Posts Tagged ‘World Cup’

Wettkampfbericht 4. World Cup Calgary 1500m+1000m

// Dezember 10th, 2009 // 1 Comment » // Olympia, Team

1500m 04.12.09

Gut vorbereitet, mit einem guten Gefühl und vor allem mit der Zuversicht schnell laufen zu können, bin ich in mein entscheidendes 1500m Rennen gegangen. Die Woche über konnte ich mich gut auf das schnelle Eis einstellen und habe beim Test-WK am Samstag, und auch beim Teamtraining am Dienstag, überzeugen können und reichlich Selbstvertrauen getankt.

Unter der Woche habe ich mich mit unser Psychologin, Monika Liesenfeld, getroffen um die letzen Wettkampfwochen zu analysieren und mich auf die bevorstehenden Rennen einzustellen. Was wir vermeiden wollten war, dass ich zum einen die Startphase (Berlin und Heerenveen) eines Rennens verpasse und zum anderen aber auch zu aggressiv (Hamar) in ein 1500m Rennen gehe. Fix angehen und “easy” schnell laufen war das Ziel, und so wurde ich auch eingestellt,

Was soll ich sagen? Bestzeit mit 1.46.28s , wieder schnellster Deutscher – aber überzeugt? Kann ich zufrieden sein? War es das? Alles Fragen die ich mir nach dem Rennen gestellt habe und nur eine Antwort zu lassen. NEIN!

Wie war der Run auf dem schnellen Eis in Calgary? Aus geplanten 95-98% wurden 90%, aus guten Kurevneingängen und technischen Vorgaben wurden die schlechtesten seit langem und eine Leistungsgrenze wurde nicht erreicht. Die Runden von 24.1-26.1-27.1-28.8 waren so nicht schlecht und passen eigentlich, waren aber alle mit Handbremse gelaufen und zu langsam. Nach dem Rennen war ich nicht kaputt und erschöpft. Ich hätte nach 20 min noch mal laufen können und wäre wohl nicht viel langsamer gewesen. Mist! Warum habe ich zu viel weggelassen? Hatte ich nach Hamar Angst noch mal so sehr einzubrechen? Hatte ich nicht den Mut das Rennen von vorne zu gestallten? Ich wollte es aber! Ich war bereit ne schnelle Rund hinzulegen und zu hoffen, das ich hinten ankomme. Ich bin selber von mir sehr enttäuscht, dass ich nicht an ein halbwegs optimales Rennen ran komme und keine gute Leistung abliefern kann.


1000m 06.12.09

Nach dem Rennen über die Mittelstrecke am Freitag, hatte ich am Samstag einen Ruhetag und genug Zeit das Rennen zu verarbeiten und nach vorne zu schauen und mich auf die vor mir liegenden Aufgaben zu konzentrieren. Die Aufgaben liegen zu 100% beim Team und die damit verbundende Qualifikation für die Spiele. Von den Trainern wurde entschieden, dass nach Heerenveen nun die “Langstreckenfraktion” unseres Team an den Start gehen sollte. Das Bedeutet für mich, dass ich die Möglichkeit erhalten habe über 1000m zu starten.

Ich bin schon entspannter und relaxter in dieses Rennen gegangen als in eine 1500m. Da habe ich und mache mir auch viel mehr Druck als in dem langen Sprintrennen. Die 1000m sind mir eigentlich zu kurz und ich laufe sie auch sehr selten. Dieses Jahr erst das 3 mal und somit rechne ich mir auch nichts aus und bin deutlich lockerer.

Da ich keine “internationale” Zeit stehen hatte, bin ich schon im 3.Paar dran gewesen, zum Glück über die Innenbahn. Für mich, als schlechten Starter, ist die Innenbahn ein Großer Vorteil, da ich auf dieser besser beschleunigen kann als auf der langen Außenbahn.

