Posts Tagged ‘Vancouver’

Podium der Winterspiele vorgestellt

// Februar 8th, 2010 // 1 Comment » // Olympia

Kurz vor den Spielen wurden die unglaublich schönen Podiums oder auch “The Victory Ceremony podiums and medal trays” vorgestellt.

Von James Lee-, Industrie-Designer und Coroflot Mitglied, und Leo Obstbaum, dem späten Design-Direktor der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver entwickelt spiegeln die Podestplätze “die hügeligen Gipfel und Ketten der Coast Mountain Range”  (the undulating peaks and ridges of the Coast Mountain Range) wieder. Jedes Podium, es gibt insgesamt 23,  ist aus mehr als 200 Stück präzise geschnittenem Holz zusammengesetzt . Das Holz wurde aus den Wäldern von British Columbia, bekannt für seine roten Zedern und Douglas-Tannen, entnommen und von Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen in der Region gespendet.  Schließlich ist jedes Podium mit einer dicken Acryl-Oberfläche. die an Schnee erinnert gekrönt.

Lee und Obstbaum entwarfen auch die Tabletts, auf denen die Preise verliehen werden sollen. Diese sind aus dem  gleichen Holz und mit einer speziellen, nicht beschichtet-Rutsch-Oberfläche, um den einzigartigen Grip der welligen Oberfläche der Medaillen besser wieder zu geben.

Vancouver Podium

Vancouver Podium

Vancouver Podium

Lee und Obstbaum entwarfen auch die Tabletts, auf denen die Preise verliehen werden sollen. Diese sind aus dem  gleichen Holz und mit einer speziellen, nicht beschichtet-Rutsch-Oberfläche, um den einzigartigen Grip der welligen Oberfläche der Medaillen besser wieder zu geben.

Vancouver Podium

Vancouver Podium

In einem Video auf www.vancouver2010.com kann man den Design Ansatz und die Herstellung der Medaillen der Winterspiele von 2010 sehen. Ein sehr schönes Video und das macht sicher alle Stolz die sie Gewinnen werden.

vancouver 2010

Olympiastarter gefragt – Isabell Ost

// Februar 5th, 2010 // No Comments » // Olympia, Team

Nach meinem persönlichen Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blogs einzustimmen.

Nun die letzte Olympiateilnehmerin die ich um Vorfeld der Spiel befragen durfte. Isabell Ost ist das Kücken im Deutschen Team und hat sich durch starke Mannschaftsläufe sich für das Team empfohlen.

Viel Spaß und ich warte ja immer noch auf Kommentare ;-)
cya
Hugo

Hallo Isi, du hattest letztes Jahr dein Welt Cup und Mehrkampf WM Debüt gegeben, bist du da mit dem Ziel nach Vancouver zu fahren in die Saison gestartet?

Im Sommer habe ich mich mit meinem Trainer Herrn Schubert unterhalten, das Mattschi sich für Olympia vorbereiten wird und ich eigentlich keine Chance (auf Grund der Anzahl der Plätze) haben werde mich zu qualifizieren. Mein Ziel sollte es sein, sich ins Welt Cup Team zu laufen und neue Bestzeiten auf meinen Strecken zu setzte. Die Olympischen Spiele waren von uns aus schon sehr unrealistisch.

Wie liefen dann die ersten Welt Cups?

Die Testwettkämpfe und die Deutsche Einzelstreckenmeisterschaft gingen Einigermasen. Der erste Welt Cup in Berlin ging total in die Hose und ich war unzufrieden und Herr Schubert deutet schon an, dass ich wohl nicht nach Übersee genommen werde. Bei der zweiten Welt Cup Station in Heerenveen lief es dann aber auf einmal Super und ich wurde im Teamlauf eingesetzt. Da sind wir dann überraschend vierter geworden und das war meine Eintrittskarte für Calgary. In Canada wahren die Umstände auch wieder so, dass ich im Teamlauf gestartet bin und dort haben wir dann noch Überraschender den dritten Platz belegt. Dies war dann meine Ticket nach Vancouver da ich mich als Mannschaftsläufer angeboten hatte.

Warst du dir da schon sicher?

Nein, gar nicht. Frauen Cheftrainer Markus Eicher hat mit mir in Salt Lake City darüber gesprochen, dass er mich beim DOSB für die Spiele vorschlagen wird. Er schätzte sie Situation aber so ein das ich nicht gleich bei der ersten Normierungsrunde aufgestellt werden würde und ich bis zum Schluss warten müsste. Ich war ja so was wie ein Wackelkandidat, hatte keine Einzelnorm und sollte nur für das Team mitgenommen werden. Mir war klar, dass es nichts wird. Ich hatte alles was ich mir für das Jahr vorgenommen hatte schon längst erfüllt. Bestzeiten laufen und in Calgary und Salt-Lake am Start stehen und dazu noch die erste Welt Cup Medaille, was schon richtig toll war.
Isabel Ost

Und dann?

Ja mir war klar das für mich eigentlich nur noch die EM im Mehrkampf in Frage kommt.

Wie waren die Mannschaftläufe für dich, ist ja immer ein großer Druck oder?

Oh ja. In Heerenveen war ich super aufgeregt und nervös. Das erste Mal bei so einer wichtigen Strecke in der Halle. Ich war froh und zugleich überrascht das es so gut lief und bin Dankbar das mich Stefanie auf den letzten Metern ins Ziel geschoben hat. Umso mehr war ich, und alle anderen auch, dass wir 4ter geworden sind. In dieser Besetzung!
Calgary war super schnell. Auf der Zielgeraden hat mir Mattschi einen letzten Schubser gegeben und ich bin gestürzt und ins Ziel gerutscht. Ich dachte jetzt ist alles vorbei. Es hängt ja so viel Verantwortung dran. Das wir dann doch dritter geworden sind und ich zur Siegerehrung durfte war der absolute Wahnsinn! Da hatte sich alles Erfüllt was ich mir je ausgemalt hatte.
In Salt Lake bin ich dann nicht eingesetzt worden was aber von der Aufregung her schlimmer war als selber zu starten. Es war furchtbar. Ich bin jede Runde total mitgegangen und habe geschaut.

Wie war die Situation mit Claudia für dich. Du konntest bis zuletzt nicht sicher sein ob du nicht doch noch Platz für sie machen musst.

Die Tatsache ist einfach das sie Stärker ist als ich. Sie würde im Teamlauf eine bessere Leistung zeigen können, das ist Fakt. Wenn es so weit gekommen wäre, hätte ich meinen Platz geräumt. Klar wollte und will ich zu Olympia aber es war nie schon jetzt mein Ziel. Mir ist klar, dass ich noch super Jung bin und Sochi 2014 realistisch ist. Ich bin eigentlich jetzt noch nicht so weit und kann noch viel schneller, das ich jetzt schon fahre ist einfach unglaublich, einfach schön.

Jetzt war klar das du Nominiert bist. Wann hast du Realisiert das du dabei bist?

