Posts Tagged ‘Olympia’

Moral und Motivation im Leistungssport

// November 20th, 2009 // No Comments » // Allgemein

Es gibt genau zwei Arten von Leistungsportlern – die Erfolgreichen und die weniger Erfolgreichen. Beide lieben ihren Sport. Haben in jungen Jahren, aus Freude daran ihn spielerisch ausgeführt, und sind dann, wohl weil sie in einem kleinen Kreis talentierter waren als andere, in einem professionellen Umfeld aufgegangen. Beide standen einmal an der Schwelle und mussten entscheiden – lass ich ihn zum Teil meines Lebens werden und messe ich mich auf den höchsten Ebenen mit anderen oder lasse ich es sein und es wird nicht mehr als ein Hobby sein.
Die Auslese ist hart und gnadenlos
In Deutschland, und das wird nun immer mehr von anderen Ländern kopiert, gibt es ein sehr weit verschachteltes und gut ausgebautes Fördersystem. Über die Vereine, Landessportverbände, Olympiastützpunkte, Dachverbände, Sporthilfe und nicht zuletzt die Einrichtungen, die es ermöglichen eine Ausbildung während der Sportkarriere parallel auszuüben – Bundespolizei, Zoll, Landespolizei und der größte Arbeitgeber, die Bundeswehr. Um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen muss man schon früh mit Leistung überzeugen. Kadereinstufung ist hier das Zauberwort und um diese dreht es sich Jahr für Jahr. Es werden dann immer weniger bis nur noch die Besten übrig bleiben. So will es das System.
Leistungsgesellschaft – Wahrnehmungsgesellschaft
Zurück zu den zwei Arten von Leistungssportlern. In einem Wettstreit treffen diese beiden immer wieder aufeinander. Es kann nur einen bzw. sehr wenige Gewinner und viele Verlierer geben. In der Öffentlichkeit, und vor allem in Deutschland, stimmt dies Einschätzung! Es gibt nur einen Gewinner, die anderen waren nicht die Besten und somit auch schon schlechter als es möglich gewesen wäre. Die Frage wird gestellt, was zum Sieg gefehlt hat bzw. direkt: was hat man Falsch gemacht. Die Wahrnehmung bezieht sich auf die Sieger und nicht auf die Verlierer. Wie nennt man diese Moral?
Wie sehe ich das als “Leistungssportler”?
Seit nunmehr fast 10 Jahren im Worldcup, vielen Weltmeisterschaften und einer Olympiade betrifft mich diese öffentliche Wahrnehmung. Laut ihrer war ich immer schlecht, weit hinter dem Sieger und kein guter Sportler. Es ist zum Glück so, dass ich mich nicht von dieser leiten lasse und immer noch die Moral habe, mich mit anderen zu messen. National konnte ich mich immer durchsetzen und meine eigenen kleinen Erfolge feiern.  Was gibt mir das Vermögen weiter zu machen? Nach all den Jahren begreift man, dass man International wohl nie gewinnen wird. Das Talent und/oder die körperlichen Voraussetzungen fehlen einfach und ist auch mit einem mehr an Fleiß und harter Arbeit im Training nicht mehr aufzuholen. Ich mache diese auch nicht um zu gewinnen. Bin ich deshalb nun schon schlecht?
Als Eisschnellläufer trete ich an, um für mich ein “perfektes Rennen” zu machen. Die Wettkämpfe sind die Belohnung für das Training und geben einen Zuversicht noch schneller zu werden. Ich kann auch noch schneller und ich habe meine Leistungsgrenze noch nicht erreicht.
Schnell wird behauptet das man nicht alles gibt um vorne mit zu laufen. Was ist vorne? Wo beginnt die Spitze? Gäbe es ohne mich einen anderen der vielleicht weiter kommen würde? Ist alles vom Erfolg abhängig und wer sagt, wann man erfolgreich ist?

Es gibt genau zwei Arten von Leistungsportlern – die Erfolgreichen und die weniger Erfolgreichen. Beide lieben ihren Sport. Haben in jungen Jahren, aus Freude daran ihn spielerisch ausgeführt, und sind dann, wohl weil sie in einem kleinen Kreis talentierter waren als andere, in einem professionellen Umfeld aufgegangen. Beide standen einmal an der Schwelle und mussten entscheiden – lass ich ihn zum Teil meines Lebens werden und messe ich mich auf den höchsten Ebenen mit anderen oder lasse ich es sein und es wird nicht mehr als ein Hobby sein.

Die Auslese ist hart und gnadenlos

In Deutschland, und das wird nun immer mehr von anderen Ländern kopiert, gibt es ein sehr weit verschachteltes und gut ausgebautes Fördersystem. Über die Vereine, Landessportverbände, Olympiastützpunkte, Dachverbände, Sporthilfe und nicht zuletzt die Einrichtungen, die es ermöglichen eine Ausbildung während der Sportkarriere parallel auszuüben – Bundespolizei, Zoll, Landespolizei und der größte Arbeitgeber, die Bundeswehr. Um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen muss man schon früh mit Leistung überzeugen. Kadereinstufung ist hier das Zauberwort und um diese dreht es sich Jahr für Jahr. Es werden dann immer weniger bis nur noch die Besten übrig bleiben. So will es das System.

Leistungsgesellschaft – Wahrnehmungsgesellschaft

Zurück zu den zwei Arten von Leistungssportlern. In einem Wettstreit treffen diese beiden immer wieder aufeinander. Es kann nur einen bzw. sehr wenige Gewinner und viele Verlierer geben. In der Öffentlichkeit, und vor allem in Deutschland, stimmt dies Einschätzung! Es gibt nur einen Gewinner, die anderen waren nicht die Besten und somit auch schon schlechter als es möglich gewesen wäre. Die Frage wird gestellt, was zum Sieg gefehlt hat bzw. direkt: was hat man Falsch gemacht. Die Wahrnehmung bezieht sich auf die Sieger und nicht auf die Verlierer. Wie nennt man diese Moral?

Wie sehe ich das als “Leistungssportler”?