Das Race beendete ich in neuer Bestzeit von 1.09.49 und bin somit das erste Mal unter der magischen 1.10 geblieben. Vorgenommen hatte ich mir, die Schmach von den 1500m weg zu machen und Vollgas zu geben. Das habe ich dann, für meine Verhältnisse auch gemacht. Mit meiner bis dato schnellsten Runde in einem Wettkampf von 25.5 habe ich meine persönlichen Vorgaben geschafft und war nach dem Rennen eigentlich zufrieden – und wieder auch nicht. Warum solch ein Race nicht am Freitag? wieder MIST! ;-)

cya
Hugo

Wettkampfbericht 3. World Cup Hamar 1500m

// November 23rd, 2009 // No Comments » // Wettkampf

In Hamar angekommen, war ich nur damit beschäftigt Motivation zu sammeln. Die bisherigen zwei World Cup Auftritte waren alles andere als berauschend und die Aussichten auf Erfolg nicht gerade groß. Im Training lief es die Woche, wie eigentlich immer, recht gut und ich fühlte mich, auch wie immer, bereit schnell zu laufen. In Berlin habe ich von unserem Techniker Sjoerd Geraets noch mal meine Kufen bearbeiten lassen um meine Form nicht auf das Material schieben zu können. Kann man auch nicht denn die neuen Marchese RECORD Blades laufen super gut und ich fühle mich sehr wohl auf ihnen.

Unter der Woche ist mein Trainer Bart schon auf mich zu gekommen und hat mir ins Gewissen geredet das ich unbedingt am Start, dem Angang und einer aggressiven ersten Runde arbeiten muss. Im Training bin ich dieses Jahr schon viele schnelle Runden gelaufen und habe mich da deutlich verbessern können. Ich habe im Allgemeinen mein Grundtempo ein weiteres Mal steigern können. Eigentlich, denn im Wettkampf konnte ich es noch nicht ein einziges Mal umsetzten. Der Plan also: Super harte und schnelle erste 300m, aggressive Runde und dann das Tempo gut mitnehmen.

In Hamar bin ich dann erst mal durch eine moralische Achterbahn geschlingert. Da sehr viele Skater, vor allem aus Korea  und Kanada nicht nach Hamar gereist sind, sind viele 1500m Spezialisten aus der B-Gruppe in die A-Gruppe gerutscht. Zu meinem Bedauern war ich der erste der nicht den Sprung in die “bessere” Startgruppe geschafft hat und wurde im letzten Paar gegen den Japaner Sugimori ausgelost.

Nach einer unruhigen Nacht mit vielen wirren Gedanken im Kopf habe ich nächsten Morgen, dem Wettkampftag, meinen normalen Tag gestartet. An der Eisbahn angekommen und bereit zu laufen, wurde mir dann die freudige bzw. überraschende Nachricht mitgeteilt. “Rucke Krank, du rutschst hoch und startest im ersten Paar! ” Okay, geh ich wieder ins Hotel und relaxe noch ein wenig und bereite mich mental auf die letzte Chance vor mich auf einer Einzelstrecke für die Olympischen Spiele zu qualifizieren vor. Neuer Start: 13 Uhr, Außenbahn mit Vollgas in den Kampf stürzen.

Das habe ich dann auch getan. Ich war hoch motiviert, fühlte mich Körperlich bereit und war auch im Kopf darauf eingestellt. Was ist raus gekommen? Zwar Saisonbestleistung und die schnellsten 1100m meines Lebens aber auch der große Einbruch auf der letzten Runde und das Verpassen der Möglichkeit, eine halbe Norm (Platz 16) für die Spiele zu schaffen. Ich habe geschafft das umzusetzen was besprochen wurde – schneller Angang (24.15), schnelle und aggressive erste Runde(26.3) und Geschwindigkeit für die zweite Runde (27.8). Leider war aber schon nach 1000m die Luft raus, die Beine schwer wie noch nie und die Milchsäure im Kopf. Die letzte Runde war nur noch Kampf und habe ich auch nicht mehr richtig wahrgenommen. Am totalen Limit bin ich mit der langsamsten Runde seit Jahren (30.4) ins Ziel gestolpert. Also an der Moral lag es nicht, gegeben habe ich das letzte Korn…auch wenn es wohl zu viel war :) . Am Ende ist ein Platz 19. raus gekommen und ich bin, trotz das ich alles versucht habe, sehr enttäuscht. Mal sehen was nun noch passiert…

Mit Platz 19 und weit hinter den eigenen Erwartungen ist die letzte Chance auf die Spiele nun der Mannschaftslauf. Natürlich war dieser schon im Vorfeld die ganze Aufmerksamkeit gewidmet, aber nur wer sich auch auf einer Einzelstrecke gut präsentiert kann im Team laufen und für Deutschland dort an den Start gehen. Ich hoffe das meine erreichten Zeiten und Platzierungen reichen um mit zum nächsten World Cup nach Calgary genommen zu werden um dort für das Team mein Bestes geben zu können.