An dem Tag als ich es erfahren hatte war ich gerade bei der Weihnachtsfeier bei meinem Arbeitgeber der Bundeswehr. Ich hatte mein Handy vergessen und Markus hat schon lange versucht mich zu erreichen. Die Jungs die mit wahren kamen dann auf mich zu und gratulierten mir, sie hatten schon was durch den Buschfunk gehört. Ich winkte noch ab und sage jaja. Als ich dann nach Hause gefahren bin hat mich Markus endlich erreicht und mir um 10 Uhr Nachts gesagt, dass ich mit nach Vancouver fahre und mit im Team bin. Er war selber total überrascht und ich total fertig. Ganz realisieret hatte ich das dann aber noch nicht. Mit Claudia lag so viel in der Luft und ich bin eher davon ausgegangen das ich nicht fahre. Viele haben mich drauf angesprochen, Freunde, im OSP und andere Sportler aber ich sagte immer ruhig bleiben. Erst zur Einkleidung, das auch noch am Pressetag des DOSB konnte ich es endlich glauben und da ging es richtig los. So richtig glauben was da gerade passiert, werde ich sicher erst wenn wir rüber fliegen und ins Dorf ziehen. Wenn ich dann mit Mattschi im Zimmer stehen dann bin ich mir wohl ganz bewusst, dass ich bei Olympia starte.

Ja, es ist nun mal eine ganz besondere Veranstaltung und nicht alltäglich! Was erwartest du von deinen ersten Spielen?

isabel Ost
Ich hoffe, dass ich viele Menschen und andere Sportler kennen lerne. Ich will die Atmosphäre spüren und merken das Olympia seine eigenen Gesetze hat, das es eben etwas besonderes ist und es was bewirkt und ich euphorisch am Start stehe und Stolz bin. Mein eigentliches Ziel ist aber Sochi und das bleibt auch so und hier will ich Erfahrungen sammeln. Klar werde ich im Team alles geben und die Welt Cups hatten gezeigt was möglich ist auch wenn die anderen Teams sicher auch noch ne Schippe auflegen werden. Das können wir aber auch!

Wann hast du das erste Mal Olympia mitbekommen?

Erstes Mal Eiskunstlaufen Stefan Lindemann, vor 4 Jahren in Turin. Andere Spiele habe ich zwar wahrgenommen aber das erste Mal in Turin so richtig.

Warum gerade Stefan?

Durch meinen Bruder, er und auch ich waren selber früher Eiskunstläufer und Stefan für uns beide immer ein Vorbild und der beste Läufer und vor allem bester Springer. Das fand ich toll und unsere Familie hat halt immer Eiskunstlaufen geschaut. Eisschnelllaufen war noch nicht so im Mittelpunkt und die “Großen” mit denen ich jetzt nach Vancouver fahre kannte ich bis letztens Winter noch gar nicht. Ich bin mit Patrick Beckert auch die Jüngste.

Bekommst du Besuch bei den Games?

Leider nein. Natürlich haben meine Eltern und Freunde nix geplant gehabt, damit hatte keine gerechnet. Sie drücken aber zuhause die Daumen.

Auch an dich die Frage, wirst du zur Eröffnungsfeier gehen?

Auf jeden Fall! In diesem Jahr will ich so viel wie möglich von dem Olympic Spirit mit nehmen und dazu gehört nun mal ganz besonders die Eröffnungsfeier! Ich freu mich riesig drauf mit der Mannschaft ein zu laufen! Yippie, ich fahre nach Vancouver!

Isi, ich wünsche dir Spaß und natürlich aber auch Erfolg. Genieße deine ersten Olympischen Spiele und sauge alles auf!

Olympiastarter gefragt – Samuel Schwarz und Nico Ihle

// Februar 2nd, 2010 // 1 Comment » // Allgemein

Nach meinem persönlichen Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blogs einzustimmen.

Jetzt gleich zwei meiner Teamkameraden im Doppelpack: Samuel Schwarz und Nico Ihle, beides Sprinter und beide mit Leistungszuwächsen in diesem Jahr, habe ich zu ihren Olympia-Qualifikationen befragt und was sie alles von den Spielen in Vancouver erwarten.

Viel Spaß,
Hugo

Hallo ihr beiden, schon im Olympiafieber?

Samu: Ja, das Olympiafieber hat schon angefangen, seit der Einkleidung denke ich jeden Tag daran und freue mich sehr. Ich habe ein sehr positives Gefühl von Vorfreude und Spannung, einfach das Ganze alles, das olympische Flair interessiert mich einfach.

Nico: Ich bin auch schon im Fieber. Ich warte aber noch auf das Kribbeln, auf das Besondere, was sicher erst vor Ort kommen wird. Ich denke auch jeden Tag an die Spiele im großen Ganzen, das macht einige harte Trainingsphasen vergessen.

Ihr habt beide erst in Übersee (Calgary und Salt Lake City) eure Qualifikation geschafft. Wie war es von den ersten Wettkämpfen des Jahres bis dorthin? Waren es normale Vergleiche oder war die Qualifikation immer im Kopf?

Nico: Die Norm war immer im Kopf, die Zeiten waren eigentlich egal, ich wollte immer nur die geforderte Platzierung schaffen. Ich habe mir dabei aber nicht einen so großen Druck aufgebaut. Ich habe versucht, immer daran zu denken, dass noch andere Wettkämpfe kommen und ich es schaffen kann. Vor der Saison dachte ich, meine Möglichkeiten liegen auf den 500m. Ich habe mich also das ganze Jahr auf die 500m vorbereitet und den Fokus darauf gelegt. Auf 1000m konnte ich mich von einem zum anderen Lauf immer wieder verbessern. Die halbe Normerfüllung in Berlin hat gezeigt, dass es auch über den Kilometer möglich ist.

Samu: Mich hat der Druck ganz schön beschäftigt, ich bin mit Sicherheit nicht an meine Leistung des Vorjahres herangekommen. Es hat mich gebremst und verkrampft, ich konnte meine Leistung nicht abrufen.

Wie war es dann, als die ersten WC nicht so liefen?

Samuel Schwarz
Samu: Nach der schlechten Meisterschaft konnte ich beim ersten World Cup in Berlin aufsteigen, in Heerenveen hatte ich eine Teilnorm geschafft. Es lief etwas besser aber die Norm war immer im Kopf. Eigentlich war der Fahrplan, es schon vor Übersee zu schaffen. Nun musste ich in Calgary in der A-Gruppe einen Alles-oder-Nichts-Lauf machen. Gut laufen… unter die Top 16 kommen und ich bin dabei. Schlecht laufen… was einen Abstieg in die B-Guppe bedeutet hätte und das Jahr wäre gelaufen gewesen. Am Start ging mir alles durch den Kopf, ich bin total verkrampft, angespannt gelaufen und war überhaupt nicht schnell. Es hat gerade so gereicht, ich hatte es geschafft, der 16. Platz! Schon in der Auslaufrunde sind mir die Tränen gekommen. Die ganze Anspannung ist abgefallen, der Druck, die Unsicherheit, der Traum – Das war jetzt alles geschafft und ich war wie befreit. Am Abend konnte ich ziemlich lange nicht einschlafen, weil ich immer noch darüber nachgedacht habe.

Nico, du hast dein Ticket in SLC gelöst und deine letzte Chance genutzt, auch durch Samuel. Wie erging es dir vor dem Lauf?