Seit nunmehr fast 10 Jahren im Worldcup, vielen Weltmeisterschaften und einer Olympiade betrifft mich diese öffentliche Wahrnehmung. Laut ihrer war ich immer schlecht, weit hinter dem Sieger und kein guter Sportler. Es ist zum Glück so, dass ich mich nicht von dieser leiten lasse und immer noch die Moral habe, mich mit anderen zu messen. National konnte ich mich immer durchsetzen und meine eigenen kleinen Erfolge feiern.  Was gibt mir das Vermögen weiter zu machen? Nach all den Jahren begreift man, dass man International wohl nie gewinnen wird. Das Talent und/oder die körperlichen Voraussetzungen fehlen einfach und ist auch mit einem mehr an Fleiß und harter Arbeit im Training nicht mehr aufzuholen. Ich mache diese auch nicht um zu gewinnen. Bin ich deshalb nun schon schlecht?

Als Eisschnellläufer trete ich an, um für mich ein “perfektes Rennen” zu machen. Die Wettkämpfe sind die Belohnung für das Training und geben einen Zuversicht noch schneller zu werden. Ich kann auch noch schneller und ich habe meine Leistungsgrenze noch nicht erreicht.

Schnell wird behauptet das man nicht alles gibt um vorne mit zu laufen. Was ist vorne? Wo beginnt die Spitze? Gäbe es ohne mich einen anderen der vielleicht weiter kommen würde? Ist alles vom Erfolg abhängig und wer sagt, wann man erfolgreich ist?

“Der persönliche Erfolg als positives Resultat der Aktivitäten des Menschen hinsichtlich der Erfüllung seiner persönlichen Ziele.” Wikipedia

Jeder Sportler hat ein Grundziel: der Beste zu sein! Zweites Ziel: Besser zu werden! Natürlich kann dies, von der Mentalität abhängig, auch anders herum sein. Der Weg um der Beste zu sein ist lang und es kann auch immer nur einen “Besten” geben und dazwischen liegen viele Stationen von Erfolg und Niederlage – von Zeiten die von der Moral getrieben werden oder von ihr zerfressen. Die persönlichen Ziele sind auf dem Weg an die Spitze von kleinen Schritten geprägt. Öffentlich werden diese nicht wahr genommen. Wenn nun ein Sportler den nächsten kleinen Schritt nicht mehr vollbringen kann steht er wieder einmal an einem Scheideweg…er wird nicht mehr unterstützt, bekommt keine Förderungen mehr und wird aus dem Kadersystem verabschiedet. Nur die Besten überleben und haben weiterhin die Chance oben anzukommen.

Vor 4 Jahren, nach den Olympischen Spielen in Turin, stand ich vor der Entscheidung ob ich weiter machen will oder aufhöre. Durch die Teilnahme an den Spielen hatte ich alle Kriterien erfüllt, um Eisschnelllaufen weiterhin betreiben zu können. Für mich war aber die Motivation und Moral das Problem und nicht die Leistungskriterien. Erst mit der Zusammenarbeit mit Bart Schouten ist diese wieder in einem gemeinsamen Ziel gemündet und die Moral war da, weitere 4 Jahre bis Vancouver hart zu arbeiten. Das Ziel: eine Medaille bei dem wichtigsten Wettkampf, dem es im Sport gibt. Der Teampursiut war für uns Männer die realistischste Chance einmal ganz weit oben zu stehen.

Als weniger erfolgreicher Sportler ist es ungemein schwerer seine Moral und Motivation auf einem hohen Level zu halten. Er muss sich selber Ziele setzen, um ein “persönliches Erfolgserlebnis” zu erreichen. Der Erfolgreiche, der Sieger, bekommt dies automatisch durch seine Erfolge.

Ich bin immer wieder hingerissen von persönlichen Erfolgen und Niederlagen, die an der Moral kratzen oder die Motivation zum Platzen bringen. Ich, für mich, kann sagen das ich immer alles gebe und schon oft genug wieder aufgestanden bin und werde weiterhin alles für meinen persönlichen Erfolg machen denn…die öffentliche Wahrnehmung ist mir eh Wurscht! :)

cya
HUgo

Wettkampfbericht 2.World Cup Heerenveen Teampursiut

// November 17th, 2009 // 2 Comments » // Wettkampf

Schrecken der Realität oder wie Druck hemmen kann

Nun ist sie vergeben, die erste von nur drei Chancen auf ein Olympia Ticket. Mit einem 10. Platz, 28 Punkten im Gesamtworldcup und der Gewissheit, weit hinter unseren Möglichkeiten geblieben zu sein, haben wir das Wochenende mit einer moralischen Talfahrt abgeschlossen.

Woran es lag, was die Fehler waren, wird nun in den nächsten Tagen genau analysiert, um es beim nächsten Mannschaftswettbewerb in Calgary und beim Show Down in Salt Lake City besser zu machen. Wir geben noch lange nicht auf und werden weiter um die Minimal Chance kämpfen, denn das Ziel von vor 4 Jahren und auch noch heute ist noch dasselbe! Olympia und dort unter die Top 3 kommen!

bis dahin,
cya
Hugo

Ergbebnisse

Olympia Interview Teil 8 – Fanny Chmelar (Ski-Alpin)

// November 12th, 2009 // No Comments » // Interview

Wie fast alle aus der Großen Sportfamilie kenne ich Fanny auch durch eine lange gemeinsame Zeit bei der Bundeswehr. Dort haben wir schnell festgestellt, dass wir gut miteinander können und sind Freunde geworden. In dieser Zeit haben wir einige Trainingseinheiten zusammen absolviert und sind viele km auf dem Rad gefahren!

Wie fast alle aus der Großen Sportfamilie kenne ich Fanny auch durch eine lange gemeinsame Zeit bei der Bundeswehr. Dort haben wir schnell festgestellt, dass wir gut miteinander können und sind Freunde geworden. In dieser Zeit haben wir einige Trainingseinheiten zusammen absolviert und sind viele km auf dem Rad gefahren!