Wovon hängt dies nun ab? Ein Leistungsausschuss, bestehend aus Präsident, Vize-Präsidentin, Athletensprecher und Sportdirektor, entscheiden am Montagabend wer von der Deutschen Mannschaft nach Übersee fliegt.

Nun heißt es abwarten und hoffen, dass sich die letzten 4 Jahre auszahlen und nicht alles umsonst war.

Letzte (einzel) Chance – vorbei, ob´s nun wirklich zur Olympiade geht muss man sehen wenn´s nach Übersee geht

cya
Hugo

alle Ergebnisse sd
Wettkampfbericht World Cup Berlin – 1500m
Wettkampfbericht World Cup Heerenveen – 1500m
Wettkampfbericht World Cup Heerenveen – Team Pursiut

Wettkampfbericht 2.World Cup Heerenveen Teampursiut

// November 17th, 2009 // 2 Comments » // Wettkampf

Schrecken der Realität oder wie Druck hemmen kann

Nun ist sie vergeben, die erste von nur drei Chancen auf ein Olympia Ticket. Mit einem 10. Platz, 28 Punkten im Gesamtworldcup und der Gewissheit, weit hinter unseren Möglichkeiten geblieben zu sein, haben wir das Wochenende mit einer moralischen Talfahrt abgeschlossen.

Woran es lag, was die Fehler waren, wird nun in den nächsten Tagen genau analysiert, um es beim nächsten Mannschaftswettbewerb in Calgary und beim Show Down in Salt Lake City besser zu machen. Wir geben noch lange nicht auf und werden weiter um die Minimal Chance kämpfen, denn das Ziel von vor 4 Jahren und auch noch heute ist noch dasselbe! Olympia und dort unter die Top 3 kommen!

bis dahin,
cya
Hugo

Ergbebnisse

Wettkampfbericht 2. World Cup Heerenveen – 1500m

// November 14th, 2009 // No Comments » // Olympia, Wettkampf

Nach dem verpatzten Auftakt in Berlin wollte ich es im Thialf Stadion von Heerenveen besser machen. Unter der Woche habe ich schon sehr mit mir gehadert und habe lange gebraucht, die schwache Leistung von Berlin zu verdauen. Im abermals Deutsch-deutschen Duell gegen Team und Vereinskamerad Robert Lehmann konnte ich mich nun etwas besser, wenn auch noch nicht optimal präsentieren.
Mit einer Zeit von 1.49.01s bin ich in der wohl stärksten B-Gruppe, in der ich je gestartet bin, 7. geworden. Dieses Wochenende hieß es – aggressiv laufen! Alles in einen guten Angang legen, um dort nicht wieder zu viel Zeit liegen zu lassen. Dies ist mir besser gelungen, wenn auch noch nicht perfekt. Nach 300m habe ich nach 24,4 Sekunden die Zwischenzeit ausgelöst und konnte halbwegs zufrieden sein. Die Runden waren dann mit 26,8 – 28,0 – 29.7 ganz okay. Die letzte Runde muss noch besser kommen, was noch viel Arbeit bedeutet!
Nach zwei World Cups muss ich sagen, dass dieses Jahr ganz schön die Post ab geht. Man merkt, dass es eine Olympische Saison ist und alle noch eine Schippe drauf geschlagen haben. Letztes Jahr hätte meine Zeit noch für den B-Guppen-Sieg gereicht, dieses Jahr werde ich 7. und habe solche “Granaten” wie Erben Wennemars (1.47,49), Trevor Marsicano (1.47,60) und Christofer Rukke (1.48,30) vor mir. Durchsetzen konnte ich mich aber gegen Elm, Frieberg, Sugimori und Haugli…alles schon gute A-Gruppen Starter und WM erfahren.
Am Sonntag wird es nun aber richtg ernst. Der erste Mannschaftslauf  des Jahres steht an und es ist mit Sicherheit mit das wichtigste Rennen diesen Jahres. Um mit dem Team in Vancouver bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen, müssen wir nach (nur) 3 World Cup Rennen auf Platz 8. einlaufen. Nur die ersten 8 Teams sind für die Spiele qualifiziert. Wenn man die letzten Jahre verfolgt hat, wie eng es im Männer-Eisschnelllaufen zugeht, weiß man wie nah Sieg und Niederlage beisammen liegen.
Für unser Team heißt es einen guten und schnellen Lauf abzuliefern und die Grundlage für eine sichere Qualifikation zu legen. Alle Nationen haben sich mittlerweile den Teampursuit als Schwerpunkt auserkoren und konzentrieren sich darauf. Es wird super schwer – alles ist möglich.