Nico: Am Vorabend war ich noch für die B-Gruppe ausgelost worden und damit war mir schon klar, dass ich mich bei der Sprint-WM noch mal richtig zeigen muss. Auch am nächsten Tag, 8:30 Uhr im Bus, war mir noch nicht klar, dass ich in der A-Gruppe starten kann. Ich habe mir gesagt, dass ich auch in der B-Gruppe schnell laufen werde. Erst im Bus hat mich Bart angerufen und mir gesagt, dass ich durch den Verzicht von Samuel starten konnte. Ich habe mich dann übelst gefreut, ich hatte noch mal eine reale Chance, das war schon ein schönes Gefühl. Ich habe mir aber nicht den Druck aufgebaut, dass ich es schaffen muss, ich wollte aus der Situation das Beste machen. Es hat mich eher motiviert, als dass es Druck aufgebaut hätte. Es hat mich regelrecht beflügelt und dann kam noch mal eine neue Auslosung. Es hat alles gepasst, ich sollte erst außen laufen – das 4. Mal in diesem Jahr -, dann die neue Auslosung. Ich innen gegen den Weltrekordhalter auf 500m, Jeremy Wotherspoon, das war absolut. Ich habe mir gesagt, wenn ich schon wie immer kaputt gehe, dann wenigsten die letzte Kurve innen. Hier auf der schnellen Bahn komme ich schon irgendwie ins Ziel.

Wie lief das für dich ab Samu?

Samu: Für mich war es ein ähnlicher Wechsel wie für Nico. Ich hatte vorher mit dem Trainer darüber gesprochen, dass, wenn mein Weglassen die letzte Chance für Nico ist, ich es dann machen werde. Wir haben schon Tage vorher darüber geredet, dass die Holländer nicht da oder krank sind, und wenn es eng wird, war die Option, dass ich den Lauf zugunsten von Nico aussetze. Am Abend war dann die Auslosung, es war klar, dass Nico nicht in der A-Gruppe startet und auch mein Rückzug nichts bringen würde, also konnte ich starten. Nächster Morgen: Für mich normale Vorbereitung auf den Wettkampf und dann sehe ich Jan Coopmans mit dem Handy am Ohr zu mir kommen. In dem Augenblick ist mir der Gedanke gekommen, dass sich hoffentlich nichts an der Situation ändert und es nicht um Nico und mich geht.

Und dann war klar, dass dein Aussetzen reicht, um Nico in der A-Gruppe starten zu lassen?

Samu: Ja, ich habe Bart gesagt: “Ich lasse weg, viel Erfolg für Nico!“, und mit dem Auflegen war mir klar, die Überseereise ist fertig, ich könnte abreisen. Ich war enttäuscht, dass ich nicht startete. Ich wollte noch mal auf super schnellem Eis eine gute Leistung zeigen. Die 1500m liefen sehr gut und ich wollte auf meiner Hauptstrecke befreit auflaufen.

Wie war es dann, den Wettkampf von Nico von außen zu erleben?

Samu: Ich wollte dann reinfahren, ich wollte sehen, was abgeht. Ich habe die Ergebnisse der B-Guppe gesehen, wie gut die Bedingungen sind, was mich geärgert hat, denn ich wollte ja auch laufen. Zu Nico habe ich versucht, Abstand zu halten, um ihn nicht zu beeinflussen. Ich wollte nicht noch mal Druck machen, nach dem Motto “Nutz die Chance!”.
Nico am Start vs. Jeremy, das ist schon ein heißes Ding, es ist immer eine Ehre, gegen ihn zu laufen, er ist schon ein großer der Sprint-Szene. Ich drückte Nico die Daumen und hoffte, dass die ganze Aktionen einen Sinn macht! Dann habe ich Nico für Olympia das Beste gewünscht und die Daumen gedrückt, aber nicht für den deutschen Rekord, den wollte ich behalten. :-) Dann hat er ja ein wirklich super Rennen gemacht, ich denke, das beste Rennen seinen Lebens. Als dann zwei weitere Paare durch waren und klar war, dass es mindestens der 16. Platz wird, war ich froh, dass es gereicht hat. Wir haben uns Zeichen gegeben und es war zwischen uns klar, dass es geklappt hat.

Mir war wichtig, dass er versteht, was passiert ist und dass er weiß, wie wichtig mir auch mein Lauf war. Er hat sich beim Ausfahren dann auf ehrliche Art und Weise bedankt und auch so, dass ich merkte, dass ich das Gefühl hatte, dass er versteht, was in mir vorging.

Was war es für ein Gefühl für dich, Nico, diesen Lauf ermöglicht bekommen zu haben?

Nico: Ich hatte schon ein kleines bisschen ein schlechtes Gewissen und mir war schon klar, was es auch für ihn bedeutete, auf diesen Lauf zu verzichten. Auf dem Eis zur Wettkampfvorbelastung ist Samu dann noch mal zu mir gekommen und hat gefragt, ob ich noch was brauche und hat mir viel Glück gewünscht. Ab da war mir klar, dass es in Ordnung geht und ich die Chance ohne schlechtes Gewissen nutzen kann. Druck habe ich trotzdem nicht aufgebaut, es war mehr Freunde, die Chance zu bekommen. Ich hab sie genutzt! :-)

Ab dann war klar, dass es nach Vancouver geht?

Beide:  Ja, wir waren uns sicher, wir sind Olympiateilnehmer.

Merkt ihr schon einen Unterschied im Vergleich zu anderen Wettkämpfen?

Nico: Ich bin voller Vorfreude auf das, was ich noch nie erlebt habe. Olympische Spiele gibt es nur alle 4 Jahre, und ich darf dabei sein. Krass!

Samu: Ich glaube, für mich ist es die Freude auf den Mythos Olympische Spiele!

Was erwartet ihr, außer bezüglich eurer eigenen Leistungen, von Vancouver?

Samu: Ich erwarte Olympisches Flair, andere Sportler, gemeinsam mit Sportlern essen, überall die Olympischen Ringe, das Gefühl bei etwas Besonderen dabei zu sein. Und dass nicht alle hier sind sondern nur die Besten.
Nico Ihle
Nico: Einen Wettkampf der Besten der Besten.

Wann hast Du das erste Mal daran gedacht, dabei zu sein.

Nico: Vor 4 Jahren hat unser Trainer Bart gesagt, dass wir Medaillen gewinnen können. Da war für mich das Ziel Olympia klar, daran haben wir gearbeitet. Wirklich richtig bewusst, dass ich es auch schaffen kann, war es mir erst in diesem Jahr. Ich war von der Leistung her soweit, dass es möglich war.

Und du Samu?

Samu: Im Ernst?

Klar!

Samu: Mit 14, zur Konfirmation, musste bei einem Kennenlernspiel jeder seinen Namen und einen Satz, der ihn charakterisiert, sagen. “Ich bin Samuel Schwarz und fahre mal zu den Olympischen Spielen”. Alles hat gelacht, jetzt ist es Realität.

Ob sie jetzt noch lachen? Wann war es dir bewusst, dass Du es auch schaffen kannst?

Samu: Schon vor vier Jahren, als Bart nach Deutschland gekommen ist, hätte ich im ersten Jahr die Qualifikation geschafft und es war mir klar, dass ich es drei Jahre später auch schaffen werde und es drauf habe.

Was hat die Leistungsentwicklung dieses Jahr ausgemacht?

Samu: Das deutlich verbesserte Krafttraining mit Eberhard Deutscher im OSP-Berlin und das noch konzentriertere Zusammenarbeiten auf dem Eis.