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Hallo Fanny, wie war das letzte Jahr für Dich? Bist ja durchgestartet oder? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Tja Hugo, natürlich war hauptsächlich dank dir meine letzte Saison wirklich gut ;-) aber du hast recht, ich kann mich nicht beklagen! Mein Sommer war gut aber auch sehr anstrengend. Weil ich dieses Jahr keinen Bundeswehr-Lehrgang mehr auf dem Programm hatte, hat das Konditraining bereits früher als in den letzten Jahren beginnen können. Neben dem Training daheim, in Garmisch-Partenkirchen, hatten wir noch zwei Kondi-Lehrgeänge auf Zypern und in Ottobeuren. Nach knapp 3 Monaten Training und Ski Abstinenz, hab ich aber doch wieder zu meinen Brettern zurückgefunden. Nach einer Woche in Zermatt und 3 Tagen in der Skihalle in Wittenburg, haben wir uns auf den Weg nach Neuseeland gemacht. Leider war das Glück wettertechnisch in den ca 4 Wochen nicht gerade auf unserer Seite, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Wieder zurück daheim, bin ich zur Zeit sehr viel auf den österreichischen Gletschern beim Skifahren… es wird, es wird :-)
Fanny Chmelar

Olympische Spiele! Wann hast du sie bewusst das erste mal wahr genommen? Gibt es einen Helden für dich an den du Olympia fest machst? ( Kann auch Sommer sein)

Ich glaube, das erste Mal hab ich die Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer wahrgenommen. Markus Wasmeier, Katja Seizinger, Lasse Kjus, Picabo Street… ab da wollte ich immer Abfahrts-Weltmeisterin werden, und jetzt bin ich Slalom – Spezialistin :)

Wie läuft das bei mir der Quali ab? Was musst du erreichen um in Vancouver am Start zu sein?

Es gibt 4 Startplätze pro Disziplin. Um mich für Vancouver zu qualifizieren, muss ich entweder zweimal Top 15 oder einmal Top 8 sein.

Merkst du schon das es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

fanny4
Ehrlich gesagt könnte ich es höchstens daran merken, dass das Konditraining so früh begonnen hat und vielleicht sogar etwas strenger war als früher, aber für mich persönlich sind die Spiele noch weit weg. Bevor es nach Vancouver geht, steht erst mal die ganze Welt-Cup Saison an. Alle Slaloms, außer das WC-Finale, sind vor den Olympischen Spielen; trotzdem möchte ich am liebsten das Thema Quali so früh wie möglich erledigen – aber wer würde das nicht gern.

Würdest du sagen das du dich wegen deinem Sport unterordnest und einiges in Kauf nimmst?

fanny3
Unterordnen würde ich nicht gerade sagen, aber dass man als Spitzensportler das eine oder andere in Kauf nehmen muss, ist kein Geheimnis. Dafür kann ich aber von mir behaupten, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe und darauf bin ich sehr stolz!

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer aber was erhoffst du dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Ich hab mit der letzten Saison den Sprung unter die Top 15 im Slalom geschafft. Das ist eine super Ausgangssituation für die neue Saison. Dennoch fasse ich meine Ziele ungern in Zahlen oder Ergebnisse; ich möchte auf dem Level die Saison beginnen, bei dem ich die Letzte beendet hab; einfach gut Skifahren und meinen Kopf im Griff haben! Wenn ich das schaffe, dann ist auf jeden Fall schon mal ein wichtiger und großer Schritt getan!
Fanny 2

Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt Anschauen?

Na ja, meine Wettkämpfe finden ja in Whistler statt – keine Ahnung was da sonst noch geboten sein wird, aber ich werde versuchen so viel olympisches Feeling wie möglich aufzusaugen. Wenn sich noch ein Trip nach Vancouver City ausgeht, wäre das genial und vielleicht schau ich mir dann auch dich an.

Fanny, danke für die Antworten und ich hoffe ich kann auch mal in Whistler vorbei schauen!

1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

ja, immer

2. Sind das Deine ersten Spiele?

ja

3. Hast du Erwartungsdruck?

ja

4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

5. Kannst Du von Deinem Sport leben?

Nein. Dank Bundeswehr Ja.

6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?

ja

7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

JA!!!

Linktips

wiki/Fanny_Chmelar – Fanny im Wiki
ski2b.com - Portraits von Fanny
ski-online.de - DSV

Olympia Interview Teil 7 – Stephan Hocke (Skispringen)

// November 6th, 2009 // No Comments » // Interview

Stephan kenne ich schon sehr lange. Mit ihm zusammen habe ich meine Anfangszeit in der Sportförderguppe der Bundeswehr in Oberhof verbracht. Nach einigen gemeinsamen Lehrgängen sind wir Freunde geworden und haben zusammen viel erlebt. Sportlich ist er als “Überflieger” 2002 in Salt-Lake-City ins Rampenlicht gesprungen. Als Team Olymia Sieger und Gewinner einiger World Cup Springen hat er bereits großes erreicht.

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Hallo Stephan, wie war das letzte Jahr für Dich? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Mit der letzten Saison war ich einigermaßen zufrieden.Mit den Plätzen 12 und 19 bei der WM in Liberec und den 15. Platz in der Tournee Gesamtwertung konnte ich nach langer Zeit wieder einigermaßen Anschluß an die Weltspitze herstellen.
Der Sommer ist für mich noch recht durchwachsen gelaufen. Ich bin zwar ohne Verletzung geblieben und Körperlich top fit aber die Sprungform ist noch sehr wellenreich verlaufen.

Olympische Spiele! Wann hast du sie bewusst das erste mal wahr genommen? Gibt es einen Helden für dich an den du Olympia fest machst?

Die ersten Olympischenspiele die ich bewusst verfolgt habe waren die in Lillehammer 1994, damals waren viele meine Helden:) ob Tommy Moe (weiß nicht ob der so geschrieben wird) in der Abfahrt, Björn Dehli im Langlauf oder viele Skispringer, ich war von allen beeindruckt.

Auch für einen Skispringer sollten die Spiele etwas Besonderes sein. Bist Du bereits im Bann der Olympioniken?

Auf jeden Fall ist es was besonderes, besonders in Vancouver da es einer der schönsten Regionen ist die ich je gesehen habe. Und man kommt ja nicht alle Tage mit so vielen Sportlern in Kontakt wie bei Olympischen Spielen

Gibt es bestimmte Erfüllungsnormen für die Spiele? Wenn ja, welchen Richtwert gilt es zu erreichen, um in Vancouver am Start sein zu können?

Wenn ich richtig informiert bin im WC 3x unter die ersten12 oder 2x unter die ersten 8. Aber das Hauptkriterium für mich ist es einfach gut Ski zu springen.

Na dann Spring mal weit! Merkst du schon, dass es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

So ganz noch nicht. Es wird zwar mehr darüber gesprochen und viele sind schon nervöser und alle Nationen geben mehr Gas in der Material optimierung. Aber für mich gibt es noch zu viel zu tun um großartig darüber nach zu denken.

Es ist nunmal ein besonderes Jahr 2010. Würdest Du sagen, dass Du Dich aufgrund deines Sports unterordnest und folglich einiges in Kauf dabei nimmst?