Nach dem verpatzten Auftakt in Berlin wollte ich es im Thialf Stadion von Heerenveen besser machen. Unter der Woche habe ich schon sehr mit mir gehadert und habe lange gebraucht, die schwache Leistung von Berlin zu verdauen. Im abermals Deutsch-deutschen Duell gegen Team und Vereinskamerad Robert Lehmann konnte ich mich nun etwas besser, wenn auch noch nicht optimal präsentieren.

Mit einer Zeit von 1.49.01s bin ich in der wohl stärksten B-Gruppe, in der ich je gestartet bin, 7. geworden. Dieses Wochenende hieß es – aggressiv laufen! Alles in einen guten Angang legen, um dort nicht wieder zu viel Zeit liegen zu lassen. Dies ist mir besser gelungen, wenn auch noch nicht perfekt. Nach 300m habe ich nach 24,4 Sekunden die Zwischenzeit ausgelöst und konnte halbwegs zufrieden sein. Die Runden waren dann mit 26,8 – 28,0 – 29.7 ganz okay. Die letzte Runde muss noch besser kommen, was noch viel Arbeit bedeutet!

Nach zwei World Cups muss ich sagen, dass dieses Jahr ganz schön die Post ab geht. Man merkt, dass es eine Olympische Saison ist und alle noch eine Schippe drauf geschlagen haben. Letztes Jahr hätte meine Zeit noch für den B-Guppen-Sieg gereicht, dieses Jahr werde ich 7. und habe solche “Granaten” wie Erben Wennemars (1.47,49), Trevor Marsicano (1.47,60) und Christofer Rukke (1.48,30) vor mir. Durchsetzen konnte ich mich aber gegen Elm, Frieberg, Sugimori und Haugli…alles schon gute A-Gruppen Starter und WM erfahren.

Am Sonntag wird es nun aber richtg ernst. Der erste Mannschaftslauf des Jahres steht an und es ist mit Sicherheit mit das wichtigste Rennen diesen Jahres. Um mit dem Team in Vancouver bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen, müssen wir nach (nur) 3 World Cup Rennen auf Platz 8. einlaufen. Nur die ersten 8 Teams sind für die Spiele qualifiziert. Wenn man die letzten Jahre verfolgt hat, wie eng es im Männer-Eisschnelllaufen zugeht, weiß man wie nah Sieg und Niederlage beisammen liegen.

Für unser Team heißt es einen guten und schnellen Lauf abzuliefern und die Grundlage für eine sichere Qualifikation zu legen. Alle Nationen haben sich mittlerweile den Teampursuit als Schwerpunkt auserkoren und konzentrieren sich darauf. Es wird super schwer – alles ist möglich.