Würdet ihr Euch öfter mehr Medienpräsenz wünschen?

Samuel Schwarz und Nico Ihle
Wir sind nicht gerade mediengeil, aber wir hätten gerne, dass unsere Leistungen mehr gewürdigt werden und sie nicht immer schlechter geredet werden, als sie sind.

Eröffnungsfeier?

Samu: Auf jeden Fall!

Nico: Ich geh! :-) Es ist noch mal ein extra Kick! Das motiviert, das ist alles, das Erste mal dabei…

Jungs, ich danke euch und haltet die Sprinterfahnen in Vancouver hoch!

Olympiastarter gefragt – Marco Weber

// Februar 1st, 2010 // No Comments » // Olympia, Team

Nach meinem persönlichen Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blogs einzustimmen.

Der Langstreckler im Deutsche Team schlecht hin. Die langen Kanten über 5 und 10 km sind seine Stärke und auch da hat er in den letzten Jahren immer wieder mit Top Leistungen überzeugt. Auch Marco Weber habe ich nach Robert und Katrin zu Olympia befragt. Viel Spaß

Hugo

Hallo Marco, bist Du dieses Jahr in die Saison zu gestartet um dich für die Spiele zu Qualifizieren, oder um bei den Spielen gut abzuschneiden, nach 2 verpassten Chancen 2002 und 2006?

Mein Weg fing 2004 mit dem Wechsel zu Jan Coopmans an um mich auf die Spiele 2010 vorzubereiten. Ein langfristiger Aufbau war notwendig, die Ergebnisse kamen schneller als gedacht, aber das Ziel war 2010. Dieses Jahr war der Fokus nicht die Normerfüllung sondern der Wettkampf bei den Spielen. Die 10 000m zur Qualifikation in Hammer waren wichtig da sie nur einmal gelaufen wurden, aber 95% haben da auch gereicht. Die Form um es zu schaffen war da.
Unser Ziel war es, bei den World Cups in Europa alles fest zu machen und zweimal unter die ersten 16 zu laufen. In Übersee ist immer vieles unvorhersehbar, das wollten wir vermeiden. Der Formaufbau war aber nicht speziell darauf ausgelegt.

Wie war es dann die Ergebnisse zu erreichen, nach zwei verpatzen Olympiaden, warst du erleichtert?

Ich war erst nach der ersten Nominierungsrunde sicher, am 17.12. Das habe ich aus den letzen Jahren gelernt.

Marco Weber

Ist da dann Olympia näher gekommen?

Nein, das war erst am 14.01 der Fall, bei der Einkleidung in Erdingen. Ab da ist bei mir Olympisches Feeling aufgekommen, ab da war es greifbar. Es hat das erste Mal gekribbelt.

Was denkst du wird bei Olympia anders sein, im Vergleich zu anderen Wettkämpfen?

Es wird viel mehr Aufmerksamkeit auf diesen einen Tag liegen. Alle haben sich auf diesen einen Tag vorbereitet, alle wollen es und müssen ihre Nerven im Zaun halten, wer es kann wird seine Leistung abrufen können.

Wirst du es?

Werden wir sehen.

Was hast du dafür getan?

Ich habe mir lange die Wettkämpfe von 2006 angeschaut, man kann nur versuchen die Gewissheit zu haben gut vorbereitet zu sein und sein Bestes geben.

Wann hast du das erste mal Olympische Spiele wahrgenommen?

Das erste Mal habe ich die Spiele 1994 mit Johann Olav Koss in Hamar wahrgenommen, das war einprägsam.

Warum gerade das?

Weil er so dominiert hat, in seinem roten Laufanzug, in Zeiten die heute noch für vordere Platzierungen reichen würden und das alles in der eigenen Halle und bei der besonderen Atmosphäre.

Wann ist dein Olympia gekommen, ab wann wolltest du auch dabei sein?

Das war erst 1998 in Nagano mit Frank Dittrich, den kannte ich persönlich und das war das erste Mal das ich es so richtig wahrgenommen habe und mir das auch als Ziel vorstellten konnte.

Was werden die Spiele für dich? Nur Focus auf den Wettbewerb?

Konzentration auf den Wettkampf schon, aber mein Trainer sagte ich sollte die Spiele auch genießen und es als Belohnung für die jahrelange Arbeit sehen.

10 Tage Pause zwischen Deinen Rennen, was möchtest Du dazwischen sehen?

Ich will unbedingt einmal nach Whistler, und einmal eine Biathlon Entscheidung sehen.

Die 5000m gleich am ersten Tag, Eröffnungsfeier mit dir?

Definitiv, nein.

Schade?

Der Wettkampf ist wichtiger, ich freue mich mehr auf die Abschlussveranstaltung.

Bekommst du Unterstützung vor Ort?

Leider nur zu den 10 000m da es für die 5km keine Karten mehr gab. Meine Familie wird da sein.

Marco, ich danke dir und viel Erfolg, dass sich die Jahre harter Arbeit gelohnt haben!

Olympiastarter gefragt – Katrin Mattscherodt

// Januar 29th, 2010 // 1 Comment » // Olympia, Team

Nach meinem persönlichem Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar Deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blog´s einzustimmen.

Nach Robert Lehmann nun die Langstreckenspezialistin Katrin Mattscherodt. Für die Berlinerin werden es die ersten Spiele sein und nach dem Dopingurteil gegen Claudia Pechstein hat sie ihre große Chance genutzt und sich mit guten Leistungen ins Team Vancouver gelaufen.

Hallo Katrin,

Wann hast du Olympia das erste Mal wahrgenommen?

Das erste Mal 1988 aus Calgary und dort Bobfahren mit noch 2 deutschen Mannschaften. Für die Spiele in Nagano 98 bin ich das das erste Mal extra aufgestanden und ich habe Eislaufen auf Video aufgenommen. Die Zweikämpfe Gunda gegen Claudia habe ich mit Spannung verfolgt. Die Videos sind noch im Keller, hat noch jemand ein Abspielgerät?

Und ab wann hast du an Vancouver gedacht? Schon vor 4 Jahren?

Eigentlich nicht. Die letzten Jahre war es mein Ziel Nummer 4 im Langstreckenbereich zu werden. Da nur 3 bei Olympia an den Start gehen, war es kein realistisches Ziel für mich. Für dieses Jahr wollte ich nach Verletzungen im Vorjahr wieder an mein altes Leistungsvermögen anknüpfen. Die ersten beiden World Cups liefen nicht so zufriedenstellend und da habe ich die Teilnahme an den Spielen für mich abgehakt und aus meinem Kopf geschmissen.
mattschi

Und dann kam der Langstrecken World Cup in Hamar, 5000m.

Genau, der erste World Cup ohne selbstauferlegten Druck und es lief gleich super. Das Problem war das der Platz, den ich erlaufen habe ein Nationen-Platz ist und nicht personengebunden. Ich hatte das Gefühl, dass sich mehr für Claudia gefreut wurde als für mich.

Wie war es für dich, als Claudia mit dem Eilantrag in Salt Lake City am Start war?

Ich wusste, dass ich dort unbedingt schneller sein musste als sie, was ich bis dahin noch nie war. Gestartet ist sie im 3000m- Lauf vor mir und als ich ihre Endzeit gesehen habe, wusste ich, dass ich sie an diesem Tag schlagen kann. Danach war ich mir sicher, dass ich in Vancouver starte.