Das kann man immer schwer einschätzen weil es viele tun aber der Sport ist nochmal in diesem Jahr ein Stück über andere Bedürfnisse gerückt.

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer, aber was erhoffst Du Dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Auf jeden Fall den sprung dort hin zu schaffen und dann auch in guter Form zu sein alles andere kommt dann so wie es kommt.

Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt anschauen?

Schwer zu sagen, kommt immer auf unseren Plan an. Ich schau mir gerne jeden Sport an außer Curling:) In Salt Lake haben wir oft die Eishockeyspiele besucht, deswegen diesesmal mal was anderes.

Hey, ich danke dir und nun noch schnell die Kurzfragerunde!

Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

Sportart, nur als Tourist geht garnicht, da kann man es auch nicht geniesen

Sind das Deine ersten Spiele?

nein

Hast du Erwartungsdruck?

nein, nur meinen eigenen

Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

Kannst Du von Deinem Sport leben?

ja

Machst du danach noch mal 4 Jahre?

ja, wenn ich sehe das ich gut genug bin

Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

ja, wenn ich zeit habe

Was vergessen zu fragen?

nein

Stefan Hocke

Linktips

www.stephan-hocke.de – Offizielle Homepage
www.stephan-hocke-fanpage.de.vu - Fanpage
wiki/Stephan_Hocke – wiki über Stephan
www.bundeswehr.de – Sportfördergruppe über Stephan

Olympia Interview Teil 6 – Stefan Lindemann (Eiskunstlauf)

// Oktober 29th, 2009 // No Comments » // Interview

Dieses Mal habe ich meine Fragen nicht über Email schicken müssen. Ich habe nur an meiner Nachbartür in meinem Wohnhaus geklopft und sie Stefan Lindemann gegeben. Seit nunmehr fast 4 Jahren sind Deutschlands erfolgreichster aktiver Eiskunstläufer und ich nun in Berlin und durch Zufall sind wir auch Türnachbarn im “Haus der Athleten” im Sportforum Berlin. Wir beide haben unsere sportliche Laufbahn in Erfurt beim ESC begonnen und haben zusammen die Sportschule besucht. Er war ein Jahrgang unter mir und sind uns also schon recht früh über den Weg gelaufen. Seitdem verbindet uns nicht nur eine sportliche Freundschaft.

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Hallo Stefan, wie war das letzte Jahr für Dich? Dich hat es ja wieder mal mit Verletzungen erwischt gehabt? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Meine letzte Saison verlief überhaupt nicht gut. Um genauer zu sein waren es die letzten 2 Jahre. Ich bin in der Zeit nur einen Mini-WK gelaufen. Der Grund dafür waren ständige Verletzungen. Im November 2007 wurde ich sogar an beiden Leisten operiert, da man jeweils eine weiche Leiste festgestellt hat (Vorstufe zum Leistenbruch). Dann kamen Probleme an der Achillissehen hinzu und weitere kleine Problemchen. Seit Februar diesen Jahres kann ich aber endlich schmerzfrei trainieren. Mein Sommer verlief sehr gut und ich konnte mich an alle Pläne halten. Ich bin also gut vorbereitet und es kann endlich losgehen.

Bob

Olympische Spiele! Wann hast du sie bewusst das erste mal wahr genommen? Gibt es einen Helden für dich an den du Olympia fest machst? ( Kann auch Sommer sein)

Olympische Spiele habe ich das erste Mal so richtig realisiert im Jahre 1988. Katarina Witt wurde Olympiasiegerin. Ich war damals 7 Jahre alt und wollte die Kür unbedingt Live sehen. Nur bin ich genau bei ihrem Programm eingeschlafen. So richtig Wahrgenommen habe ich die Spiele dann 1998. Da war ich im olympischen Jugendlager in Nagano. Von da an habe ich jeden Tag daran gearbeitet einmal dabei zu sein. Einen direkten olympischen Helden gibt es für mich.

Seit dem denkst du dran, haben sie dich auch im Griff?

Bob

Auf alle Fälle. Seit den letzten Spielen habe ich das Ziel, dass ganze Spektakel noch einmal zu erleben. Es ist einfach das Größte. Auch mit den Problemen der vergangenen Jahre hoffe ich einfach nur, dass ich dabei sein werde.

Wie läuft das bei mir der Quali ab? Was musst du erreichen um in Vancouver am Start zu sein?

Für die Spiele haben wir nur einen Startplatz bei den Herren. Es wird also ein harter Kampf mit meiner Konkurrenz. Um mich zu Qualifizieren muss ich in der Vorsaison 2 mal 174 Punkte bei Internationalen Wettkämpfe erreichen (Vorgabe des DOSB). Einmal habe ich dies bereits schon geschafft. Bei meinem ersten WK seit 2 Jahren in Oberstdorf ende September kam ich schon auf 178,88 Pkt. Aber ich will noch viel mehr Punkte erreichen. Mein Personal Best liegt bei 200,54 und da will ich wieder hin. Da ich mit Sicherheit nicht der einzige sein werde der die vorgegebene Punktzahl erreicht, muss ich mich national noch durchsetzen. Das heißt, es gibt 4 WK…3 Internationale und die Deutsche. Bei allen WK werden Weltranglistenpunkte gesammelt. Man hat ein Streichergebnis. Wer also bei 3 aus 4 WK die meisten Punkte gesammelt hat fährt zu Olympia.

Bob

Den erste Teil, also ein mal die Norm hast du ja schon. Merkst du schon das es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

Oh ja, Das merke ich auf alle Fälle. Jeder redet davon, jeder träumt davon, jeder möchte da hin. Außerdem merkt man es auch an den ersten WK. Neben der Grand-Prix Serie gibt es auch normale ISU-WK. Die sind von Anfang an alle sehr gut besetzt. Das ist normalerweise nicht so. Jeder will testen und sehen wo er steht.

Würdest du sagen das du dich wegen deinem Sport unterordnest und einiges in Kauf nimmst?

Da möchte ich auf alle Fälle und mit 120% zustimmen. Man muss halt viel investieren und auf einiges verzichten um seine Ziele zu erreichen. Ich ordne mich aber gern unter. Ich mache das ganze ja freiwillig, niemand zwingt mich. Die Hauptsache ist, dass es Spaß macht und das tut es nach wie vor. Ein Leben nach dem Sport gibt es ja dann auch. Da kann man dann noch einiges erleben.

