Ein sonniges Hallo aus Mallorca und dem Robinson Club Cala Serena! Nach einer sehr frühen Anreise, 4:45 Uhr ging es vorm Haus der Athleten los, bin ich gut und sicher im Club angekommen. Da wir noch ein wenig auf unsere Zimmer warten mussten, nutzte ich die Gelegenheit, und begrüßte alte Bekannte im Club. Einige aus unserem Team und ich waren bereits anfang April für 10 Tage bei den “Robins” und haben uns schon eingelebt.
Nach einem wie immer tollen Mittagessen haben wir am Nachmittag dann noch ein wenig Sport gemacht. Nach dem Zusammenbauen des Rades und einem ersten Auspacken ging es für etwas mehr als zwei Stunden auf die erste Radrunde. Das Wetter hat gut mitgespielt und es hat Spaß gemacht, endlich wieder in einer großen Gruppe Rad zu fahren. Mit dabei sind das Ganze A-Team der Männer, bestehend aus Stefan, Robert, Tobi, Marco, Frank, Nico, Eric, Bob, Samuel und mir. In den nächsten 3 Wochen werden wir hier an unserer Ausdauer feilen und viele km auf dem Rad, zu Fuß oder per Skiroller zurücklegen.
Dank an dieser Stelle an Doro, die uns, auch zu so früher Zeit, zum Flughafen gebracht hat.
Bis Später und auf ein gutes Gelingen…
cya Hugo
Frank, Bart und ich beim ausladen
Samuel
Philip, unser Physio wollte nicht mit anpacken...tz
Der zweite Eistag stand ganz im Zeichen vom Mannschaftslauf. Auf der gestrigen Teamsitzung haben wir die letzten Taktischen Möglichkeiten durchgesprochen und uns Mental mit dem Rennen am Sonntag beschäftigt. Wer den WM-Lauf besteitet wird am Samstag Abend entschieden. Wir sind als Team in der glücklichen Lage über fünf, gleich starke Läufer zu verfügen. Am Sonntag werden die drei an der Startliene stehen die sich am besten fühlen und für das Team die beste Leistung abrufen können.
Im Training haben wir heute verstärkt den Start und die ersten Wechsel geübt. In vier Durchgängen haben Tobias, Stefan, Marco und ich drei Runden im schnellem Tempo das Eis getestet. Alles hat super geklappt und zeigt wie eingespielt wir sind. Leider konnte Robert noch nicht am Training teil nehmen das er sich in den letzten Tagen in Salt-Lake eine Magen-Darm-Grippe eingefangen hat. Wir sind aber ganz der Hoffnung das er am Donnerstag wieder Fit ist.
Am Nachmittag stand nur eine leichte allgemeine Kraft auf dem Programm . Morgen haben ich frei und werde den Tag nutzen um mich zu regenerieren.
Ich habe noch ein paar Bilder gemacht. Man sieht auch nochmals ganz gut die neue Halle. Es macht Spaß hier zu laufen. Das Eis erinnert mich sehr an Berlin da die beiden Hallen den gleichen Kurvenradius besitzen. Unten ist ein sehr cooler Eisschnellläufer aus Metall zu sehen den ein Künstler zusammen geschweißt hat. Beeindruckend
Nach dem gestrigen Reisetag von Salt-Lake-City nach Vancouver, war ich gespannt darauf das erste Mal auf dem olympischen Eis im Richmond Olympic Oval stehen zu dürfen. Nach einem morgendlichen Jogging mit Stephanie Beckert und Moritz Geisreiter, es sind knapp 60 min geworden, ging es 15.00 Uhr zur neu gebauten Eishalle von Richmond. Wir haben Glück mit dem Hotel das zu fuß nur ca. 10 min entfernt ist und es sich so gemütlich hin wandern lässt. Vor der weiten Reise nach Salt-Lake haben wir uns die Halle schon ein mal von außen angesehen, durften aber aufgrund von Bauarbeiten nicht hinein. Nun waren wir “offiziell” hier und konnten auch die wunderschöne Halle von innen testen. Auffällig ist der große personelle Aufwand. Diese Weltmeisterschaften sind der Testlauf für die Spiele. Das bedeutet, an jeder Ecke steht jemand und kontrolliert. Alles sehr offiziell und nach Plan. Die Mitarbeiter, fast alles Freiwillige, sind aber sehr sehr nett und zuvorkommend und man Spürt das sie sehr stolz auf ihre Spiele sind und es kaum erwarten können das es im nächten Jahr los geht. Ich übrigens auch…
Auf dem Eis haben Stefan und ich ein wenig Ausdauer gemacht. 3×8 Runden mit ein paar Steigerungen. Das Eis war sehr hart und nicht sehr schnell. Das wird sicherlich in den nächsten Tagen noch besser werden. Einen größeren Kontrast als zum “fastest ice on earth” von Salt-Lake-City konnte es aber nicht geben
Morgen werden wir ein letztes Teamtraining durchführen. Am Abend haben wir dann eine Mannschaftsitzung in der noch einmal die Taktik und das Training durchgesprochen wird.