Nach der Quali, merkst du, dass es zu den Olympischen Spielen geht?

Man merkt, dass sich (Presse-) Termine häufen. Sonst habe ich es noch nicht realisiert, dass so etwas Großes ansteht.

Nicht aufgeregt?

Es ist schon alles sehr spannend, aber die Nervosität wird erst vor Ort kommen.

Du wirst 3000m, 5000m und wahrscheinlich Team laufen. Ich gehe davon aus, dass du dich gut dafür vorbereitet hast. Worauf freust du dich noch während der Spiele?

Auf das große Drumherum, die anderen Sportler, die zahlreichen freiwilligen Helfer und die Fans. Leider bin ich die ganzen 3 Wochen im Einsatz, sodass ich nur ein oder zwei andere Sportarten anschauen kann.

Für mich waren die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung ein Höhepunkt der Winterspiele in Turin 2006. Wirst du in Vancouver ins Stadion einlaufen?

Abschluss mit Sicherheit, Eröffnungsfeier bin ich mir noch nicht sicher, 2 Tage später sind die 3000m.

Dann wünsche ich dir viel Erfolg und dass du es geniessen kannst. Danke Katrin

Olympiastarter gefragt – Robert Lehmann

// Januar 27th, 2010 // 3 Comments » // Allgemein

Nach meinem persönlichem Scheitern an der Qualifikation der Olympischen Winterspiele in Vancouver habe ich nun die Chance als Außenstehender mit Insiderwissen von den Spielen zu berichten. Vor dem Start der Wettkämpfe befragte ich ein paar Deutsche Teilnehmer um die reichlichen Leser des Eis-Blog´s einzustimmen.

Los geht es mit dem Erfurt Teamkamarad Robert Lehmann.

Robert, gratu zur Qualli! Wie schon berichtet waren die letzten Wochen nicht gerade leicht für dich. Kannst du mal einen kurzen Abriss deiner Gefühle geben?

Nach der knapp verpassten Qualifikation mit dem Team und der halben Quali im Einzel musste ich seit Mitte Dezember auf die “Gnade” des DOSB hoffen. Ich war, nachdem ich den Ärger verdaut hatte, aber sehr sehr zuversichtlich und habe mich im Training voll reingehängt. Der Abstand von Berlin und die zeitweise Rückkehr in die Erfurter Heimat haben mir gut getan und mich motiviert alles zu geben und daran zu glauben. Seit der EM geht es nur noch bergauf, die Chemie zwischen Bart Schouten und mir stimmt wieder 100% und das Training läuft. Lediglich in den Stunden vor der Entscheidung kamen bei mir Zweifel auf und ich wurde sehr nervös! Als die Entscheidende Nachricht kam, viel mir und meiner Familie ein großer Stein vom Herzen!

Nach Turin ist es die zweite Olympiade für dich. Jetzt bist du kein Neuling mehr. Gibt es unterschiede von zu vor 4 Jahren?

Es ist einerseits komisch und auch traurig das ich der einzige der leider nur fünf Deutschen Männer bin der in Vancouver seine zweiten Spiele erlebt. Ich bin ja nun ein “alter Hase” :-) Aber im ernst, ich hätte mir gewünscht mit dem Teampursuit Team anzureisen und den Traum einer Medaille zu verwirklichen! Leider hat dies nun nicht geklappt und wir sind aus dem starken Team in Berlin mit Nico, Samuel und mir nur zu dritt! Bob de Jong nicht zu vergessen! Der Unterschied für mich besteht dieses mal, natürlich darin das ich nur Einzelstrecken laufe und die Vorbereitung somit eine andere ist.

Leider nun nur dir beiden Einzelstarts. Wie sieht dein Zeitplan bis zum 5km Start am 13.02 aus? Was wird noch trainiert, bist du fit, Material passt, schon die neuen Laufanzüge getestet?

Ich bin seit 2 Wochen in Erfurt und bereite meine beiden Einzelstarts über 5km und 1500m intensiv und konzentriert vor. Ich konzentriere mich derzeit hauptsächlich auf die Technik und die Taktik für die Rennen. Ich bin super fit und körperlich bestens in Schuss! Worum es nun also geht in den letzten Tagen vor den Spielen sind Kleinigkeiten. Die Haupttrainingsphase ist mehr oder weniger vorüber und ich gehe am Samstag den 30.1. mein vorletztes Testrennen in Erfurt an. Mein Material ist dank unserer Materialmänner Michael Künzel und Sjoerd Gerats in allerbester Verfassung. Den neuen, extra für Olympia entworfenen und weiter entwickelten Rennanzug habe ich getestet und für super schnell befunden :-)

Wie bist du zum Eislaufen gekommen und wann haben Olympische Spiele für dich zum ersten mal Kopf rumgegeistert, was für eine Verbindung hast du zu den Spielen?

Ich habe im Alter von 4 Jahren mit Eiskunstlauf begonnen und habe mit 8 Jahren, aufgrund von Talentlosigkeit zum Eisschnelllauf gewechselt :-)
Wann die Olympischen Spiele für mich das erste mal eine Rolle gespielt haben weiß ich gar nicht genau. Ich glaube ich hatte nie diesem großen Olympiatraum von dem so viele berichten. Es war vielmehr eine Entwicklung und viel harte Arbeit. Heute weiß ich das die Spiele das absolut größte sind was ein Sportler erleben kann und ich bin stolz darauf dabei zum zweiten mal dabei zu sein.

Wer unterstützt dich in Vancouver, kommt Familie mit, Freunde, Fanclub?

Meine Eltern, meine Schwester, ihr Freund und meine kleine Nichte sind in Vancouver die komplette Zeit dabei. Sie haben ihren “Olympia- Trip” schon lange vor meiner Nominierung geplant und waren froh das ich nun auch “mitkomme” :-) . Meine Familie hat für meine Einzelstarts und die Teamlauf Tage Karten und werde mich zusammen mit den Eltern von Tobias Schneider unterstützen. Ganz besonders stolz bin ich auch darauf das meine treuesten Fans, eine lang befreundete Familie aus Erfurt für eine Woche die Reise nach Vancouver antritt um mich auf den 1500m anzufeuern. Ich hoffe natürlich noch weitere Bekannte Gesichter vor Ort und freue mich über jeden der mich unterstützt!

Worauf freust du dich in Vancouver, was erwartest du?

Ich freue mich eigentlich auf den ganzen Trip über den Großen Teich nach Kanada! Ich bin sehr gespannt auf das Olympische Dorf und die Organisation der Spiele! Ich bin davon überzeugt das es großartige Spiele werden und jene in Turin um längen übertreffen wird. Leider ist unser Männerteam nicht besonders groß und viele wichtige Trainingspartner und Freunde fehlen. Der Stimmung wird das hoffentlich kein Abbruch tun und wir gehen zuversichtlich und gut gelaunt an die Herausforderung Olympische Spiele! Ich hoffe sehr das wir eine wahnsinnig gute Perfomance abliefern können und die Sprinter Nico und Samuel ihren Aufwärtstrend weiter bestätigen können. Ich bin bester Dinge und eines steht für uns fest: “Wir haben nichts zu verlieren und wollen gewinnen”! Vielleicht ist das Treppchen noch zu weit weg aber die Sympathien von Fans und Sponsoren sind ist ganz sicher in Reichweite :-)

Robert, ich danke dir für deine Antworten und ich bin gespannt dich in Vancouver laufen zu sehen. Ich freu mich das es noch geklappt und nun ist alles möglich!