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer aber was erhoffst du dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Natürlich die Qualifikation für die Spiele. Es soll für mich das letzte große Ereignis meiner aktiven Karriere werden. Ich möchte einfach nur einen tollen Abschluss haben und ich glaube es gibt nix besseres als mit den Spielen.

Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt Anschauen?

So viele andere Sportarten wie möglich. Mit HUGO aufn Bier…

Bob

Danke für die Antworten und ich freu mich schon auf die zweiten gemeinsamen Spiele mit dir. Wir beide erleben ja tagtäglich, was dafür notwenig ist und so bin ich sicher, dass du dabei sein wirst. Nun zur Kurzfragerunde.

Danke für die Antworten und ich freu mich schon auf die zweiten gemeinsamen Spiele mit dir. Wir beide erleben ja tagtäglich, was dafür notwenig ist und so bin ich sicher, dass du dabei sein wirst. Nun zur Kurzfragerunde.

1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

Immer aber zu Olympia noch mehr

2. Sind das Deine ersten Spiele?

Nein, Turin 2006 waren meine ersten Spiele….schön wars

3. Hast du Erwartungsdruck?

nein

4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

5. Kannst Du von Deinem Sport leben?

nein

6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?

nein

7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

Na LOGISCH

Bob

Linktips

www.stefan-lindemann.com – offiziele Homepage
www.absoluteskating.com/lindemann –  Fanpage
www.eiskunstlauf-ecke.de – Eiskunstlauf Seite
wiki/Stefan_Lindemann – wiki über Stefan
www.wikio.de/news – News über Stefan

Olympia Interview Teil 5 – Thomas Pöge (Bobanschieber)

// Oktober 22nd, 2009 // No Comments » // Interview, Olympia

In den nächsten Wochen werde ich auf meinem Eis-Blog in unregelmäßigen Abständen Sportfreunde interviewen. Mit allen habe ich gemeinsam, dass ich sie persönlich kenne und auf dem Sprung zu den Olympischen Spielen sind.

Der Nächste in meiner kleinen Interview Serie ist Thomas Pöge. Der Bobanschieber und Freund von Eisschnellläuferin Monique Angermüller ist ebenso ein Kamerad in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und nach mehreren Lehrgängen ein gern gesehener Gesprächspartner.

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Hallo Pögi, wie war das letzte Jahr für Dich? Hattest ja etwas Pech oder? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Thomas Pöge
Das letzte Jahr war bei mir durchwachsen. Zuerst ist die Saison ganz gut angelaufen und wir haben richtig rein gehauen. Doch dann der Tag des Schreckens. Innsbruck Weltcup: Pilot Matthias Höpfner reißt im zweiten Lauf die Achillessehne. Den Rest der Saison habe ich dann im Team Angerer ausgeholfen.

Diesen Sommer habe ich natürlich, immer mit den Gedanken auf Vancouver, fleißig trainiert. Der Sommer lief bis jetzt ganz gut. Die letzte Woche waren wir zu ersten Tests in Winterberg. Dann am Ende der Woche die Horrornachricht! Höpfner beendet die Saison wegen einer Entzündung, die sofort operiert werden muss.

Nun bin ich wieder mal zu Hause und für Olympia sieht es erst mal sehr schlecht aus. Aber ich gebe weiter gas und hoffe die 5 Ringe noch erleben zu dürfen.

Ohh man, das hört sich nicht all zu gut an. Da du aber einer der Besten bist, du schaffst das!. Wann hast Du das erste mal Olympische Spiele bewusst wahrgenommen? Gibt es für Dich Helden oder Vorbilder?

Thomas Pöge
Das war Barcelona 1992. Aber meinen Helden bzw. Vorbild habe ich 4 Jahre später, 1996 Atlanta, gefunden. Das war Frank Busemann. Damals war ich nämlich noch Zehnkämpfer.

Auch für einen Bobanschieber sollten die Spiele etwas Besonderes sein. Bist Du bereits im Bann der Olympioniken?

Auf jeden Fall. Ich denke für jeden von uns ist es das Größte dabei zu sein. Der Austragungsort ist auch was ganz besonderes.

Thomas Pöge

Was musst du machen um in Vancouver am Start der Röhre zu stehen? Gibt es Kriterien?

Eine Norm gibt es leider nicht. Es werden immer die Piloten bestimmt vom Verband. Jeder Pilot hat seine Anschieber und somit „darf“ er bestimmen, wer auf seinem Schlitten sitzen darf. Da kannst du dir ja vorstellen, dass nicht immer die Besten dabei sind. Da sich mein Pilot bereits verletzungsbedingt abgemeldet hat, kannst du dir ja vorstellen, wir schwer es wird noch irgendwo einen Platz zu finden. Aber ich gebe erst auf, wenn die Nominierung durch ist…

Die Hoffnung stirbt zuletzt! Moral hast du ja und Körperlich hast du es sicher drauf!  Merkst du schon, dass es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

Olympia ist bei uns überall. Alles bereitet sich mit einer Akribie vor, dass man es quasi täglich spürt das Olympia vor der Tür steht.

Thomas Pöge

Es ist nunmal ein besonderes Jahr 2010. Würdest Du sagen, dass Du Dich aufgrund deines Sports unterordnest und folglich einiges in Kauf  dabei nimmst?

Ich trainiere genauso doll/hart wie jedes Jahr. Nur versuche ich vielleicht doch noch etwas mehr Gas zu geben als sonst und doch noch etwas mehr aus mir raus zu holen. Versuche noch etwas bewusster zu leben…

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer, aber was erhoffst Du Dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Dabei zu sein! Denn der olympische Gedanke zählt. Wenn man erst mal dabei ist, gibt man eh das Beste und schaut was rauskommt. Bei den Bobbies ist ja bekannt, dass wenn sie dabei sind, auch was gutes rauskommt. ;)

Dann gehen wir mal vom besten aus! Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt anschauen?

Na Eisschnelllauf! Hoffe doch meine Freundin Monique ist auch dabei. Ansonsten natürlich so viel wie möglich von den anderen Events.

Thomas Pöge

Pögi, ich weis wie hart du Trainierst – das wird was und die anderen Piloten werden nicht um dich drum rum kommen! Daumen Drücken! Nun zur Kurzfragerunde.

1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

Immer

2. Sind das Deine ersten Spiele?

ja

3. Hast du Erwartungsdruck?

Ja, es dort hin zu schaffen

4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

5. Kannst Du von Deinem Sport leben?

Nein, auf keinen Fall! Doch Bundeswehr sei Dank

6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?