cya
Hugo

alle Ergebnisse
Wettkampfplan

Wettkampfbericht 1. World Cup Berlin – 1500m

// November 9th, 2009 // 5 Comments » // Wettkampf

Peinliches Ergebnis
Oh man, mit so viel Zuversicht bin ich in die Internationale Saison gestartet. Das Ziel war ganz klar gesetzt und die Form ist auch da. Was mach ich draus? Nichts! Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich mich mit solch einer schwachen Leistung dem Berliner Heimpublikum präsentiert habe.
Die Gründe? Nach Fehlern kann man immer suchen und diese als Ursache vorschieben. Fakt ist, dass ich am Ende selber Schuld bin und es mit einer Erfahrung einfach besser machen muss.
Das Rennen gegen Dauergegner Jan Friesinger, wir laufen seit Jahren immer wieder im World Cup gegeneinander und kennen uns viel zu gut, war eines der komischsten meiner ganzen Laufbahn. Zuerst springt mir auf dem Eis eine Feder meiner neuen Marchese Kufen aus dem Gestell. Da sitz ich dann 5 min vor meinem Start auf der Bank und fummle diese wieder gekonnt rein. Mein Handschuh hat dabei etwas gelitten, er hat jetzt ein großes Loch ;) . Der gewohnte und 1000 mal geprobte Ablauf war dahin. Dann fällt genau bei unserem Start die Anzeigetafel aus. Dies ist nicht weiter schlimm, denn man sollte sich schon auf seinen Lauf konzentrieren. Da ich leider nach 300m meine Anfangszeit nicht mitbekommen habe, bin ich also bis 700m total ahnungslos und ohne Tempobestätigung gelaufen. Da ich Jan als guten Starter und mit einer schnellen Runde eingeschätzt habe, dachte ich, dass ich gut unterwegs bin, ich war immer in Schlagweite und dachte alles läuft nach Plan. Auf der ersten Runde spürte ich, dass ich nach dem Angang schon auf Jan auflaufen konnte und eine schnellere Runde als Jan gelaufen sein musste. Nachdem ich mich orientiert hatte (die zugeteilten Betreuer hatten die gleichen Klamotten an und waren für mich nicht zu unterscheiden, da ich mich auf die Tafel konzentrierte), erblickte ich meine Rundenzeit. Nach 800m eine 26,7 und Jan eine 26,4 gezeigt. Hä dachte ich, was ist denn nun meine Zeit? Ich war doch schneller, warum bekomm ich eine andere, haben die Trainer was vertauscht? Komisch. Na ja dacht ja, weiter gehts. Ich liege nicht schlecht und fühlte mich auch sehr sehr gut. Erst ausgangs der Kurve konnte ich die Zeit endlich wieder aus meinem Kopf verdängen und an den Lauf denken. Technisch sauber bleiben, Kurve gut anschneiden, alles war wieder da. Ich habe es auch gut umgesetzt…dacht ich mir. Dann komme ich wieder an den Trainern vorbei…und mache wieder ein “Suche dir deine Zeit raus” Spiel. Beide stehen nur 2 Meter auseinander und das auf den ersten Metern der Gerade. Also wieder in einer Sekunde entscheiden, welche Zeit mir gehört. Ich fühlte mich super und hatte noch richtig Druck, um in die letzte Kurve zu gehen. Leider war dies aber ein Lauf, der rein gar nicht mit meinem Laufgefühl überein stimmte. So was hatte ich noch nie! Nach einer kleinen Ewigkeit hat dann der Stadionsprecher die Endzeit durchgegeben. Ich dachte, ich muss kotzen! Mit einer 1.49.83 blieb ich bei weiten unter meinen mir selbstgestellten Ansprüchen!
Mein Lauf gegen Jan. Danke an Wouter Mesker, der mir dies über twitter geschickt hat.
Selbst heute, einen Tag nach dem Wettkampf, kann ich meine Leistung noch nicht ganz einschätzen. Habe ich mehr drauf? Habe ich mich so ablenken lassen? Kann ich schneller laufen? Was waren die Ursachen?
Die Kritiker, die es reichlich gibt und nicht nur aus der Presse kommen, fühlen sich mal wieder bestätigt. Die deutschen Männer laufen hinterher! Ja aber warum? Ich weiß es auch nicht. Kommen wir mit dem Druck nicht zurecht? Im Training bringen wir alle sehr gute Leistungen und können mit der Spitze mithalten. Im Wettkampf können wir dies viel zu selten abrufen und uns in einem guten Niveau zeigen. Das ist schon zermürbend.
Die nächste Chance, es besser machen zu können, wird sich schon am Freitag ergeben. In Heerenveen, der zweiten Station im World Cup, laufen ich eine weitere 1500m. Dieses Mal in einer Hammer Starken B-Gruppe die mit WM-Medailiengewinner Trevor Marsicano, Erben Wennemars, Christoffer Rucke und Steven Elm ein paar super starke Gegner bereit hält.
Bis dahin und hoffentlich ein wenig besser gelaunt,
cya
Hugo

Peinliches Ergebnis

Oh man, mit so viel Zuversicht bin ich in die Internationale Saison gestartet. Das Ziel war ganz klar gesetzt und die Form ist auch da. Was mach ich draus? Nichts! Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich mich mit solch einer schwachen Leistung dem Berliner Heimpublikum präsentiert habe.