Wettkampfbericht 3. World Cup Hamar 1500m

// November 23rd, 2009 // No Comments » // Wettkampf

In Hamar angekommen, war ich nur damit beschäftigt Motivation zu sammeln. Die bisherigen zwei World Cup Auftritte waren alles andere als berauschend und die Aussichten auf Erfolg nicht gerade groß. Im Training lief es die Woche, wie eigentlich immer, recht gut und ich fühlte mich, auch wie immer, bereit schnell zu laufen. In Berlin habe ich von unserem Techniker Sjoerd Geraets noch mal meine Kufen bearbeiten lassen um meine Form nicht auf das Material schieben zu können. Kann man auch nicht denn die neuen Marchese RECORD Blades laufen super gut und ich fühle mich sehr wohl auf ihnen.

Unter der Woche ist mein Trainer Bart schon auf mich zu gekommen und hat mir ins Gewissen geredet das ich unbedingt am Start, dem Angang und einer aggressiven ersten Runde arbeiten muss. Im Training bin ich dieses Jahr schon viele schnelle Runden gelaufen und habe mich da deutlich verbessern können. Ich habe im Allgemeinen mein Grundtempo ein weiteres Mal steigern können. Eigentlich, denn im Wettkampf konnte ich es noch nicht ein einziges Mal umsetzten. Der Plan also: Super harte und schnelle erste 300m, aggressive Runde und dann das Tempo gut mitnehmen.

In Hamar bin ich dann erst mal durch eine moralische Achterbahn geschlingert. Da sehr viele Skater, vor allem aus Korea  und Kanada nicht nach Hamar gereist sind, sind viele 1500m Spezialisten aus der B-Gruppe in die A-Gruppe gerutscht. Zu meinem Bedauern war ich der erste der nicht den Sprung in die “bessere” Startgruppe geschafft hat und wurde im letzten Paar gegen den Japaner Sugimori ausgelost.

Nach einer unruhigen Nacht mit vielen wirren Gedanken im Kopf habe ich nächsten Morgen, dem Wettkampftag, meinen normalen Tag gestartet. An der Eisbahn angekommen und bereit zu laufen, wurde mir dann die freudige bzw. überraschende Nachricht mitgeteilt. “Rucke Krank, du rutschst hoch und startest im ersten Paar! ” Okay, geh ich wieder ins Hotel und relaxe noch ein wenig und bereite mich mental auf die letzte Chance vor mich auf einer Einzelstrecke für die Olympischen Spiele zu qualifizieren vor. Neuer Start: 13 Uhr, Außenbahn mit Vollgas in den Kampf stürzen.

Das habe ich dann auch getan. Ich war hoch motiviert, fühlte mich Körperlich bereit und war auch im Kopf darauf eingestellt. Was ist raus gekommen? Zwar Saisonbestleistung und die schnellsten 1100m meines Lebens aber auch der große Einbruch auf der letzten Runde und das Verpassen der Möglichkeit, eine halbe Norm (Platz 16) für die Spiele zu schaffen. Ich habe geschafft das umzusetzen was besprochen wurde – schneller Angang (24.15), schnelle und aggressive erste Runde(26.3) und Geschwindigkeit für die zweite Runde (27.8). Leider war aber schon nach 1000m die Luft raus, die Beine schwer wie noch nie und die Milchsäure im Kopf. Die letzte Runde war nur noch Kampf und habe ich auch nicht mehr richtig wahrgenommen. Am totalen Limit bin ich mit der langsamsten Runde seit Jahren (30.4) ins Ziel gestolpert. Also an der Moral lag es nicht, gegeben habe ich das letzte Korn…auch wenn es wohl zu viel war :) . Am Ende ist ein Platz 19. raus gekommen und ich bin, trotz das ich alles versucht habe, sehr enttäuscht. Mal sehen was nun noch passiert…

Mit Platz 19 und weit hinter den eigenen Erwartungen ist die letzte Chance auf die Spiele nun der Mannschaftslauf. Natürlich war dieser schon im Vorfeld die ganze Aufmerksamkeit gewidmet, aber nur wer sich auch auf einer Einzelstrecke gut präsentiert kann im Team laufen und für Deutschland dort an den Start gehen. Ich hoffe das meine erreichten Zeiten und Platzierungen reichen um mit zum nächsten World Cup nach Calgary genommen zu werden um dort für das Team mein Bestes geben zu können.

Wovon hängt dies nun ab? Ein Leistungsausschuss, bestehend aus Präsident, Vize-Präsidentin, Athletensprecher und Sportdirektor, entscheiden am Montagabend wer von der Deutschen Mannschaft nach Übersee fliegt.

Nun heißt es abwarten und hoffen, dass sich die letzten 4 Jahre auszahlen und nicht alles umsonst war.

Letzte (einzel) Chance – vorbei, ob´s nun wirklich zur Olympiade geht muss man sehen wenn´s nach Übersee geht

cya
Hugo

alle Ergebnisse sd
Wettkampfbericht World Cup Berlin – 1500m
Wettkampfbericht World Cup Heerenveen – 1500m
Wettkampfbericht World Cup Heerenveen – Team Pursiut

Olympia Interview Teil 8 – Fanny Chmelar (Ski-Alpin)

// November 12th, 2009 // No Comments » // Interview

Wie fast alle aus der Großen Sportfamilie kenne ich Fanny auch durch eine lange gemeinsame Zeit bei der Bundeswehr. Dort haben wir schnell festgestellt, dass wir gut miteinander können und sind Freunde geworden. In dieser Zeit haben wir einige Trainingseinheiten zusammen absolviert und sind viele km auf dem Rad gefahren!

Wie fast alle aus der Großen Sportfamilie kenne ich Fanny auch durch eine lange gemeinsame Zeit bei der Bundeswehr. Dort haben wir schnell festgestellt, dass wir gut miteinander können und sind Freunde geworden. In dieser Zeit haben wir einige Trainingseinheiten zusammen absolviert und sind viele km auf dem Rad gefahren!

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Hallo Fanny, wie war das letzte Jahr für Dich? Bist ja durchgestartet oder? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Tja Hugo, natürlich war hauptsächlich dank dir meine letzte Saison wirklich gut ;-) aber du hast recht, ich kann mich nicht beklagen! Mein Sommer war gut aber auch sehr anstrengend. Weil ich dieses Jahr keinen Bundeswehr-Lehrgang mehr auf dem Programm hatte, hat das Konditraining bereits früher als in den letzten Jahren beginnen können. Neben dem Training daheim, in Garmisch-Partenkirchen, hatten wir noch zwei Kondi-Lehrgeänge auf Zypern und in Ottobeuren. Nach knapp 3 Monaten Training und Ski Abstinenz, hab ich aber doch wieder zu meinen Brettern zurückgefunden. Nach einer Woche in Zermatt und 3 Tagen in der Skihalle in Wittenburg, haben wir uns auf den Weg nach Neuseeland gemacht. Leider war das Glück wettertechnisch in den ca 4 Wochen nicht gerade auf unserer Seite, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Wieder zurück daheim, bin ich zur Zeit sehr viel auf den österreichischen Gletschern beim Skifahren… es wird, es wird :-)
Fanny Chmelar

Olympische Spiele! Wann hast du sie bewusst das erste mal wahr genommen? Gibt es einen Helden für dich an den du Olympia fest machst? ( Kann auch Sommer sein)

Ich glaube, das erste Mal hab ich die Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer wahrgenommen. Markus Wasmeier, Katja Seizinger, Lasse Kjus, Picabo Street… ab da wollte ich immer Abfahrts-Weltmeisterin werden, und jetzt bin ich Slalom – Spezialistin :)

Wie läuft das bei mir der Quali ab? Was musst du erreichen um in Vancouver am Start zu sein?