Ohhh man, was hab ich mein Rennen vermasselt. Es ist Heim-World-Cup, es sind viele Freunde da, ich habe eigentlich ein gutes Gefühl im Training und dann so ein Wettkampf. Dies war der schlechteste 1500m Lauf in diesem Jahr und ich bin es, der sich am meisten darüber ärgert!
Ich bin voller Zuversicht an den Start gegangen. Da ich im letzten Paar an der Reihe war konnte ich die Zeiten meiner Vorläufer gut einschätzen und habe mir immer gedacht, das packst du auch, so schnell waren die nicht. Beim Startschuss war aber alles weg. Doch zu nervös? Mich nicht richtig vorbereitet? Keine Ahnung. Mein Laufpartner Samuel Schwarz erwischte auch keinen guten Lauf und mein Fehler war es sicherlich, dass ich mich zu sehr auf ihn konzentriert habe. Man soll dies nicht machen, dass weis ich selber, bei einem Teamkameraden von dem man zu 100% weiss wie er läuft, ist das aber nicht so einfach. Also er erwischte sehr schlechten Angang (24,3 – Samuel ist schon 23,2 angegangen) und da ich ausgangs der Kurve nicht weit hinter ihm war dachte ich das meiner recht gut ist. War er natürlich nicht. Mit grandiosen 24.9s bin ich bei 300m durchgelaufen und da war das Rennen für mich eigentlich schon vorbei. Ich könnt mich so…
Abhacken. Jetzt habe ich eine Nacht drüber geschlafen, wenn auch mehr schlecht als recht. Mich wurmt das ich letzte Woche in Erfurt eine Sekunde schneller gelaufen bin und der Lauf ja auch noch Reserven hatte.
So ein mist...
Gestern Abend hatten wir im Hotel Viktors Teamsitzung und haben die Taktik für den Mannschaftslauf besprochen. Wir haben das große Glück das wir fünf starke Athleten sind die alle eingesetzt werden können. Hier in Erfurt, dem letzten Lauf vor der WM muss noch mal alles passen. An den Start gehen voraussichtlich Robert Lehmann, Marko Weber und Stefan Heythausen. Ich halte mich als Ersatzmann bereit und werde auch an der Wettkampfvorbereitung teilnehmen.
Wir laufen gegen Polen im vierten Paar direkt vor der Eispflege. Im World Cup ist es sehr eng und deshalb wäre eine Platzierung unter den Top 5 hier sehr wichtig, zumal es bei diesem letzten Lauf für die erste fünf Plazierten 50% mehr Punkte gibt. Das bedeutet das der Sieger zb. 150 Pkt. der Zweite 120 Pkt. usw. bekommt. Es können somit noch viele Punkte vergeben werden und die Gesamtwertung gehörig durcheinander gebracht werden.
Hier ein vorläufiger Zeitplan des Wettkampfes am Wochenende. Ich werde die 1500m in der B-Gruppe starten. Der World Cup Gesamtstand ist hier zu finden:
In der Mannschaft werden die Starter von unserem Trainer Bart Schouten erst am Vorabend benannt. Wir sind fünf gleich starke Läufer und somit können wir aus dem vollen schöpfen und sicher gehen das die besten laufen.
Da ich noch in meiner Ausdauerwoche bin war heute mein einziger Tag an dem ich etwas intensiver trainiert habe. Die anderem aus unserem Team laufen hier in Berlin (Samuel, Nico, Frank und Stefan) einen kleinen Wettkampf und haben heute eine normale Wettkampfvorbereitung gemacht. Diese habe ich einfach auch durchlaufen mit ein paar Steigerungen mehr. Vollgas habe ich noch nicht gegeben, da ich erst wieder ganz regeneriert sein will bevor ich mich wieder voll belaste.
Heute Nachmittag habe ich mit den Jungs in Heerenveen mitgelitten. Dazu habe ich mein Bike geschnappt und habe mein Rollentraining vor dem iMac gemacht, ständig die Ergebnisse mit dem Liveticker im Blick. So ging die Stunde recht schnell vorbei und ich bin in Gedanken mitgelaufen. Eine sehr gute Leistung vollbrachten Robert und Tobi! Vor allem Robert überzeugte mit seiner starken Bestzeit über 500m und der Jahresbestzeit auf den 5000m. Die Daumen drücke ich den drei Jungs morgen bei den 1500m, der Endkampf ist das Ziel.