Die Gründe? Nach Fehlern kann man immer suchen und diese als Ursache vorschieben. Fakt ist, dass ich am Ende selber Schuld bin und es mit einer Erfahrung einfach besser machen muss.

Das Rennen gegen Dauergegner Jan Friesinger, wir laufen seit Jahren immer wieder im World Cup gegeneinander und kennen uns viel zu gut, war eines der komischsten meiner ganzen Laufbahn. Zuerst springt mir auf dem Eis eine Feder meiner neuen Marchese Kufen aus dem Gestell. Da sitz ich dann 5 min vor meinem Start auf der Bank und fummle diese wieder gekonnt rein. Mein Handschuh hat dabei etwas gelitten, er hat jetzt ein großes Loch ;) . Der gewohnte und 1000 mal geprobte Ablauf war dahin. Dann fällt genau bei unserem Start die Anzeigetafel aus. Dies ist nicht weiter schlimm, denn man sollte sich schon auf seinen Lauf konzentrieren. Da ich leider nach 300m meine Anfangszeit nicht mitbekommen habe, bin ich also bis 700m total ahnungslos und ohne Tempobestätigung gelaufen. Da ich Jan als guten Starter und mit einer schnellen Runde eingeschätzt habe, dachte ich, dass ich gut unterwegs bin, ich war immer in Schlagweite und dachte alles läuft nach Plan. Auf der ersten Runde spürte ich, dass ich nach dem Angang schon auf Jan auflaufen konnte und eine schnellere Runde als Jan gelaufen sein musste. Nachdem ich mich orientiert hatte (die zugeteilten Betreuer hatten die gleichen Klamotten an und waren für mich nicht zu unterscheiden, da ich mich auf die Tafel konzentrierte), erblickte ich meine Rundenzeit. Nach 800m eine 26,7 und Jan eine 26,4 gezeigt. Hä dachte ich, was ist denn nun meine Zeit? Ich war doch schneller, warum bekomm ich eine andere, haben die Trainer was vertauscht? Komisch. Na ja dacht ja, weiter gehts. Ich liege nicht schlecht und fühlte mich auch sehr sehr gut. Erst ausgangs der Kurve konnte ich die Zeit endlich wieder aus meinem Kopf verdängen und an den Lauf denken. Technisch sauber bleiben, Kurve gut anschneiden, alles war wieder da. Ich habe es auch gut umgesetzt…dacht ich mir. Dann komme ich wieder an den Trainern vorbei…und mache wieder ein “Suche dir deine Zeit raus” Spiel. Beide stehen nur 2 Meter auseinander und das auf den ersten Metern der Gerade. Also wieder in einer Sekunde entscheiden, welche Zeit mir gehört. Ich fühlte mich super und hatte noch richtig Druck, um in die letzte Kurve zu gehen. Leider war dies aber ein Lauf, der rein gar nicht mit meinem Laufgefühl überein stimmte. So was hatte ich noch nie! Nach einer kleinen Ewigkeit hat dann der Stadionsprecher die Endzeit durchgegeben. Ich dachte, ich muss kotzen! Mit einer 1.49.83 blieb ich bei weiten unter meinen mir selbstgestellten Ansprüchen!

Mein Lauf gegen Jan. Danke an Wouter Mesker ,der mir dies über twitter geschickt hat.

Selbst heute, einen Tag nach dem Wettkampf, kann ich meine Leistung noch nicht ganz einschätzen. Habe ich mehr drauf? Habe ich mich so ablenken lassen? Kann ich schneller laufen? Was waren die Ursachen?

Die Kritiker, die es reichlich gibt und nicht nur aus der Presse kommen, fühlen sich mal wieder bestätigt. Die deutschen Männer laufen hinterher! Ja aber warum? Ich weiß es auch nicht. Kommen wir mit dem Druck nicht zurecht? Im Training bringen wir alle sehr gute Leistungen und können mit der Spitze mithalten. Im Wettkampf können wir dies viel zu selten abrufen und uns in einem guten Niveau zeigen. Das ist schon zermürbend.