Weiß ich noch nicht. So wie es jetzt steht – Nein

7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

Ja logo!

8. Was vergessen zu fragen?

Nein

Bob

Linktips

wiki/Thomas_Pöge - wiki
www.bsd-portal.de – Verbandsseite
www.fibt.com - Internatinaler Verband
www.bobteufel.de - Team Höpfner

Onlineabstimmung Olympia Logo München 2018 – die Wahl ist entschieden

// Oktober 17th, 2009 // No Comments » // Olympia

Ich berichtete vor einiger Zeit von der Wahl des Logo´s zur Olympiabewerbung Münchens für die Olympiade 2018. Die Wahl ist nun entschieden und das Ergebnis wurde gestern in München Präsentiert.

Ich finde die Entscheidung ganz okay, meine Wahl war auch das Motiv mit dem geschwungenen M. Wollen wir hoffen das es bei der Bewerbung weiterhin so gut läuft und es am Ende gut aus geht.

cya
Hugo

Der Startschuss ist gefallen; München 2018 stellt Logo für Bewerbung um Olympische Winterspiele vor

50.000 Personen stimmten im Internet ab

Aktuelles  |  16. Oktober 2009
Pünktlich zum offiziellen Start der Bewerbungsphase um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 präsentiert sich Münchens Bewerbung mit neuem Gesicht: Das Logo wurde in einer bundesweiten Online-Abstimmung ausgewählt, an der knapp 50.000 Personen teilnahmen. Bei der Auftaktveranstaltung am 16. Oktober präsentierte die Bewerbungsgesellschaft unter anderem einen Mini E (Elektro-Mini) sowie einen Bob im neuen Logo-Design.
„Die Bevölkerung hat entschieden: Das Logo zeigt ein stilisiertes M, das an bayerische Bergsilhouetten und die Zeltdächer im Münchner Olympiapark denken lässt. Wir freuen uns, dass so Viele an der Internet-Abstimmung über das Logo teilgenommen haben. Das ist ein gutes Signal für die Unterstützung durch die Bevölkerung. Diese positive Stimmung wollen wir in den nächsten Monaten weitertragen, in alle Bundesländer, in die Städte und Gemeinden. Allein der Bewerbungsprozess wird der interessierten Welt die Qualitäten Münchens und des bayerischen Alpenraums vor Augen führen und in Deutschland Impulse in Sport und Gesellschaft setzen”, so die Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft, Richard Adam und Bernhard Schwank.

Der Sieger in der Onlinewahl

Olympia Interview Teil 4 – Christian Ulmer (Skispringen)

// Oktober 15th, 2009 // No Comments » // Interview

In den nächsten Wochen werde ich auf meinem Eis-Blog in unregelmäßigen Abständen Sportfreunde interviewen. Mit allen habe ich gemeinsam, dass ich sie persönlich kenne und auf dem Sprung zu den Olympischen Spielen sind.

Die meisten Sportler, die Erfolgreich sind und noch nicht davon Leben können, sind in der Bundeswehr, Bundespolizei oder anderen staatliche Einrichtungen untergebracht. In der Sportfördergruppen in der ich auch bin, treffen sich die meisten und es bilden sich viele Freundschaften daraus. So auch zu Christian Ulmer. Den ehemaligen Nordisch Kombinierer lernte ich bei einem Bundeswehrlehrgang 2007 kennen und seit dem sind wir ständig in Kontakt. Er hat sich, besserer Springer als Läufer, nun als Spezialspringer durchgesetzt und hofft auch auf den Olympiazug aufzuspringen. Ihm habe ich auch einige Fragen gestellt.

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Hallo Ulmi, wie verlief das letzte Jahr für Dich? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Bin nach einigen guten Ergebnissen im Continental Cup (COC), erst Anfang Februar im Weltcup angekommen und konnte dort auch gleich ein paar Top 30 Plätze rausspringen. Im COC bin ich in der Gesamtwertung noch 3ter geworden. Die bisherige Saison verläuft ganz gut. Leider überwiegend im Training, im Wettkampf fehlt noch etwas die Sicherheit und Coolness, bin aber Gesund durch den Sommer gekommen und konnte mich stetig verbessern.

Das hört sich ja sehr gut an und lässt hoffen für den World Cup dieses Jahr. Wann hast Du das erste mal Olympische Spiele bewusst wahrgenommen? Gibt es für Dich Helden oder Vorbilder?

Das erste mal hab ich Olympia 1994 wahrgenommen. In dem Jahr hab ich auch mit Nordischer Kombination begonnen. Meine Helden waren damals waren Thoma und Duffner.

onlinespiel

Auch für einen Skispringer sollten die Spiele etwas Besonderes sein. Bist Du bereits im Bann der Olympioniken

Ehrlich gesagt, bin ich noch nicht ganz in dem Bann der Olympioniken. Der Weg wird nicht einfach, aber ich hab nichts zu verlieren und geb jeden Tag alles dafür, dass vielleicht mein großer Traum in Erfüllung geht.

Gibt es bestimmte Erfüllungsnormen für die Spiele? Wenn ja, welchen Richtwert gilt es zu erreichen, um in Vancouver am Start sein zu können?

Im normalfall werden 5 Springer nach Vancouver gehen.Um in Vancouver am Start zu sein zählen natürlich zum einen die Weltcuppunkte und die interne Position im Team. Daher heißt es für mich, mir den fünften Platz zu ergattern, alles andere wäre unrealistisch.

Nichts ist unrealistisch Ulmi!  Merkst du schon, dass es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

onlinespiel
Natürlich merke ich das Olympiasaison ist, jeder schaut was die anderen machen und vielleicht besser können. Alle fiebern so langsam darauf hin, aber meine Stimmung wird sicherlich erst während der Saison kommen, wenn die Chancen gut liegen, steigt natürlich auch die Vorfreude, vielleicht ein teil des Teams zu sein.

Es ist nunmal ein besonderes Jahr 2010. Würdest Du sagen, dass Du Dich aufgrund deines Sports unterordnest und folglich einiges in Kauf  dabei nimmst?

Natürlich muss man oftmals eingene Interessen unterordnen, aber ich tu das gerne, denn für mich würde ein gute Saison, oder sogar Olympia,vieles Bedeuten und dafür nehm ich gerne alle Strapazen in Kauf. Das Leben nach dem Sport bietet noch so viele Möglichkeiten, Parties zu feiern oder auf längere Reisen zu gehen.