Robert steigt aufs Podium
Konrad Niedzwiedzki - Jevgenij Lalenkov - Robert Lehmann
Bilder und einen schönen Bericht hat auch Lars Hagen, der vor Ort ist, geschrieben.
Die EM in Heerenveen begann mit einem wahren Paukenschlag. Robert Lehmann machte sich selbst das vermutlich schönste Geburtstagsgeschenk und belegte in neuer persönlicher Bestleistung (36.24s) über 500m den dritten Platz. Dies war seine erste Platzierung in den Top 3 bei einer großen internationalen Veranstaltung. Auch im anschließenden 5000m-Lauf präsentierte er sich in guter Verfassung und belegte in 6.36,29 min (Saisonbestleistung) den 11. Platz.
Zu Beginn des 2. Tages, an dem die Damen ins Geschehen eingreifen werden und die Herren nur 1500m laufen, liegt Robert auf einem unerwarteten 5. Platz (noch vor Carl Verheijen). Auch für Tobias begann die EM mit einem guten 500m-Lauf. Leider war er durch den Sturz seinen Gegner Koen Verweij etwas gehandicapt (er stürzte selbst vor 2 Jahren bei der Allround-WM an derselben Stelle), so dass unter Umständen mehr als der 12. Platz drin gewesen wäre. Über 5000m belegte er nach einem respektablem Lauf den 10. Platz und so schloss Tobias den ersten Tag auf dem 8. Platz ab. Sowohl Robert als auch Tobias dürften sich mit diesen Leistungen für das Finale über 10.000m der besten 12 Sportler qualifiziert haben.
Für Marco begann die EM alles andere als optimal. Über 500m belegte er nur den 23. Platz und blieb 2.01s hinter dem Erstplatzierten. Auch wenn die 500m nicht zu den Stärken von Marco gehören, hatte er sich den Start der EM so sicher nicht vorgestellt. Leider konnte er dann über die 5000m nicht
überzeugen und bleib in 6.40,35min weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Da vor dem Abschlusslauf über 10.000m wiederum eine kürzere Distanz (1.500m) gelaufen wird, ist es unwahrscheinlich, dass sich Marco für die letzte Strecke noch qualifiziert. Dies ist sehr schade, da er so keine Chance hat seine Stärken auszuspielen.
Kleine Anekdote am Rande: Der Spanier Asier Peña Iturría war der erste spanische Eisschnellläufer, der in einem internationalen Wettkampf einen
Lauf gewonnen hat.
Der morgige Samstag wird weiter genutzt um den Ausdauerblock zu vervollständigen. Zusammen mit Eric Rauschenbach werde ich vier mal 8 min laufen, was ca. 15 Runden sein werden. Langsam fühle ich mich wieder besser und ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder voll einsteigen kann.
Bis dahin und Daumen drücken für unsere Mehrkämpfer in Holland,
cya Hugo
In Zusammenarbeit mit Lars Hagen ist unsere Team-Autogrammkarte nun fertig. Dazu hatte unser ganzes Team ein Fototermin in der Eishalle in Berlin Hohenschönhausen. Da wir unsere Trainingsvielfalt darstellen wollten sind auf dem Motiv Sportler in Radsachen, Trainingsachen für die Halle, Shorttrack Schuhen und im aktuellen Rennanzug zu sehen. Nachdem das Bild erfolgreich, und wie immer sehr professionell, von Lars geschossen wurde ging es an die Nachbearbeitung. Da wir beide recht fit in Photoshop sind haben wir an einem gemeinsamem Abend das Bild komplett ausgeschnitten und den neuen Hintergrund eingefügt. Für die Rückseite, haben wie nach sorgfältiger Bilderauswahl aus Lars seinem riesigen Bildarchiv, dass Programm Picasa genutzt um die Bilder in einer optimalen Anordnung darzustellen.
Ich denke das Ergbeniss lässt sich sehen. Zu bestellen, natürlich mit Rückporto, gibt es die Karte auf der Teamseite der Männer.
Auch ich werde dort danke der Hilfe von Lars Hagen in einem neuen Format Präsentiert. Ich werde dort auch regelmäßig Einträge und News hinterlassen so das es sich lohnt auf beiden Seiten vorbei zu schauen!