Die nächste Chance, es besser machen zu können, wird sich schon am Freitag ergeben. In Heerenveen, der zweiten Station im World Cup, laufen ich eine weitere 1500m. Dieses Mal in einer Hammer Starken B-Gruppe die mit WM-Medailiengewinner Trevor Marsicano, Erben Wennemars, Christoffer Rucke und Steven Elm ein paar super starke Gegner bereit hält.

Bis dahin und hoffentlich ein wenig besser gelaunt,
cya
Hugo

Ergebnisse aus Berlin
Bilder von Lars Hagen

Wettkampfplan Teil 3 – World Cup´s

// November 2nd, 2009 // No Comments » // Wettkampf

Nach dem ersten Höhepunkt, der Deutschen Einzellstrecken Meisterschaft, nun mein weiteres Wettkampfprogramm der nächsten Wochen.

Die Termine

06.-08.11.2009
1. World Cup Berlin
1500 m (Sonntag)

13.-15.11.2009
2. World Cup Heerenveen (NED)
1500m, Teampursiut

21.-22.11.2009
3. World Cup Hamar (NOR)
1500m

28.11.2009
Trainingswettkampf Calgary (CAN)
1000m oder 1500m

04.-06.12.2009
4. World Cup Calgary (CAN)
1500m, Teampursiut

11.-13.12.2009
5. World Cup Salt-Lake-City (USA)
1500m, Teampursiut

Ergebnisse und einen kompl. Wettkampfkalender gibt es auf desg.de

Wettkampfplan Teil 1Wettkampfplan Teil 2

Wettkampfbericht Deutsche Einzelstrecken Meisterschaft – 1500m

// November 1st, 2009 // No Comments » // Wettkampf

Minimalziel erreicht, den Weg weiter gehen und nach vorne schauen. Das ist mein Fazit aus dem Meisterschaftswochenende. Mit einem zweiten Platz über 1500m, hinter dem wieder stark auftrumpfenden Jan Friesinger, geht es jetzt in die Welt Cup Serie. Die weiteren Stationen Berlin (06.-09.11), Heerenveen (13.-15.11), Hamar (21.-22.11), Calgary (04.-06.12) und Salt-Lake City (11.-13.12.).
Im letzten Paar, gegen Tobias Schneider von innen startend, ist mir den Umständen entsprechend – überraschend schlechtes und langsames Eis – ein recht guter Lauf gelungen. Mit einer Sache muss ich aber wieder mal hadern und es ist mir unerklärlich, dass mir altem Hasen so was immer wieder passiert. Mit einem Angang von 25.12!!! bin ich total neben mir gelaufen und bin so langsam wie schon seit Jahren nicht mehr in eine 1500m Rennen gestartet. Mit diesen Beginn habe ich eigentlich schon von Beginn an ein besseres Ergebnis liegen lassen. Über die 3 Runden war ich deutlich der Schnellste und hadere ein wenig mit dem Endergebnis.
Sieger Jan hat alleine auf den ersten 300m eine Sekunde auf mich raus gelaufen. Am Ende trennten uns 12 Hundertstel!
Jetzt muss ich aber diese vergebene Chance auf einen Startplatz in der A-Gruppe beim World Cup Auftakt in Berlin vergessen und nach vorne schauen. Die Form ist da und ich weiß, dass ich noch viel schneller laufen kann. Bei schnellerem Eis, was ich mir zum WC wünsche, kann ich meine gute Technik besser ausspielen und auf eine gute Zeit und Platzierung hoffen.

Minimalziel erreicht, den Weg weiter gehen und nach vorne schauen. Das ist mein Fazit aus dem Meisterschaftswochenende. Mit einem zweiten Platz über 1500m, hinter dem wieder stark auftrumpfenden Jan Friesinger, geht es jetzt in die Welt Cup Serie. Die weiteren Stationen Berlin (06.-09.11), Heerenveen (13.-15.11), Hamar (21.-22.11), Calgary (04.-06.12) und Salt-Lake City (11.-13.12.).

