportsoldat spontan von sich gab, das ist wissenschaftlich durch rund 300 Publikationen untermauert und wird in anderen Ländern längst mit Erfolg angewandt. Prof. Dr. Winfried Joch, lange Zeit Lehrwart des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, hat sich an der Universität Münster intensiv mit dem Thema der Kälteapplikation beschäftigt. „Die Effekte sind unbestritten und haben nicht das Geringste mit Doping zu tun. Gerade bei Intervall-Belastungen von Ausdauerathleten setzt eine schnelle Erholung des Körpers ein. Die Australier haben bereits Mitte der neunziger Jahre zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Atlanta und bei sich zu Hause in Sydney diese Methode in ihrem Trainingsprozess angewendet und sie für eine Leistungsoptimierung nutzbar gemacht.“

In Deutschland gibt es knapp 70 dieser Kältekammern, die bislang aber nur in der Rheumamedizin und Schmerztherapie ihre Anwendung fanden. Kienbaum hat jetzt die erste Anlage erhalten, die ausschließlich dem Sport zu gute kommt, wobei es sich um drei unterschiedliche Kabinen handelt, in denen Temperaturen von minus zehn, 60 und 110 Grad herrschen. Torsten Burmester, Stellvertretender Abteilungsleiter Sport im Innenministerium, zeigte sich hocherfreut, dass innerhalb von nur vier Monaten dieses Projekt realisiert werden konnte, und meinte, dass die Kosten von 320.000 Euro eine gute Investition in die Zukunft seien.

Die Idee zum Bau einer Kältekammer war schon vor zwei Jahren geboren worden, als der Sport-ausschuss-Vorsitzende im Deutschen Bundestag, Dr. Peter Danckert, bei einem Sommerfest in Kienbaum den DLV-Sportdirektor Jürgen Mallow fragte, was ihm denn nun noch fehle. Allerdings dauerte es eine gewisse Zeit, bis alle von der Wichtigkeit und Richtigkeit des Projekts überzeugt waren. Als dann der DOSB aber Grünes Licht gab und das BMI die Mittel aus dem Konjunkturprogramm II zur Verfügung stellte, ging alles relativ schnell, zumal sich die Sportdirektoren der in Kienbaum trainierenden Fachverbände Ende März einstimmig für den Bau aussprachen, die von dem Neu-Ulmer Unternehmen Zimmer bewerkstelligt wurde.

Joch, der mit der Dortmunder Sportwissenschaftlerin und Spezialistin Dr. Sandra Ückert, die vor kurzem beim DOSB in Frankfurt/Main anheuerte, eng zusammen gearbeitet hatte, unternahm den Versuch, auch einem Laien zu erklären, weshalb die Kälte so positive Wirkungen auf mehreren Gebieten haben kann. „Im Sport ist normalerweise alles auf Wärme fixiert. Das beginnt mit dem Aufwärmen und hört auf bei Trainingslagern in südlichen Gefilden. Zu viel Wärme aber kann auch schädlich sein. Primär kommt es darauf an, unsere Normaltemperatur von 37 Grad zu halten, sprich sie zu regulieren. Wird der Bereich verlassen, muss er leistungsmindernde Effekte in Kauf nehmen. Das heißt nichts anderes, als dass Energie aufgewendet werden muss, um den Körper herunterzukühlen, Energie, die anderswo besser eingesetzt werden kann.“ Eine kurzfristige, hoch dosierte Kälteapplikation, die sich vor allem auf die Haut konzentriert, kann also viel auf physiologischem Terrain und bei der Blutmengenverteilung bewirken.

Der emeritierte Medizin-Professor und Buchautor Dr. Winfried Papenfuß („Die Kraft aus der Kälte“), Chefarzt der Inselklinik in Heringsdorf, hat sich ebenfalls seit langem dem Thema gewidmet. Er ging bei der Vorstellung der Kammer sogar noch einen Schritt weiter und meinte: „Bei dieser Anwendung kann die körperliche Schmerzleitung blockiert, die Beweglichkeit erkrankter oder verletzter Gelenke verbessert sowie verkrampfte Muskeln gelockert werden, wobei das gesamte Immunsystem davon profitiert.“

Fest steht und wissenschaftlich bewiesen ist, dass ein kurzfristiger Aufenthalt bis zu höchstens drei Minuten eine Verengung der Gefäße unter der Haut bewirkt und das Blut in das Körper-innere drängt, wo regulierende, heilende und leistungssteigernde Vorgänge ausgelöst werden, ohne dass die Muskeln darunter leiden. Fachleute gehen von einer Leistungssteigerung von einem bis zwei Prozent, manche sogar von noch mehr aus. Professor Joch gab ein Beispiel zum Besten, das die Wirksamkeit des Kältezuflusses zumindest in diesem Fall bestätigt. Zwei gleichstarke Radsportgruppen wurden vor einem zwölf Kilometer langen Prolog unterschiedlich vorbereitet, die eine beließ es bei dem üblichen Warmfahren, die andere wurde mit der Zufuhr von gekühlter Luft („precooling“) behandelt – und die hatte am Ziel bei einem Tempo von 50 km/h einen Vorsprung von 160 Metern.

Dass der Leverkusener Trainer Leszek Klima mit seinen Schützlingen gern in seine alte polnische Heimat nach Spala fuhr, kam auch nicht von ungefähr, denn dort gibt es auch diese „Kühlschrank“-Möglichkeit schon seit längerem. Um aber genaue und weitreichende Schlüsse aus der Anwendung in Kienbaum zu ziehen, wird der DOSB durch Sandra Ückert und dem Olympiastützpunkt Berlin intensiv beobachten vornehmen, welchen Vorteil Deutschlands erste Sport-Kältekammer mit sich bringt.

 Na dann, gutes Frieren und hoffen das man wieder raus kommt. Eindrücke meiner seits werde ich später abgeben…

cya
Hugo

Kurztrainingslager in Kienbaum

// September 1st, 2009 // 1 Comment » // Reise, Training

Mit dem Männerteam befinde ich mich seit Montag in einem Kurzcamp in Kienbaum. Bis Mittwoch nutzen wir die Tage um noch mal ein wenig vom Eis weg zu kommen und Motivation für die bevorstehenden Aufgaben zu Tanken. Mit Radfahren, Kraftraining und einem Sprungprogramm stehen bekannte Einheiten auf dem Plan. Zur Auflockerung ist aber auch eine längere Bootstour, Angeln, Aufendhalt in der neuen Kältekammer, Sauna, gemeinsames Grillen und mit Sicherheit viel Lachen angesagt. Zur Unterstützung ist unser Teamphysio Andreas und unsere Psychologin Monica Liesenfeld mit an Bord.

Nach dieses lockeren drei Tagen haben wir vier Tage Heimtraining das wohl jeder an einem Heimatort verbringen wird. Da ich am Samstag in Elxleben beim Radrennen am Start stehen werde, fahre ich Freitag Abend nach Erfurt. Mal wieder in die Heimat.

Bis dahin,
cya
Hugo