Nach guter Teamleistung mussten wir uns bei unserem Eishockeyfreundschaftsspiel gegen die Eisladadies vom OSC Berlin mit 10:5 geschlagen geben. Mit einer Mannschaft, bestehend aus aktiven Eisschnellläufern, Trainern, ehemaligen Kuvenflitzern und dem Gastspieler Zehnkämpfer André Niklaus haben wir unser Bestes gegeben. MIt drei Reihen konnten wir mit einer kleinen Überzahl auf das Eis gehen. Dank der guter Zusammenarbeit mit den Mädels, Trainern und dem Zeugwart der Eisbären haben wir (fast) alle in kompletter Ausrüstung gespielt und konnten die klare Niederlage nicht auf das Material schieben. Wir standen 10 Frauen gegenüber, einige von ihnen Nationalspielerinnen!
Der Spaß stand im Vordergrund
Bei einer Spieldauer von drei mal 20min mussten wir alle an unsere Leistungsgrenze gehen. Da die Belastung mit dem Eisschnelllaufen nicht viel zu tun hat, haben wir vorallem im dritten und letzten Drittel unsere Probleme bekommen. Dank der guten Torwartleistung unseres einzigen “echten” Eishockeyspielers, unserer Gasttorfrau Alina, haben wir nicht höher verloren. Auf unserer Seite konnten sich mit Eric Rauschenbach, Tobias Schneider, Tomas Martin und der Doppeltorschütze André Unterdörfel gleich vier Spieler in die Trefferliste eintragen. Was das Match aber prägte, war die Begeisterung am Spiel. Alle waren heiß darauf, dem Puck nachzu jagen, und die Frauen unter Druck zu setzten.
Eindruck machte auf uns, dass wir durch zahlreiche Zuschauer unterstützt wurden. Die Anzahl überraschte auch die Spielerinnen, die leider oft zu Heimspielen vor einer kleineren Publikumskulisse spielen. Das zur letzten Meisterschaft im Mehrkampf weniger Zuschauer in der Halle waren, als beim Aufeinandertreffen mit den Mädels, ist traurig.
Wir danken den Spielerinnen des OSC, dass sie es möglich gemacht haben,dass wir gegen sie spielen konnten. Wir hoffen nun auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, dann nach den Olympischen Spielen!
Als Gegenleistung haben die Hockeyspielerinnnen einen Gutschein für ein Teamtraining im Eisschnelllaufen bekommen. Bis März wird ein Termin gefunden werden, bei dem die Eisladies auf die 400m Runde gehen, ihre kurzen mit den langen Kufen wechseln und einen hautengen Rennanzug tragen werden. Wir werden natürlich auch davon berichten.
Bis dahin,
cya Hugo
Die Männer verschwitzt auf der Bank
Kämpfen und Anfeuern
Die Wechselbank
Die Diva auf dem Eis
Hauptsache einen GEILEN Helm!
Na bald ist das Jahr um...
Lars Hagen mit Spielern...
Reges Treiben auf der Bank
Da freut sich einer... Christian Kies
Goalgetter - André Unterdörfel
Blind und doch ein guter Einkauf - André Niklaus
Hier hat alles gepasst - Sascha Willhelm
Alexej wollte immer mit mehr Pucks Spielen...
"Schau mir in die Augen Baby" Robert Lehmann
"Jetzt versuchen wir Spielzug Nr. 43" Hugo
"Das Schweigen der..." Eric Rauschenbach
"Kann ma schonmal machen" - Nico Ihle
Noch mehr Bilder gibt es auf Lars Hagen´s Fotoseite unter:
// Dezember 11th, 2008 // Kommentare deaktiviert // Reise, Team, Training
Als ob hier oben noch nicht genug Schnee liegt hat es zum Abschied nochmal richtig viel Schnee gegeben. Über die Nacht hat es fast 50 cm geschneit und uns unsere Abreise etwas erschwert. Geweckt wurden wir heute bereits vom Hotelwirt, der ab 6:00 Uhr früh mit einer Schneefräse die Einfahrt von Unmengen von weißem Gold befreit hat.
Nach dem wir dann unseren Bus freigeschaufelt haben und er gepackt war ging es los. Denkste! Wir sind alle paar Meter stecken geblieben und konnten nur durch intensives Schieben uns aus dem Schnee befreien.
Morgenstimmuung
Eric befreit den Bus von "etwas" Schnee
Der Gastwirt mit schwerem Gerät
Tobi packt
Bart und Bob
The Driver Tobi Schuuuuu-schneider
Bart und ich nachdem der Bus frei war
Die Fahrt nach Berlin war dann okay, obwohl es fast 9 Stunden durchgeregnet hat. Mir geht es heute das erste mal wieder besser. Morgen werde ich dann noch einen Tag aussetzten und dann am Samstag das erste mal wieder auf das Eis gehen.