Im letzten Paar, gegen Tobias Schneider von innen startend, ist mir den Umständen entsprechend – überraschend schlechtes und langsames Eis – ein recht guter Lauf gelungen. Mit einer Sache muss ich aber wieder mal hadern und es ist mir unerklärlich, dass mir altem Hasen so was immer wieder passiert. Mit einem Angang von 25.12!!! bin ich total neben mir gelaufen und bin so langsam wie schon seit Jahren nicht mehr in eine 1500m Rennen gestartet. Mit diesen Beginn habe ich eigentlich schon von Beginn an ein besseres Ergebnis liegen lassen. Über die 3 Runden war ich deutlich der Schnellste und hadere ein wenig mit dem Endergebnis.

Sieger Jan hat alleine auf den ersten 300m eine Sekunde auf mich raus gelaufen. Am Ende trennten uns 12 Hundertstel! Meine Endzeit: 1.50.07

Jetzt muss ich aber diese vergebene Chance auf einen Startplatz in der A-Gruppe beim World Cup Auftakt in Berlin vergessen und nach vorne schauen. Die Form ist da und ich weiß, dass ich noch viel schneller laufen kann. Bei schnellerem Eis, was ich mir zum WC wünsche, kann ich meine gute Technik besser ausspielen und auf eine gute Zeit und Platzierung hoffen.

cya
Hugo

DM Tag 1 – 1000m
Alle Ergebnisse der Meisterschaft

Foto´s von beiden Wettkampftagen

DM 2.Tag

Start in die 1500m
DM 2.Tag

Abklatschen mit Trainer Klaus Ebert
DM 2.Tag

War sehr trocken in der Halle… :-)
DM 2.Tag

Das Podium 2009 . Hugo, Jan und Robert

Wettkampfbericht Deutsche Einzelstrecken Meisterschaft – 1000m

// Oktober 31st, 2009 // 2 Comments » // Wettkampf

Mit dem Sichern eines Welt Cup Tickets und der Gewissheit, dass die Form da ist, habe ich meine “Wettkampfvorbelastung” für meinen eigentlichen Höhepunkt, die 1500m erfolgreich über die Runden gebracht.
Mit der Zeit von 1.12.33 bin ich zufrieden, wenn man bedenkt was ich wieder mal für einen arsch langsamen Angang von 17.68s hatte. Daraus bin ich dann eine 26.7 und 27.95 gelaufen. Die beiden Runden waren okay und sollten bei den 1500m ganz ähnlich kommen.
Der Titel ging an einen sehr starken Jan Friesinger in 1.10.88 vor einem super schnell startenden Nico Ihle, 1.11.69  (200m in 16.78) und einem neben der Spur laufenden Samuel Schwarz in 1.12.14. Der Abstand, zumindest zu Nico ist nicht all zu groß und liegt deutlich bei meiner Schwäche, dem Angang. Das macht sehr viel Mut für die Mittelstrecke!
Bis dahin,
cya
Hugo

Mit dem Sichern eines Welt Cup Tickets und der Gewissheit, dass die Form da ist, habe ich meine “Wettkampfvorbelastung” für meinen eigentlichen Höhepunkt, die 1500m erfolgreich über die Runden gebracht.

Mit der Zeit von 1.12.33 bin ich zufrieden, wenn man bedenkt was ich wieder mal für einen arsch langsamen Angang von 17.68s hatte. Daraus bin ich dann eine 26.7 und 27.95 gelaufen. Die beiden Runden waren okay und sollten bei den 1500m ganz ähnlich kommen.

Der Titel ging an einen sehr starken Jan Friesinger in 1.10.88 vor einem super schnell startenden Nico Ihle, 1.11.69  (200m in 16.78) und einem neben der Spur laufenden Samuel Schwarz in 1.12.14. Der Abstand, zumindest zu Nico ist nicht all zu groß und liegt deutlich bei meiner Schwäche, dem Angang. Das macht sehr viel Mut für die Mittelstrecke!

Bis dahin,
cya
Hugo

DM Tag 2 – 1500m
alle Ergebnisse vom 1. Tag der DM + Auslosung Tag 2

Bilder der DM von Lars Hagen

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DM 1000m
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