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer, aber was erhoffst Du Dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Ich erhoffe mir einen guten Saisonstart und eine tolle Vierschanzentournee. Mein Ziel ist es, mein Optimum auszuschöpfen und wenn alles zusammen passt, könnte auch Olympia kein Traum bleiben.

Optimum hört sich gut an, das sehen wir uns Optimal in VanCity! Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt anschauen?

Natürlch möchte ich auch Vancouver City kennenlernen und natürlich auch meine Jungs im Eislaufstadion anfeuern. Interessant wären auch die Halfpipe Events der Snowboarder oder Eishockey.
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Eislaufen wollen fast alle sehen…man dann wird die Halle ja Kochen und wir geben GAS! Ich danke dir und nun zur Kurzfragerunde.

1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

Immer

2. Sind das Deine ersten Spiele?

ja

3. Hast du Erwartungsdruck?

nein

4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?

Ich bin froh wenn es erfolgreich vorbei wäre und ich so richitg stolz auf mich sein kann.

>5. Kannst Du von Deinem Sport leben?

Nein. Danke der Bundeswehr und Sponsoren kann ich mir Brot und Wasser leisten:)

6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?

Das weiss ich noch nicht. Ich werd so lange Springen wie es mir Spaß macht und sich die Strapazen lohnen.

7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

Auf jeden Fall.

8. Was vergessen zu fragen?

Schuhgröße 44

Linktips

http://christianulmer.blogspot.com/ - Ulmis Blog mit News und Berichten !!! LESEN
wiki/Christian_Ulmer - wiki über Ulmi -
www.skispringen.com – großes Skisprungportal
www.skijumping.de – weiter Große Seite
www.skispringen-aktuell.de
www.skisprungfan.de
www.skisprungpol.com – viele Bilder
www.the-flying-circus-forum.de – großes Forum
www.skispringen-com-forum.com – weiteres Forum

Olympia Interview Teil 3 – Patrick Bussler (Alpinsnowboarder)

// Oktober 8th, 2009 // 1 Comment » // Interview

In den nächsten Wochen werde ich auf meinem Eis-Blog in unregelmäßigen Abständen Sportfreunde interviewen. Mit allen habe ich gemeinsam, dass ich sie persönlich kenne und auf dem Sprung zu den Olympischen Spielen sind.

Patrick kenne ich schon seit den Spielen in Turin 2006. Zusammen haben wir einige Veranstaltungen besucht und uns dann auch immer wieder während unserer gemeinsamen Bundeswehrzeit wieder gesehen. Es ist ein sehr Besonnener Sportler der seine Ziele klar verfolgt und somit auch recht erfolgreich fährt.

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Hallo Patrick, wie verlief das letzte Jahr für Dich? War ja das Erfolgreichste bisher. Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Letztes Jahr hatte ich so meine Höhen und Tiefen, aber gesamt betrachtet verlief es ganz gut. Vor allem da ich mein Ziel bei der WM mit dem 3. Platz erreichen konnte.
Das Sommertraining verlief gut, immer verletzungsfrei geblieben und wieder in vielen Bereichen Steigerungen erzielt, wie es eben auch sein sollte. Bleibt mir nur noch die Materialvorbereitung abzuschließen, in der ich gerade stecke, um dann mit der perfekten Ausrüstung an den start zu gehen.

Letztes Jahr hatte ich so meine Höhen und Tiefen, aber gesamt betrachtet verlief es ganz gut. Vor allem da ich mein Ziel bei der WM mit dem 3. Platz erreichen konnte.

Das Sommertraining verlief gut, immer verletzungsfrei geblieben und wieder in vielen Bereichen Steigerungen erzielt, wie es eben auch sein sollte. Bleibt mir nur noch die Materialvorbereitung abzuschließen, in der ich gerade stecke, um dann mit der perfekten Ausrüstung an den start zu gehen.

Das hört sich ja sehr gut an. Wann hast Du das erste mal Olympische Spiele bewusst wahrgenommen?


Die Olympischen Spiele habe ich wirklich erst richtig wahrgenommen als Snowboarden 1998 in Nagano zum ersten Mal bei den Spielen dabei war. Seitdem kann man sagen hat sich der Sport erst so professionell entwickelt.

Auch für einen Snowboarder sollten die Spiele etwas Besonderes sein. Bist Du bereits im Bann der Olympioniken?

Eigentlich schon, da ja jede Olympiade für mich immer das größte Ziel darstellt und ich in der Zeit zwischen den Spielen auch darauf hinarbeite.

Gibt es bestimmte Erfüllungsnormen für die Spiele? Wenn ja, welchen Richtwert gilt es zu erreichen, um in Vancouver am Start sein zu können?

Zum einen muss ich einen Quotenplatz haben, den ich bekomme, wenn ich international in der Rangliste unter den ersten 32 bin. Dann noch die nationalen Auflagen, in denen ich 2 mal unter die ersten 16 im Weltcup kommen muss oder einmal Top 8.

Nach dem dritten Platz letztes Jahr, packst das! Merkst du schon, dass es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

Naja, die Unterschiede einer jeden anderen Saison sind auf jeden Fall das erhöhte Training und vor allem der größere Materialaufwand.

Es ist nunmal ein besonderes Jahr 2010. Würdest Du sagen, dass Du Dich aufgrund deines Sports unterordnest und folglich einiges in Kauf  dabei nimmst?

Klar mein Leben richtet sich nach meinem Sport aus, so wie die meisten Menschen sich nach ihrem Beruf richten und nur einen Teil verbringe ich damit mich für die Zeit nach dem Sport vorzubereiten und auszubilden.

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer, aber was erhoffst Du Dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Auf jeden Fall will ich meine Chance bekommen bei den Olympischen Spielen an den Start zu gehen, das heißt ich will verletzungsfrei bleiben bis dahin und mich auch qualifizieren. Über Ergebnisse konkret sprech ich dann, wenn ich ein paar Rennen gefahren bin und am besten mich schon qualifiziert habe.

Dann sehen wir uns hoffentlich wieder! Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt anschauen?

So viele andere Sportarten wie möglich, gibt ja nicht so of die Chance vor Ort zu sein wenn alle Kollegen auch ihre Wettkämpfe haben.