Es gibt 4 Startplätze pro Disziplin. Um mich für Vancouver zu qualifizieren, muss ich entweder zweimal Top 15 oder einmal Top 8 sein.

Merkst du schon das es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

fanny4
Ehrlich gesagt könnte ich es höchstens daran merken, dass das Konditraining so früh begonnen hat und vielleicht sogar etwas strenger war als früher, aber für mich persönlich sind die Spiele noch weit weg. Bevor es nach Vancouver geht, steht erst mal die ganze Welt-Cup Saison an. Alle Slaloms, außer das WC-Finale, sind vor den Olympischen Spielen; trotzdem möchte ich am liebsten das Thema Quali so früh wie möglich erledigen – aber wer würde das nicht gern.

Würdest du sagen das du dich wegen deinem Sport unterordnest und einiges in Kauf nimmst?

fanny3
Unterordnen würde ich nicht gerade sagen, aber dass man als Spitzensportler das eine oder andere in Kauf nehmen muss, ist kein Geheimnis. Dafür kann ich aber von mir behaupten, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe und darauf bin ich sehr stolz!

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer aber was erhoffst du dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Ich hab mit der letzten Saison den Sprung unter die Top 15 im Slalom geschafft. Das ist eine super Ausgangssituation für die neue Saison. Dennoch fasse ich meine Ziele ungern in Zahlen oder Ergebnisse; ich möchte auf dem Level die Saison beginnen, bei dem ich die Letzte beendet hab; einfach gut Skifahren und meinen Kopf im Griff haben! Wenn ich das schaffe, dann ist auf jeden Fall schon mal ein wichtiger und großer Schritt getan!
Fanny 2

Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt Anschauen?

Na ja, meine Wettkämpfe finden ja in Whistler statt – keine Ahnung was da sonst noch geboten sein wird, aber ich werde versuchen so viel olympisches Feeling wie möglich aufzusaugen. Wenn sich noch ein Trip nach Vancouver City ausgeht, wäre das genial und vielleicht schau ich mir dann auch dich an.

Fanny, danke für die Antworten und ich hoffe ich kann auch mal in Whistler vorbei schauen!

1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

ja, immer

2. Sind das Deine ersten Spiele?

ja

3. Hast du Erwartungsdruck?

ja

4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

5. Kannst Du von Deinem Sport leben?

Nein. Dank Bundeswehr Ja.

6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?

ja

7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

JA!!!

Linktips

wiki/Fanny_Chmelar – Fanny im Wiki
ski2b.com - Portraits von Fanny
ski-online.de - DSV

Olympia Interview Teil 7 – Stephan Hocke (Skispringen)

// November 6th, 2009 // No Comments » // Interview

Stephan kenne ich schon sehr lange. Mit ihm zusammen habe ich meine Anfangszeit in der Sportförderguppe der Bundeswehr in Oberhof verbracht. Nach einigen gemeinsamen Lehrgängen sind wir Freunde geworden und haben zusammen viel erlebt. Sportlich ist er als “Überflieger” 2002 in Salt-Lake-City ins Rampenlicht gesprungen. Als Team Olymia Sieger und Gewinner einiger World Cup Springen hat er bereits großes erreicht.

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Hallo Stephan, wie war das letzte Jahr für Dich? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Mit der letzten Saison war ich einigermaßen zufrieden.Mit den Plätzen 12 und 19 bei der WM in Liberec und den 15. Platz in der Tournee Gesamtwertung konnte ich nach langer Zeit wieder einigermaßen Anschluß an die Weltspitze herstellen.
Der Sommer ist für mich noch recht durchwachsen gelaufen. Ich bin zwar ohne Verletzung geblieben und Körperlich top fit aber die Sprungform ist noch sehr wellenreich verlaufen.

Olympische Spiele! Wann hast du sie bewusst das erste mal wahr genommen? Gibt es einen Helden für dich an den du Olympia fest machst?

Die ersten Olympischenspiele die ich bewusst verfolgt habe waren die in Lillehammer 1994, damals waren viele meine Helden:) ob Tommy Moe (weiß nicht ob der so geschrieben wird) in der Abfahrt, Björn Dehli im Langlauf oder viele Skispringer, ich war von allen beeindruckt.

Auch für einen Skispringer sollten die Spiele etwas Besonderes sein. Bist Du bereits im Bann der Olympioniken?

Auf jeden Fall ist es was besonderes, besonders in Vancouver da es einer der schönsten Regionen ist die ich je gesehen habe. Und man kommt ja nicht alle Tage mit so vielen Sportlern in Kontakt wie bei Olympischen Spielen

Gibt es bestimmte Erfüllungsnormen für die Spiele? Wenn ja, welchen Richtwert gilt es zu erreichen, um in Vancouver am Start sein zu können?

Wenn ich richtig informiert bin im WC 3x unter die ersten12 oder 2x unter die ersten 8. Aber das Hauptkriterium für mich ist es einfach gut Ski zu springen.

Na dann Spring mal weit! Merkst du schon, dass es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

So ganz noch nicht. Es wird zwar mehr darüber gesprochen und viele sind schon nervöser und alle Nationen geben mehr Gas in der Material optimierung. Aber für mich gibt es noch zu viel zu tun um großartig darüber nach zu denken.

Es ist nunmal ein besonderes Jahr 2010. Würdest Du sagen, dass Du Dich aufgrund deines Sports unterordnest und folglich einiges in Kauf dabei nimmst?

Das kann man immer schwer einschätzen weil es viele tun aber der Sport ist nochmal in diesem Jahr ein Stück über andere Bedürfnisse gerückt.

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer, aber was erhoffst Du Dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Auf jeden Fall den sprung dort hin zu schaffen und dann auch in guter Form zu sein alles andere kommt dann so wie es kommt.

Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt anschauen?

Schwer zu sagen, kommt immer auf unseren Plan an. Ich schau mir gerne jeden Sport an außer Curling:) In Salt Lake haben wir oft die Eishockeyspiele besucht, deswegen diesesmal mal was anderes.

Hey, ich danke dir und nun noch schnell die Kurzfragerunde!

Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

Sportart, nur als Tourist geht garnicht, da kann man es auch nicht geniesen

Sind das Deine ersten Spiele?

nein

Hast du Erwartungsdruck?

nein, nur meinen eigenen

Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

Kannst Du von Deinem Sport leben?

ja

Machst du danach noch mal 4 Jahre?

ja, wenn ich sehe das ich gut genug bin

Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

ja, wenn ich zeit habe

Was vergessen zu fragen?

nein

Stefan Hocke

Linktips

www.stephan-hocke.de – Offizielle Homepage
www.stephan-hocke-fanpage.de.vu - Fanpage
wiki/Stephan_Hocke – wiki über Stephan
www.bundeswehr.de – Sportfördergruppe über Stephan

Olympia Interview Teil 6 – Stefan Lindemann (Eiskunstlauf)

// Oktober 29th, 2009 // No Comments » // Interview

Dieses Mal habe ich meine Fragen nicht über Email schicken müssen. Ich habe nur an meiner Nachbartür in meinem Wohnhaus geklopft und sie Stefan Lindemann gegeben. Seit nunmehr fast 4 Jahren sind Deutschlands erfolgreichster aktiver Eiskunstläufer und ich nun in Berlin und durch Zufall sind wir auch Türnachbarn im “Haus der Athleten” im Sportforum Berlin. Wir beide haben unsere sportliche Laufbahn in Erfurt beim ESC begonnen und haben zusammen die Sportschule besucht. Er war ein Jahrgang unter mir und sind uns also schon recht früh über den Weg gelaufen. Seitdem verbindet uns nicht nur eine sportliche Freundschaft.

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Hallo Stefan, wie war das letzte Jahr für Dich? Dich hat es ja wieder mal mit Verletzungen erwischt gehabt? Wie verlief dein Olympischer Sommer und bist du gesundheitlich fit für die ersten Wettkämpfe?

Meine letzte Saison verlief überhaupt nicht gut. Um genauer zu sein waren es die letzten 2 Jahre. Ich bin in der Zeit nur einen Mini-WK gelaufen. Der Grund dafür waren ständige Verletzungen. Im November 2007 wurde ich sogar an beiden Leisten operiert, da man jeweils eine weiche Leiste festgestellt hat (Vorstufe zum Leistenbruch). Dann kamen Probleme an der Achillissehen hinzu und weitere kleine Problemchen. Seit Februar diesen Jahres kann ich aber endlich schmerzfrei trainieren. Mein Sommer verlief sehr gut und ich konnte mich an alle Pläne halten. Ich bin also gut vorbereitet und es kann endlich losgehen.

Bob

Olympische Spiele! Wann hast du sie bewusst das erste mal wahr genommen? Gibt es einen Helden für dich an den du Olympia fest machst? ( Kann auch Sommer sein)

Olympische Spiele habe ich das erste Mal so richtig realisiert im Jahre 1988. Katarina Witt wurde Olympiasiegerin. Ich war damals 7 Jahre alt und wollte die Kür unbedingt Live sehen. Nur bin ich genau bei ihrem Programm eingeschlafen. So richtig Wahrgenommen habe ich die Spiele dann 1998. Da war ich im olympischen Jugendlager in Nagano. Von da an habe ich jeden Tag daran gearbeitet einmal dabei zu sein. Einen direkten olympischen Helden gibt es für mich.

Seit dem denkst du dran, haben sie dich auch im Griff?

Bob

Auf alle Fälle. Seit den letzten Spielen habe ich das Ziel, dass ganze Spektakel noch einmal zu erleben. Es ist einfach das Größte. Auch mit den Problemen der vergangenen Jahre hoffe ich einfach nur, dass ich dabei sein werde.

Wie läuft das bei mir der Quali ab? Was musst du erreichen um in Vancouver am Start zu sein?

Für die Spiele haben wir nur einen Startplatz bei den Herren. Es wird also ein harter Kampf mit meiner Konkurrenz. Um mich zu Qualifizieren muss ich in der Vorsaison 2 mal 174 Punkte bei Internationalen Wettkämpfe erreichen (Vorgabe des DOSB). Einmal habe ich dies bereits schon geschafft. Bei meinem ersten WK seit 2 Jahren in Oberstdorf ende September kam ich schon auf 178,88 Pkt. Aber ich will noch viel mehr Punkte erreichen. Mein Personal Best liegt bei 200,54 und da will ich wieder hin. Da ich mit Sicherheit nicht der einzige sein werde der die vorgegebene Punktzahl erreicht, muss ich mich national noch durchsetzen. Das heißt, es gibt 4 WK…3 Internationale und die Deutsche. Bei allen WK werden Weltranglistenpunkte gesammelt. Man hat ein Streichergebnis. Wer also bei 3 aus 4 WK die meisten Punkte gesammelt hat fährt zu Olympia.

Bob

Den erste Teil, also ein mal die Norm hast du ja schon. Merkst du schon das es die Olympische Saison ist und wenn ja woran?

Oh ja, Das merke ich auf alle Fälle. Jeder redet davon, jeder träumt davon, jeder möchte da hin. Außerdem merkt man es auch an den ersten WK. Neben der Grand-Prix Serie gibt es auch normale ISU-WK. Die sind von Anfang an alle sehr gut besetzt. Das ist normalerweise nicht so. Jeder will testen und sehen wo er steht.

Würdest du sagen das du dich wegen deinem Sport unterordnest und einiges in Kauf nimmst?

Da möchte ich auf alle Fälle und mit 120% zustimmen. Man muss halt viel investieren und auf einiges verzichten um seine Ziele zu erreichen. Ich ordne mich aber gern unter. Ich mache das ganze ja freiwillig, niemand zwingt mich. Die Hauptsache ist, dass es Spaß macht und das tut es nach wie vor. Ein Leben nach dem Sport gibt es ja dann auch. Da kann man dann noch einiges erleben.

Über Ziele zu sprechen ist immer schwer aber was erhoffst du dir vom wichtigsten Winter der letzten 4 Jahre?

Natürlich die Qualifikation für die Spiele. Es soll für mich das letzte große Ereignis meiner aktiven Karriere werden. Ich möchte einfach nur einen tollen Abschluss haben und ich glaube es gibt nix besseres als mit den Spielen.

Wenn du in Vancouver bist, was willst du dir unbedingt Anschauen?

So viele andere Sportarten wie möglich. Mit HUGO aufn Bier…

Bob

Danke für die Antworten und ich freu mich schon auf die zweiten gemeinsamen Spiele mit dir. Wir beide erleben ja tagtäglich, was dafür notwenig ist und so bin ich sicher, dass du dabei sein wirst. Nun zur Kurzfragerunde.

Danke für die Antworten und ich freu mich schon auf die zweiten gemeinsamen Spiele mit dir. Wir beide erleben ja tagtäglich, was dafür notwenig ist und so bin ich sicher, dass du dabei sein wirst. Nun zur Kurzfragerunde.

1. Deine Sportart immer im Fokus oder nur zu Olympia?

Immer aber zu Olympia noch mehr

2. Sind das Deine ersten Spiele?

Nein, Turin 2006 waren meine ersten Spiele….schön wars

3. Hast du Erwartungsdruck?

nein

4. Bist du froh, wenn es vorbei ist?

nein

5. Kannst Du von Deinem Sport leben?

nein

6. Machst du danach noch mal 4 Jahre?

nein

7. Würdest Du gerne zu einer After-Olympic-Party nach Berlin kommen? Ende März.

Na LOGISCH

Bob

Linktips

www.stefan-lindemann.com – offiziele Homepage
www.absoluteskating.com/lindemann –  Fanpage
www.eiskunstlauf-ecke.de – Eiskunstlauf Seite
wiki/Stefan_Lindemann – wiki über Stefan
www.wikio.de/news – News über Stefan