Kurzfragerunde

1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

Nein nur Olympia

2. Sind das Deine ersten Spiele?

nein, Turin 2006 schon dabei

3. Hast du Erwartungsdruck?

ja

4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

>5. Kannst Du von Deinem Sport leben?

ja (durch die Bundeswehr)

6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?

ja

7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

ja

Patrick, ich danke dir für die Antworten und alles gute in der Vorbereitung und dann sicher auch für die Spiele in Vancouver!

Linktips

patrick-bussler.de – offizielle Homepage
snowboardverband.com – offizielle Verbandseite
wiki/Patrick_Bussler – wiki Patrick Bussler
de.wikipedia.org – wiki Snowboard
powderpark.de – Snowboar Seite
Vancouver 2010 Snowboar – Infos aus Vancouver
natives.co.uk -  gute Linkliste
www.snowboarden.de –  Snowboard Magazin

Olympia Interview Teil 2 – Christina Beier (Eiskunstlaufen – Eistanz)

// Oktober 1st, 2009 // 1 Comment » // Interview, Olympia

In den nächsten Wochen werde ich auf meinem Eis-Blog in unregelmäßigen Abständen Sportfreunde interviewen. Mit allen habe ich gemeinsam, dass ich sie persönlich kenne und auf dem Sprung zu den Olympischen Spielen sind.

Die Nächste Fragerunde ging an Christina Beier. Zusammen mit ihrem Bruder Willi bildet sie die Eistanz Einheit Beier&Beier. Beide kenne ich wiederum durch Bundeswehrlehrgänge. Seit diesem Jahr sehe ich beide oft bei uns in der Eishalle da sie nach Berlin gezogen sind und hier Trainieren.

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Hallo Christina,  wie verlief das letzte Jahr für Dich? War ja das Erfolgreichste bisher. Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Letztes Jahr lief nicht so gut. Mein Bruder und ich hatten uns getrennt, ich bin mit einem anderen Partner gelaufen, war aber nicht so erfolgreich und ständig krank oder verletzt. Seit dem Frühjahr haben mein Bruder und ich uns wieder zusammengetan. Der Sommer war hart, aber alles lief nach Plan. Wir sind in guter Vorbereitung für die ersten Wettkämpfe und hoffen, gesund zu bleiben.

b20542412Das hört sich ja sehr gut an und ich hoffe euch beiden gelingt ein besseres Jahr! Wann hast Du das erste mal Olympische Spiele bewusst wahrgenommen? Gibt es für Dich Helden oder Vorbilder?

So richtig wahr genommen habe ich Olympia vor vier Jahren. Wir sind leider einen Platz an der Quali vorbei gerauscht und durften nicht mit nach Turin. Das war eine sehr harte Erfahrung. Helden gibt es für mich nicht.

Auch für eine Eistänzerin sollten die Spiele etwas Besonderes sein. Bist Du bereits im Bann der Olympioniken?

Natürlich ist Olympia dieses Jahr ein sehr grosses Thema, aber ich würde nicht sagen, dass sie mich im Griff haben. Die Quali zu schaffen ist zwar das Grösste und wichtigste Ziel, aber aufgrund der vergangenen Geschehenisse (Trennung vom Bruder, international nicht am Start gewesen…) nehme ich die Dinge so wie sie kommen, wir geben unser Bestes und manchmal gibt es im Eistanzen Dinge, auf die die Leistung keinen Einfluss hat, womit man sich abfinden muss und das einzige was zählt, ist Geduld! Wir laufen ja noch 4 Jahre. Zur gegebenen Zeit wird man belohnt.

Gibt es bestimmte Erfüllungsnormen für die Spiele? Wenn ja, welchen Richtwert gilt es zu erreichen, um in Vancouver am Start sein zu können?

Wir haben drei – vier internationale Qualifikationswettkämpfe, wobei 145 Punkte zu erreichen sind. Da aber in Deutschland 3 Eistanzpaare die Chance haben, sich zu qualifizieren und die Wahrscheinlichkeit besteht, dass alle drei Paare die besagte Punktzahl erreichen, wird wahrscheinlich noch die Deutsche Meisterschaft entscheidend sein. Aber unser Verband hat noch keine Festen Kriterien wegen der letztendlichen Entscheidung fetsgelegt. Ich denke, erstmal müssen alle die internationalen Wettkämpfe laufen und danach wird die DEU entscheiden…

b20540371Dann Daumen drücken das ihr ein Paar davon seid! Merkst du schon, dass es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

Ja man merkt es deutlich, vorallem weil bei uns die Quali nicht unerreichbar ist, wie in den vergangenen Jahren. Die Konkurrenz zieht alle Register, um die Nr.1 zu sein. (unter alle Register meine ich auch nicht ganz korrekte Aktionen…) Auch bei den frühen Wettkämpfen, ist das Starterfeld schon sehr hochkarätig besetzt, was in nicht Olympischen Jahren sonst nicht der Fall ist.

Es ist nunmal ein besonderes Jahr 2010, und da Kämpft jeder. Würdest Du sagen, dass Du Dich aufgrund deines Sports unterordnest und folglich einiges in Kauf  dabei nimmst?

Das würde ich mal zu 100% sagen, in jeder Hinsicht! Ich kann mir ja nicht mal die Haare einfach so schneiden, wie ich es möchte:-) Aber ich habe mich ja dafür entschieden und irgendwann gibt es auch ein Leben nach dem Sport.

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer, aber was erhoffst Du Dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Da die letzten 4 Jahre bei uns sehr turbulent waren und für die jetzigen Olympischen Spiele überhaupt nicht Optimal liefen, erhoffe ich mir für unser Comeback im Olympiajahr, dass wir international, durch unsere Leistungen der letzten Jahre, nicht in Vergessenheit geraten sind und das Glück auf unserer Seite ist!

Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt anschauen?

Meinen Freund beim Eisschnellauf und so viel wie Möglich, wie es die Zeit zulässt.

Ich danke dir. Wir sehen uns ja jetzt schon häufig in der Eishalle…in Vancouver dann auch! Nun zur Kurzfragerund:

1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

nein

2. Sind das Deine ersten Spiele?

ja

3. Hast du Erwartungsdruck?

nein

4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

5. Kannst Du von Deinem Sport leben?

nein

6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?

ja

7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

MIT SICHERHEIT JA

Christina, danke für die Antworten und wir sehen uns!

cya
Hugo

Linktips

http://www.beier-beier.de – Private Homepage
Wiki – Christina in Wikipedia
DEU – Eislauf Union
Bundeswehr – Interview der beiden
www.ice-dance.com